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30. Oktober 2006

Artikel des Tages 30. Oktober 2006
Yeah ist ein englischer, umgangsprachlicher Ausdruck, um seine Zustimmung zu signalisieren.

Das Gegenteil von Yeah ist No.

Synonyme sind "yep", "yup", "uh-huh" oder "aye". Die Schreibweise yeah ist zum ersten Mal 1905 belegt, im britischen Unterhaus wird es traditionell für zustimmende Ausrufe verwendet.

Große Verbreitung fand das Wort durch die Beatles. Sie sangen in ihrem Song "She Loves You" (1963) den Refrain "Yeah Yeah Yeah". Darauf bezog sich 1965 Walter Ulbricht, damals Staatsratsvorsitzender der DDR, in einer Rede auf dem 11. Plenum des ZK der SED, in der das Verbot westlicher Beatmusik angekündigt wurde.
Zitat: Ist es denn wirklich so, dass wir jeden Dreck, der vom Westen kommt, nur kopieren müssen? Ich denke, Genossen, mit der Monotonie des Je-Je-Je, und wie das alles heißt, ja?, sollte man doch Schluss machen.
1992 erschien auf dem Kyuss-Album Blues For The Red Sun der Track "Yeah", welcher nur aus eben diesem Wort besteht. Im Jahr 2000 gründete sich die New Yorker Band Yeah Yeah Yeahs. (mehr)

Ereignisse

Geboren

Gestorben

31. Oktober 2006

Artikel des Tages 31. Oktober

Diese Definition von Indie-Pop geht bewusst auf den Ursprung des Wortes zurück und orientiert sich an Bands und Subgenres, die allesamt ihren Ursprung im Vereinigten Königreich haben. Roter Faden durch die Jahrzehnte sind Bands wie Orange Juice, The Smiths, Wedding Present, The Stone Roses (das Debütalbum) bis hin zu Teenage Fanclub. Die Essenz von Indie-Pop: beeinflusst von der Harmonieseligkeit der "Big B" (Big Star, Beatles, Byrds & Beach Boys), dem DIY-Gedanken und des Punks von Ramones und Blondie.

Nicht gemeint ist erstens der amerikanisch definierte Indie-Rock und vor allem auch nicht jede Art von Pop, die aus dem Indie-Bereich kommt. Dass eine Definition, die in der Hauptsache auf die frühen / mittleren 1980er zurückgeht (The Smiths, C86 etc.) zwanzig Jahre später nicht mehr die gleiche Trennschärfe haben kann, sollte auch jedem klar sein. ( mehr )

Geboren

Veröffentlichungen

1. November 2006

Artikel des Tages 1. November

The Roots begannen 1987 als Duo in Philadelphia (USA). Schlagzeuger ?uestlove und Rapper Black Thought lernten sich an der hiesigen "High School for Creative Performing Arts" kennen. Und weil ihnen das Geld für Plattenspieler, Mixer und vor allem für die Platten fehlte, mit denen man Hip Hop machen konnte, entschlossen sich die beiden ihre Lieblingssongs nachzuspielen. Sie spielten vor Publikum wo sie konnten, also auf der Strasse wie bei Talentshows, und so begannen sie, mit ihrer Musik Geld zu verdienen. In der Zeit trafen sie auch den Bassisten Hub und den Rapper Malik B. Und zu viert traten sie dann oft in lokalen Clubs auf.

Nachdem sie einige Zeit durch die Clubs getourt waren, bekamen sie die Einladung für einen Auftritt beim 22. Jazz-Festival in Moers (Deutschland) und so nahmen sie für diesen Auftritt ihr erstes Album Organix auf, das auch viele Plattenfirmen auf die Roots aufmerksam machte. Zwei Jahre später veröffentlichten sie dann ihr zweites Album, diesmal bei einem Major, und es ist auch bei Do You Want More?!!!??! kein Sample zu hören, da die Lieder wieder live eingespielt wurden. In der Folge spielten sie 1995 sowohl auf dem Lollapalooza-Festival, wie auch auf dem Montreux Jazz Festival in der Schweiz.

