Otto Laske

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Otto Laske (*1936 in Oleśnica, Schlesien, heute Polen) ist Musiker im Bereich der elektroakustischen Musik, der in seinen Arbeiten Musik und Lyrik miteinander verbindet. Bevor er sich der Musik zuwandte, war er Schriftsteller und Lyriker in deutscher und englischer Sprache (1955-1995).[1] Seit 2009 widmet er sich auch der Synchronisation von Musik und Bildern. Außerdem ist Laske Musikwissenschaftler und gilt als einer der Vorreiter der Kognitiven Musikwissenschaft, zu der er 1969 bis 1994 besonders zum Thema Künstliche Intelligenz veröffentlicht hat.[2]

Hintergrund

Nach dem zweiten Weltkrieg wuchs Laske in Deutschland auf und hörte ab 1963 die Vorlesungen zur Neuen Musik in Darmstadt. 1964[3] begann er, auf Grundlage von Paul Hindemiths Unterweisungen im Tonsatz, zu komponieren.[4] In Darmstadt traf er Karlheinz Stockhausen, György Ligeti, Gottfried Michael Koenig, Pierre Boulez und andere. Bei Konrad Lechner lernte er Mikro-Kontrapunkt.[5] 1966 half ihm Theodor W. Adorno bei der Emigration in die USA, um dort Computermusik zu studieren.[6]

<– Farewell to Los Angeles (2012)

At the center of this musicology stands a theory of composition in which the computer functions as the composer's Alter Ego.[7]

1966 erschien Abgesang an der Brandeis Privatuniversität in Waltham, USA, 1969 arbeitete Laske in Montreal, dann am Institut für Sonologie in Utrecht, wo er bis 1975 lebte. 1980 gründete er zusammen mit Curtis Roads die New England Computer Arts Association, die in Boston und Umgebung Veranstaltungen zur Computermusik organisierte. Nach deren Auflösung entstanden in den 1990ern einige Instrumentalwerke, weitere bis heute. Laske schreibt seine Musik Top Down:

"As an abstract thinker, I was also of the persuasion that one should plan compositions 'top down', by stipulating rules for how a score or set of sounds ought to be created, and not bother about details other than in continued rehearsal of listening to the results, -- Berg's 'Durchhören'." (Laske)[8]

Für seine algorithmischen Kompositionen verwendet er auch Projekt 1 / 2, ein Programm zur Unterstützung von KomponistInnen bei kompositorischen Entscheidungen, das von Gottfried Michael Koenig seit 1967 entwickelt wird.[9][10] Sein Verständnis von Algorithmischer Komposition: „Algorithmic composition is not a tool for ‘producing junk fast’“[11]

Einflüsse

Pierre Boulez, Gottfried Michael Koenig, Konrad Lechner, Karlheinz Stockhausen, Renato de Grandis, Paul Hindemith, ‪Horaţiu Rădulescu‬

Siehe auch

Algorithmische Komposition, Spektralmusik, Elektronische Musik, Schillinger-System, Aleatorik, Computermusik.

Diskografie

  • Treelink / Various - Electro Acoustic Music V, ‎CD Neuma Records, 1996
  • Meditations / Various - Computer-Musik (Box + LP, Album, Comp, Cle), IBM, 1984
  • Furies And Voices / Various - Electro Acoustic Music VI ‎ (CD, Comp), Neuma Records, 1999
  • Weitere online: [9] bei Otto Laske.com

Literatur

  • Sammlungen von Gedichten und Lyrik in deutsch und englisch (2010) [10] Frei bei Otto Laske.com
  • Jerry Tabor (1999), Hrsg. Laske / Tabor – Otto Laske. Navigating New Musical Horizons (Contributions to the Study of Music and Dance). Westport: Greenwood Press [11]
  • Laske, Otto (1999) – AI and music: A cornerstone of cognitive musicology, in M. Balaban, K. Ebcioglu, & O. Laske (Hrsg.) – Understanding music with ai: Perspectives on music cognition. Cambridge: The MIT Press.

Einzelnachweise

  1. Artist Bio [1] bei Otto Laske
  2. Artikel Cognitive musicology [2] bei der en.wiki
  3. Federico Placidi and Matteo Milani – An interview with Otto Laske (2011) [3] bei Unidentified Sound Object
  4. Biografie [4] bei archive.is
  5. ebd.
  6. ebd.
  7. Otto Laske (2005) [5] bei archive.is
  8. ebd.
  9. Otto Laske – Composition Theory in Koenig's Project One and Project Two (1981) [6] Computer Music Journal, MIT Press, bei jstor.org
  10. Projekt 1 / 2 [7] bei Koenigproject.nl
  11. Otto Laske – Algorithmic Composition with Project One: An Introduction to Score Synthesis (2003) [8] Computer Music Journal, MIT Press 1981, bei Otto Laske

Weblinks

  • Homepage [12] bei Otto Laske
  • Profil [13] Youtube-Kanal von Otto Laske
  • Startseite [14] "Wherever you are on your life path", als Coach für Führungskräfte bei Inter Developmentals
  • Michael Habecker (Zusammenstellung) – Integrales Forum. Ken Wilber Perspektiven in Theorie und Praxis (2013) [15] Zum Begriff und Wesen der Dialektik bei Otto Laske, Online-Journal des integralen Forums für die integrale Lerngemeinschaft (Online)

Links im Juli 2017.