M.I.A.

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M.I.A.
Herkunft: London, England
Geboren: 17. Juli 1977
Aktiver Zeitraum: seit 2004
Genres: Weltmusik, Grime, Hip-Hop, Dancehall, Electro, Baile Funk
Homepage: www.miauk.com

Mathangi "Maya" Arulpragasam wurde am 17. Juli 1977 in Hounslow (Westlondon, England), geboren. Im Alter von sechs Monaten zog sie mit ihrer Familie nach Sri Lanka, später, mit elf Jahren kehrte sie nach England zurück.

Der Künstlername M.I.A. ist eine Abkürzung und steht für Missing In Action. Dies ist eine Statusbezeichnung für einen Soldaten, über dessen Verbleib im Kampf keine weiteren Informationen bekannt sind, da er wahrscheinlich gefallen ist oder vermisst wird.

Geschichte

Während Maya in Sri Lanka aufwuchs, nachdem sie im englischen Exil geboren wurde, schloss sich ihr Vater der tamilischen Untergrundorganisation "Liberation Tigers of Tamil Eelam" an. Er (Arul Pragasam) wurde ein Anführer dieser Gruppe unter dem Namen "Arular", welches dann der Name ihres ersten Albums wurde.

Ende der achtziger Jahre schließlich flüchteten ihre Mutter mit ihrer Schwester und ihr wieder nach England, und Maya hörte in dieser Zeit (bis heute) selten Nachrichten von ihrem Vater. Sie besuchte eine Kunsthochschule und wurde für eine ihrer Arbeiten für den renommierten Turner-Prize nominiert. Dadurch wurde Justine Frischmann auf die Künstlerin aufmerksam und Maya erstellte das Artwork für das Album The Menace von Frischmans Band Elastica. Danach drehte sie einen Videoclip und eine Tour-Dokumentation mit der Band. Bei besagter Tour war auch Peaches mit dabei, die Maya dazu ermutigte, selber Musik zu machen. Sie nahm erste Demobänder auf, bei denen sie eigentlich nur notgedrungen sang, da sie keine geeignete Sängerin gefunden hatte. Mit diesen Bändern flog sie nach Philadelphia, um dort mit dem Produzenten Diplo ein Mixtape aufzunehmen. Dieses Mixtape "Piracy Funds Terrorism Vol. 1" verbreitete sich schnell im Internet, während sie schon in Verhandlungen mit XL Recordings zu ihrem ersten Album war.

Mit diesem Internet-Erfolg im Rücken konnte Maya für das Debüt-Album "Arular" dann Produzenten gewinnen, die nicht für jede Newcomerin arbeiten: Steve Mackey (Pulp), Ross Orton (Fat Truckers/Cavemen), Dave und Paul aka Switch und die jamaikanische Ms Thing halfen mit, ihrem Album eine wilde, schmuddelige Stimmung zu geben. Die Musik wagt einen großen Spagat, denn man kann den Krieg in Musik und ihren Texten hören: "It's a bomb, yo/Better run, yo/Put away your stupid gun, yo (Sunshowers)".

2006 arbeitete M.I.A. an ihrem zweiten Album "Kala" (diesmal benannt nach ihrer Mutter), das im August 2007 erscheint und u.a. von Switch, Diplo, Timbaland und Three 6 Mafia produziert wird. Als sie 2008 schwanger wird legt sie jedoch keine Schaffenspause ein, sondern kollaboriert mit mehreren Künstlern (u.a. N.A.S.A.), erlebt wie ihr Song Paper Planes zum (zensierten) Überraschungshit wird, wird für einen Oscar nominiert (für einen Song des "Slumdog Millionaire"-Soundtracks) und performt 2009 kurz vor der Geburt ihres Sohnes live bei den Grammies.

2008

Am 29. Juni 2010 soll ein neues Album erscheinen, das wieder mehr Gesang von ihr enthalten soll: "I just want to be real, whatever that is." Aufgenommen wurde mit dem Rapper und Produzenten Blaqstarr. [1] Das Album trägt den ungewöhnlichen (aber zeitgemäßen) Titel "/ \ / \ / \ Y / \". Das im Vorfeld erschienene Video (gedreht von Romain Gavras) zu Born Free sorgt aufgrund der Gewaltszenen und der politischen Aussage für einen Skandal.

Kollaborationen

Diskographie

Alben

Singles/EPs

Demos

  • M.I.A./Diplo - Piracy Funds Terrorism

Charts

Jahr Titel Charts
D UK US US Independent A CH S F NOR FIN AUS NZ
2005 Arular - - 190 16 - - 47 - 20 - - -
2007 Kala 93 39 18 - 74 74 18 117 22 38 46 -
2010 /\/\ /\ Y /\ 48 21 9 - - - - - - - - -
Singles
2007 Jimmy - 66 - - - - - - - - - -
2008 Paper Planes 76 19 4 - 51 - - - - - - -
2010 XXO - 26 - - - - - - - - - -

Jahrescharts

Jahr Titel Kritiker Charts Leser Charts
Spex NME Musikexpress Intro Pitchfork Rolling Stone Les Inrocks TMT Spex Intro
2004 Piracy Funds Terrorism Vol.1 12
2005 Arular 8 25 33 5 4 18 11 24 42
2007 Kala 1 7 12 2 3 16 10 22 26 29
2010 /\/\ /\ Y /\ 38
Singles
2004 Galang 4
2004 Sunshowers 36 21
2005 Bucky Done Gone 50 25 29
2007 Jimmy 5 17 30 29
2007 Paper Planes 12 4
2007 Boyz 41 21
2008 Paper Planes 8 33 45
2010 XXXO 2 29
2010 Born Free 11 33 33

All-Time-Charts

Piracy Funds Terrorism, Volume 1
Arular
Kala
The Top 500 Tracks of the 2000s (Pitchfork, 2009)
  • # 3 Paper Planes (Diplo Remix)
  • # 34 Galang
  • # 215 Bucky Done Gun

Kompilationsbeiträge

Trivia

  • Das Debüt-Album Arular wurde 2005 für den englischen Mercury Prize nominiert. Der Preis ging stattdessen an Antony and the Johnsons
  • Zu ihrem Song Sunshowers sollte Maya, nach einer Aufforderung von MTV, klarstellen, dass mit diesem Song nicht zu Terrorismus aufgerufen wird, während gleichzeitig Destiny´s Child "I need a soldier" sangen. Vielmehr wird in diesem Lied, nach eigenen Angaben, ihrem Cousin gedacht, der sich fünf Jahre zuvor in Colombo in die Luft sprengte
  • der Song Galang wurde in einem Honda Civic Spot verwendet

Referenzkasten

Arular:

  • der Albumtitel war der "Kriegsname" von M.I.A.s Vater

Kala:

  • der Albumtitel ist der Name von M.I.A.s Mutter
  • Bamboo Banger: enthält Samples von "Roadrunner" von The Modern Lovers
  • 20 Dollar: enthält Samples von "Where Is My Mind" von The Pixies
  • World Town: enthält Samples von "Hands Up, Thumbs Down" von Blaqstarr
  • Paper Planes: enthält Samples von "Straight To Hell" von The Clash

Referenzkünstler /-bands

Coverversionen

M.I.A. covert...

M.I.A. wird gecovert von...

Videoclips

Videographie

Weblinks

  1. Informationen zum neuen Album auf rollingstone.com