William DuVall

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William DuVall
William DuVall mit Alice in Chains
William DuVall mit Alice in Chains
Herkunft: Atlanta, Georgia, USA
Geboren: 6. September 1967 (52 Jahre)
Aktiver Zeitraum: seit 1983
Genres: Alternative Rock, Hardcore
Instrumente: Gesang, Gitarre
Labels: DVL Recordings
Bands:
Neon Christ
Madfly
Comes With the Fall
Alice in Chains

William DuVall ist Gründer, Gitarrist und Leadsänger der Alternative Rock-Gruppe Comes With the Fall. Seit 2006 ist er zudem neues Mitglied der reaktivierten Alice in Chains, deren Sänger Layne Staley zuvor verstorben war und deren Gitarrist Jerry Cantrell er bei dessen Soloarbeiten unterstützt hatte.

Biographie

Der 1967 geborene Sänger und Gitarrist William DuVall wurde in den 1980ern schon früh Bestandteil der Hardcore-Punk-Szene seiner Heimatstadt Atlanta in Georgia. Hier spielte er ab Anfang des Jahrzehnts in kurzlebigen Bands wie Awareness Void of Chaos oder Bl'ast und knüpfte Kontakte zu bekannteren Gruppen wie Corrosion of Conformity. Mit den 1983 gegründeten Neon Christ konnte dann ein Ensemble unter DuValls Mitwirken erstmals überregionale Aufmerksamkeit erregen, denn die politisch radikale Band erspielte sich ein Fanpublikum auch außerhalb ihrer Heimatstadt und brachte auch zwei Alben heraus. 1986 lösten sich Neon Christ auf, und neben weiteren Kurzzeit-Engagements sowie der Gründung eines eigenen Labels namens DVL Recordings verlegte sich DuVall ab Ende der Achtziger zunächst auf das Songwriting für andere Künstler. Mit dem von ihm mitgeschriebenen Titel I Know der Arrested Development-Sängerin Dionne Farris gelang ihm 1994 auch ein Hit. Die nächste Band in DuValls Portfolio nannte sich Madfly, die mit ihrem Glam-Pop nicht nur zwei landesweit vertriebene Alben aufnahm, sondern mit Drummer Bevan Davies und Gitarrist Nico Constantine auch den personellen Grundstock für die 1999 ins Leben gerufene Nachfolgeband Comes With the Fall beinhaltete. Der Sound der nunmehr in Los Angeles beheimateten und durch Bassist Adam Stanger vervollständigten Gruppe ging nun mehr deutlich in die Alternative-Hardrock-Ecke, und die Band hat bislang drei Studioalben, eine Liveplatte und eine EP veröffentlicht. In Los Angeles traf DuVall relativ rasch auf den Alice in Chains-Gitarristen Jerry Cantrell, dessen Hauptband sich aufgrund der Drogenabhängigkeit von Sänger Layne Staley seit geraumer Zeit im Stadium der Lähmung befand. Cantrell outete sich umgehend als Fan von DuValls Arbeit mit Comes With the Fall und engagierte den farbigen Sänger und Gitarristen nebst dem Rest von CWTF für seine eigenen Liveauftritte, während Cantrell seinerseits auch öfter die Bühne bei DuValls Bandauftritten enterte.

Diese freundschaftliche Zusammenarbeit sollte auf eine ganz neue Grundlage gestellt werden, als Layne Staley 2002 an den Folgen seiner Drogensucht verstarb und Alice in Chains danach eigentlich für aufgelöst erklärt worden waren. 2005 jedoch brachte die Tsunamikatastrophe in Südostasien die AiC-Mitglieder Jerry Cantrell, Sean Kinney und Mike Inez für ein Benefizkonzert wieder unter ihrem alten Bandnamen auf die Bühne, ergänzt durch prominente Gastsänger wie Scott Weiland, James Hetfield, Billy Corgan und eben auch William DuVall. Was zunächst eine einmalige Angelegenheit hatte sein sollen, gewann durch die sehr positive Chemie zwischen den überlebenden Alice in Chains-Mitgliedern und DuVall aber rasch eine neue Dynamik, und so wurde der Comes With the Fall-Musiker nach langen Diskussionen 2006 als offizielles neues Mitglied in die Band aufgenommen. Ohne dem durchaus vorhandenen äußeren Druck nachzugeben, machte sich das neue Lineup ans Touren und Schreiben von Songs für ein neues Album, das 2009 unter dem Titel "Black Gives Way to Blue" erschien. Darauf war DuVall bei einigen Stücken auch als Co-Autor und Leadsänger angegeben, und viele Fans lobten die Harmonie zwischen DuValls und Cantrells Gesang, der an die alten Staley-Tage erinnerte, ohne jedoch eine krampfhafte Neuauflage zu sein.