Soundcloud

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Soundcloud ist eine Musikerplattform, über die Musiker, Bands und Labels Audiodateien anbieten und vertreiben können und die die gesamte Bandbreite der Musik erfasst. Firmensitz ist in Berlin.

Geschichte und Aufbau

SoundCloud startete im August 2007. Der Künstler Alex Ljung und der Musiker Eric Wahlforss (Forss) hatten die Online-Plattform zu Anfang als einen Ort gedacht, an denen Musiker aller Sparten ihre Aufnahmen austauschen konnten. Heute ist SoundCloud so angelegt, dass die vorgestellte Musik allen zur Verfügung steht. Die hochgeladenen Tracks oder von Labels zusammengestellten Sets können kostenfrei angehört werden. Einzelne Sets und Tracks oder Stücke werden von den Musikern zum kostenfreien Download angeboten, der zuweilen auf 100 Downloads beschränkt ist. Zusätzlich gibt es die Möglichkeit, zu Verkaufsplattformen wie iTunes zu verlinken.

Viele Musiker, die vorher über MySpace ihre Musik präsentierten, wechselten schon einige Monate nach dem Start zu SoundCloud. Neben Bandcamp ist SoundCloud die wichtigste Promotion-Plattform für Independent-Künstler. Fans können die Stücke der Musiker kommentieren. Auf die Sekunde genau kann unterhalb des jeweiligen Tracks in einer Kommentarleiste zu einem Beat oder Loop ein Kommentar geschrieben werden kann, der beim Abspielen angezeigt wird. Die Suche innerhalb von SoundCloud wird auch mithilfe von Tags organisiert, bei denen die Künstler ihren Werken bestimmte Begriffe oder Genrebezeichnungen zuordnen können. Musiker und registrierte Fans können sich zu ihren Aktivitäten per Stream auf dem Laufenden halten und Gruppen eröffnen und ihnen beitreten. SoundCloud kann mit Twitter und Facebook kombiniert werden. Die Stücke können wie auf anderen Plattformen auch auf der eigenen Webseite eingebettet werden, die markanten orangen Balken sind entsprechend oft zu finden.

Im November 2011 hatte SoundCloud über 5 Millionen registrierte Nutzer. Seit Ende 2012 gibt es das zur Zeit so genannte „neue SoundCloud“. Die Dateien sind nicht mehr symmetrisch dargestellt, Tracks können auch bei weiterer Recherche zuende gehört werden und das Erscheinungsbild ist weitgehend neu arrangiert. Die Musikdateien sind jetzt auf einer einzigen Endlosseite untergebracht, dadurch ist die Plattform mehr auf die Möglichkeiten von Highspeed-Internetzugängen hin designt, für langsamere Internetverbindungen eignet sie sich nicht mehr ganz so gut.

Seit spätestens Mitte der Dekade kämpft SoundCloud mit Finanzierungsproblemen, die dazu führten, dass 2017 etwa die Hälfte der Mitarbeiter entlassen wurden. Die meisten Nutzer laden ihre Musik auf Grundlage des kostenfreien Einstiegsaccounts hoch. Seit Neuestem (September 2017) wird vor dem Hören mancher Files Werbung in einem kurzen Clip abgespielt. Also Vorsicht und nicht erschrecken.

Seit 2019 wird die Uploadfunktion deaktiviert, wenn das Uploadlimit einmal überschritten wurde. Die Umstellung auf Werbung wurde kaum vermittelt und findet derart statt, dass unregelmäßig dreißig Sekunden extralaute Werbung zwischen den Stücken läuft, ohne dass sie übersprungen werden kann. Seit Ende 2019 platziert Soundcloud drei willkürliche „Top Tracks“ auf den Profilen oben, wodurch die neuesten hochgeladen Tracks nicht mehr auf Anhieb zu sehen sind. Diese Schikane, die wohl dazu da sein wird, Soundcloud Pro nachdrücklich zu empfehlen, lässt bei den entsprechenden Profilen die Aufrufzahlen so dramatisch einbrechen, dass selbst Videoplattformen wie Youtube sich inzwischen eher empfehlen. Vielleicht ist Mixcloud eine Alternative?

Da SoundCloud mit Chrome, Safari, Firefox und Internet Explorer nur vier Browser erkennt, ist die Funktionalität der Webseite bei Smartphones, Mini Computern, Smart TV's und Tablets stark limitiert oder gar nicht vorhanden.

Weblinks