Die Band erfreute sich in diesen Jahren von der amerikanischen Alternative-Szene bis zu europäischen Jazz-Freunden einiger Beliebtheit, aber die Hip Hop Anhänger reagierten wenig. (mehr)

Historische Ereignisse
  • 1967 – Der Rolling Stone erscheint erstmals
  • 1969Elvis Presley hat mit "Suspicious Minds" seine letzte US-amerikanische Nummer 1 zu Lebzeiten (nach einer siebenjährigen Pause)

Geboren

2. November 2006

Artikel des Tages 2. November

Eine Split-Single (seltener gibt es auch Split-Alben) ist eine musikalische Veröffentlichung, auf der üblicherweise zwei Bands bzw. Musiker ihr Material unabhängig voneinander auf einem Tonträger publizieren. Ursprünglich bekam hierbei jede Band eine Vinylseite. Allerdings werden in seltenen Fällen auch Split-CDs veröffentlicht (meist als CD-Version der existenten Schallplatte, selten auch eigenständig).

Häufig covern die beiden Bands gegenseitig ein Lied der anderen Band. ( mehr )

Geboren

Veröffentlichungen

3. November 2006

Artikel des Tages 3. November
Violent Femmes wurden 1980 von Brian Ritchie und Victor De Lorenzo gegründet, der Bandname ist eine Art Paradoxon, da "Femmes" in der Umgangssprache Milwaukees soviel wie "Schwächling" bedeutet (angeblich ist der Name aber eine spontane Erfindung von Brian Ritchie). Nach einem gemeinsamen Auftritt von Ritchie und Gordon Gano bei einer Schulzeremonie, die dann in einer Ausschreitung ausartet, fliegt Gano von der Schule und tritt der Band bei. Um ihr erstes Album aufzunehmen, leihen sie sich 10.000 Dollar von De Lorenzos Vater und verkaufen das fertige Werk für exakt 0 Dollar an Slash Records in Los Angeles. Das selbstbetitelte Debütalbum erscheint 1982 und ist bis heute ein Klassiker der Indiemusik, dessen everybody's favorite song Blister In The Sun auch heute noch regelmäßig in Indiediscos aufgelegt wird. Nach diesem Album macht die Band bis heute weiter, jedoch ist nicht ein einziges weiteres Musikstück oder Album der Gruppe so von der Musikszene aufgenommen worden wie ihr Debüt. Das Album ist das einzige Platin-Album, dass es nie in die Top 200 der US-Billboardcharts geschafft hat. ( mehr ) Veröffentlichungen

4. November 2006

Artikel des Tages 4. November
Kaum eine Band sorgte im Laufe des Jahres 2005 in England für soviel Aufregung wie die Arctic Monkeys. Von einem Auftritt auf einer Nebenbühne in Reading, der die größte Zuschauermasse seit dem Foo Fighters Auftritt 1995 anzog, bis zu einer ultraknapp limitierten Debutsingle waren den Arctic Monkeys die Schlagzeilen sicher.

Das eigentlich Interessante an den Arctic Monkeys ist jedoch, dass die klassischen Hype-Reflexe des narrow-minded Indieheads und der deutschen Presse nicht verfangen: bei den Arctic Monkeys handelt es sich um den ersten Hype von unten (siehe dazu den Artikel Web 2.0): nicht die Magazine oder Plattenfirmen erzählen der Welt, dass die Arctic Monkeys die größte Band 2006 werden, sondern das (Internet-)Volk erzählt es The Man, der überrascht und gezwungenermaßen nachzieht. Dank zweier Demoalben, die der Arctic Monkeys Fan "The Sherrif" im Netz verbreitete, wuchs die Fanschar an, bevor der NME über die Band schrieb oder sie einen Plattenvertrag hatten. Die sprunghaft angestiegene Monkeys-Begeisterung brachte den Sherrif jedoch in Bredouille: durch Bandwith-Probleme mit seinem Provider musste er eine Nachzahlung in vierstelliger Höhe leisten, woraufhin wiederum die Internet-Community mit Spenden aushalf und sich auf diese Weise für die kostenlos zur Verfügung gestellten Demos bedankte. (mehr)

Geboren

Gestorben

5. November 2006

Artikel des Tages 5. November
Julien Temple ist ein britischer Regisseur, der nicht nur ein Veteran im Bereich des Musikvideodrehens ist, sondern sich vor allem als Dokumentarfilmer (vor allem für die Sex Pistols) einen Namen gemacht hat.

