Sara DeBell

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Genre

Grunge, Easy Listening

Biographie

Sara DeBell ist in erster Linie durch eine CD in Erscheinung getreten, die den Höhepunkt des Früh-90er-Grunge-Hypes gleichzeitig verkörperte und persiflierte: "Grunge Lite" hieß die Platte, die 1993 auf C/Z – ausgerechnet dem Label, das mit "Deep Six" alles losgetreten hatte – erschien, und darauf zu hören war die Fusion aus zwei Musikstilen, die diametraler kaum gegenüberstehen konnten: Grunge und Easy Listening. Ein Strauß der beliebtesten Seattle-Melodeien, vom Nirvana-Klassiker Smells Like Teen Spirit über Alice in Chains' Them Bones und Hunger Strike von Temple of the Dog bis hin zu Mudhoneys Schmuddelhit Touch Me I'm Sick, wurde hier ohne Rücksicht auf Verluste durch die Heimorgel-Rhytmuspatterns gejagt, mit perlenden klassischen Gitarrenklängen und fiestesten Fahrstuhl-Muzak-Synthies unterlegt, bis man am Ende gar nicht mehr wußte, ob das alles jetzt ernst gemeint war oder doch nicht. Die Linernotes klärten dann allerdings doch zumindest ein wenig über die Intention der Urheberin auf: "Of all the idiotic bastardizations of the Seattle Thing, Grunge Lite is the most idiotic. Until the fragrance comes out, this is the acme of stupid." Insofern ist Sara DeBell geistesverwandt mit den zahlreichen Original-Seattle-Künstlern, wie sie etwa in Doug Prays Grunge-Panorama "Hype!" (auf dessen Soundtrack auch ein DeBell-Cover auftaucht) zwischen Kopfschütteln und Belustigung die Vermarktung eines Underground-Phänomens kommentieren.

Diskographie

Kompilationsbeiträge

Trivia

Referenzbands

Coverversionen

Sara DeBell covert...

Weblinks