Les Hommes Qui Wear Espandrillos – Moto Fuzz

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Moto Fuzz
Les Hommes Qui Wear Espandrillos
Veröffentlicht: 2000
Label & Vertrieb: BluNoise Records
Albumlänge: 59:51 Min.
Produziert von: Guido Lucas und LHQWE
Genre: Noiserock
Formate: CD
Chronologie

1998220 Bowery

Moto Fuzz

2003Für eine Handvoll Euro

Andere:
2002Sonic Silence

"Moto Fuzz" ist das siebte Album der deutschen Noiserockband Les Hommes Qui Wear Espandrillos. Es erschien im Jahr 2000 auf BluNoise Records und wurde von Guido Lucas und der Band selbst produziert.

Zum Album

Nach dem Ausflug nach New York zur Hardcore-Produzentenlegende Don Fury, der aus dem sechsten Album der Les Hommes Qui Wear Espandrillos "220 Bowery" deren bislang tighteste und bestproduzierte Platte gemacht hatte, kehrten die westfälischen Noiserocker für LP Nummer 7 namens "Moto Fuzz" wieder in heimische Gefilde zurück. Genauer gesagt in das Heimstudio von Drummer Jörg A. Schneider, das dieser sich im heimischen Hückelhoven aufgebaut hatte und das nun kostengünstigere und vor allem weniger hektische Aufnahmen versprach als der Trip über den großen Teich. Die Produktion übernahm nun wieder die Band selbst gemeinsam mit Ex-Mitglied Guido Lucas, dessen Label BluNoise Records die Espandrillos weiterhin die Treue hielten. Durch das Vorgängeralbum hatte das Trio einen gewissen Popularitätsschub zu verzeichnen, was sich nun unter anderem in einem richtigen Promo-Etat und einer Videoclipproduktion zum Albumtrack The Beauty of Electric Light äußerte.

Klangmäßig blieb man den Errungenschaften des relativ straffen, vor allem an Helmet'schem Noisecore geschulten "Bowery"-Sounds größtenteils treu: Zwei Drittel der Tracks blieben auch hier wieder unter der Vier-Minuten-Grenze, mit Songs wie What If I und Wys/Wyg gab sich das Trio bei aller Riffgewalt erneut für ihre Verhältnisse geradezu catchy, und auch auf die zuletzt eingeführten Experimente mit Melodie und Gesangsharmonien wurde nicht verzichtet (Bassistin Yvonne Nußbaum kam erneut zum Einsatz hinterm Mikro, und Sänger/Gitarrist Markus Kreutzer wagte sich gar an "mehrstimmige" Einsätze wie bei End Of). Bei Stücken wie dem Opener As Deep as (Paranoia) waren schließlich gar elektronische Elemente oder, wie bei Call Me, Samples zu hören. Auf der anderen Seite kamen bei zähen Brocken wie This Is a Dream aber auch wieder die häßlichen, an Brötzmann'schem Gitarrenlärm geschulten Espandrillos von "Bloodfish" zum Vorschein, während das gewundene, kantige bis frei schwebende Feldman die Klangraum-Expeditionen aus "Kairo"-Tagen ins Gedächtnis rief. Texte und Gesang von Markus Kreutzer waren hingegen manisch-depressiv wie immer; unter anderem nahm der Frontmann Verfolgungswahn (As Deep as (Paranoia)), Todessehnsucht (End Of) und Sprachlosigkeit im Zeitalter der Massenmedien (Call Me) aufs Korn.

Die Musikpresse reagierte uneins auf "Moto Fuzz": Während die Platte im Visions zu einer der "Schönheiten der Ausgabe" gewählt wurde, warf das Intro der Band "Unschlüssigkeit" und "konstruierte Hooks" vor.[1] Zumeist wurde dem Album jedoch attestiert, seine Qualitäten bei wiederholtem Hören zu eröffnen.

Line-Up

Tracklisting

  1. As Deep as (Paranoia) (4:30)
  2. How to (Stop) (2:54)
  3. Adore (2:48)
  4. The Beauty of Electric Light (3:13)
  5. End Of (4:06)
  6. This Is a Dream (7:18)
  7. What If I (3:26)
  8. Wys/Wyg (3:54)
  9. Call Me (3:44)
  10. Moto Fuzz (3:16)
  11. The Consequence (3:08)
  12. Feldman (7:02)
  13. Done (4:08)
  14. LiLu (3:12)
  15. Shut (3:12)

Weblinks

Quellen

  1. Rezension bei intro.de