Durch das Werk des französischen Regisseurs Jean Vigo beginnt Temple sich für Filme zu interessieren. Gleichzeitig freundet er sich Mitte der 70er mit den Sex Pistols an und dreht zunächst einen kurzen Dokumentarfilm über die Band. Wirklich berühmt wird er jedoch erst mit seinem zweiten Film, The Great Rock And Roll Swindle, der nach Auflösung der Band entsteht und vor allem Manager Malcolm McLaren zu Wort kommen läßt, was die Meinungen über den Film bei Kritikern und Fans spaltet. Trotzdem ermöglicht der Film Temple eine Karriere als Regisseur, vor allem für Musikvideos, die er in den folgenden Jahren in großer Anzahl für viele große Bands dreht, u.a. Judas Priest, Depeche Mode, The Rolling Stones, Neil Young, David Bowie oder The Kinks. Er dreht aber auch gelegentlich Filme, zum Beispiel Spielfilme wie das Musical Absolute Beginners (der als Riesenflop in UK gehandelt wird) oder die Komödie Earth Girls Are Easy (dt. Mein Liebhaber vom anderen Stern) mit Jim Carrey und Jeff Goldblum. 2000 dreht er einen weiteren Dokumentarfilm über die Sex Pistols, The Filth And The Fury, der von Kritikern umjubelt wird. 2006 vollendet Temple eine Dokumentation über das Glastonbury Festival. ( mehr )

Geboren

Gestorben

Veröffentlichungen

6. November 2006

Artikel des Tages 6. November
Giardini Di Mirò gehören in Italien zu den größten Indie-Bands, im restlichen Europa sind sie jedoch verhältnismäßig unbekannt. Sie wurden 1996 gegründet und 1999 um Keyboarder Luca und Trompetist Emanuele erweitert. Für die Zeit des 3. Albums war Alessandro fester Sänger; ansonsten finden sich immer wieder die verschiedensten Gastsänger/innen auf ihren Veröffentlichungen. Nichtsdestotrotz sehen sie sich als Instrumental-Band.

Angeblich (die Band spart nicht daran, selbst kreativ ihre Geschichte durch kleine Legenden auszuschmücken) sind GdM quasi die Nachfolge-Band der ursprünglichen "Giardini Di Mirò", einer Progressive Rock Band der 70er Jahre, in der der Onkel von Corrado spielte. Dieser finanzierte den jungen Giardini Di Mirò auch deren erstes Demotape. Außerdem reinterpretierten GdM das Lied "Città Di Vetro" dieser alten Prog-Band. Allerdings sind keine Aufnahmen der angeblichen Prog-Band erhalten, was am Wahrheitsgehalt dieser Geschichte zweifeln lässt.

Der Bandname lässt mehrere Interpretationen zu: Zum einen gibt es einen italienischen Kurzfilm, der von einer Schnecke handelt, mit dem Namen "Giardini Di Mirò", zum Anderen ist der Bandname auch leitmotivische Phrase in den Filmen Michelangelo Antenionis. In Cavriago heißt zusätzlich ein Park wie die Band, und letztlich ist es ja auch Referenz an den Maler Mirò.

Cavriago, das Heimatdorf GdMs, ist Partnerstadt des Heimatdorfs von Christophe Stoll aka Nitrada. Eines Tages spielten im Zuge eines Kulturaustauschs die jungen Giardini Di Mirò in diesem Ort in Süddeutschland und lernten dort Christophe kennen, der damals noch bei Motorambo spielte und das Label fiction.friction machte. GdM gefielen und das selbstbetitelte Debütalbum wurde auf fiction.friction veröffentlicht. ( mehr )

Historische Ereignisse

Geboren

Gestorben

Veröffentlichungen

7. November 2006

Artikel des Tages 7. November

Fragst du zehn verschiedene Punks nach der Definition von Punk, dann bekommst du zehn verschiedene Antworten.

Punk wird meistens mit England, speziell London in Verbindung gebracht. Doch tatsächlich ist Punk nicht in England entstanden, sondern hauptsächlich in den USA.
Die großen Gruppen der 1970er Jahre, Rolling Stones, Led Zeppelin, Pink Floyd usw. hatten sich meilenweit von ihrem Publikum entfernt, sie fühlten sich als Stars und fuhren dicke Autos, während es in England wirtschaftlich immer mehr den Bach runter ging. Viele der Jugendlichen fanden nach ihrer Ausbildung keine Arbeit. Es gab kein ausgereiftes Sozialsystem und so saßen viele der Jugendlichen auf der Straße. Es entstand ein Hass gegen die Gesellschaft – Schlagwort No Future – der durch das Wertkonservative, Oberflächliche und die verstaubten Überreste der Nachkriegszeit noch verstärkt wurde. Weil sie sich schäbig kleideten und verrückte Frisuren auftrugen, wurden sie vom kleinbürgerlichen Spießbürger in Schubladen gesteckt. Bewusst wollte man sich dagegen auflehnen – Provokation war Mittel zum Zweck. Provokation, die soweit ging, dass selbst Insignien des Dritten Reichs aufgetragen wurden, um die Väter und Großväter zu schocken, die für die Alliierten noch gegen Hitler gekämpft hatten. ( mehr )

Geboren

Veröffentlichungen

8. November 2006

Artikel des Tages 8. November
Rough Trade war in seinen Ursprüngen ein 1976 von Geoff Travis in West-London eröffneter Plattenladen (der im übrigen heute noch existiert). Daraus entwickelte sich 1978 das Plattenlabel Rough Trade, das eine kaum zu unterschätzende Wirkung auf die Musikwelt hatte. Rough Trade war dem klassischen DIY – Ideal des Punk verpflichtet. 1978 veröffentlichte Travis die erste Single, die der französischen Band Metal Urbain. Danach erschienen bei Rough Trade Records Woche um Woche Singles neuer Punkbands, die in den Jahren 1976 bis 1979 in England wie Pilze aus dem Boden schossen. Mit der Entdeckung von Bands wie The Smiths stieg Rough Trade schnell zu einem wichtigsten britischen Labels auf. Mitte der 1980er gründete Travis den Vertrieb Rough Trade Distribution, später in Zusammenarbeit mit Warner Bros. Records das Label Blanco y Negro Records.

Gegen Ende der 80er entwicklte sich Rough Trade Distribution zusehends schlechter, auch das Label litt darunter. 1994 schließlich musste Rough Trade Records Konkurs anmelden. Der Labelbetrieb wurde von Zomba Records weiter geführt, den Labelkatalog sicherten sich One Little Indian Records. Travis veröffentlichte weiterhin Platten unter Namen wie Trade 2 und Rough Trade Recordings, bis er gegen Ende der 1990er die Namensrechte zurückkaufte und ein neues Label unter dem alten Namen Rough Trade startete. Und wieder war Rough Trade ganz vorne und ist heute eines der renommiertesten Labels weltweit. Geoff Travis entdeckte mit The Strokes und The Libertines die zwei wichtigsten Bands des neuen Jahrtausends. (mehr)

Historische Ereignisse

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Veröffentlichungen


9. November

Artikel des Tages 9. November
The KLF sind sicherlich eine der außergewöhnlichsten Gruppen, die die Popgeschichte je hervorgebracht hat. Immer zugleich Performance-Künstler wie Pop-Band sind ihnen und ihrer fiktiven Dachorganisation The K Foundation eine ganze Reihe absurdester Ereignisse zuzuschreiben.

Jimmy Cauty und Bill Drummond, ein Genie hinsichtlich des myth-makings, vollbrachten sicherlich ihr Meisterstück am 23. August 1994. The KLF ließen überraschend nach einer Serie von Hits – darunter Last Train To Transcentral die bestverkaufte Single Europas in einem Jahr – verlauten, sie zögen sich aus dem Popgeschäft zurück und würden alle ihre Platten aus dem offiziellen Verkauf zurückziehen, ihren Back-Catalog also vernichten.

In der Nacht des 23. August 1994 ziehen sie mit einem Fahrer und einem Journalisten über die Insel Jura vor der Westküste Schottlands bis sie an ein Bootshaus gelangen und Bill Drummond 1 Million Pfund, ihr mit The KLF verdientes Geld, anzündet. Das Ereignis wird auf dem Dokumentarfilm Watch The K Foundation Burn A Million Quid festgehalten, mit dem sie im Laufe des nächsten Jahres durch England touren. Bei den Aufführungen unter Anwesenheit von Drummond und Cauty kommt es zu Beschimpfungen, fassungslosen Reaktionen und Handgreiflichkeiten, die, angereichert um Augenzeugenberichte und Essays drei Jahre später in dem Buch / Bildband K Foundation Burn A Million Quid veröffentlicht werden. Die Dokumentation, in Echtzeit gefilmt, dauert eine Stunde – so viel Zeit wird benötigt, Banknoten im Wert von einer Million Pfund ins Feuer zu schaufeln. ( mehr )

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