Lene Lovich

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Lene Lovich, geb. am 30. März 1949 als Marlene Premilovich, ist eine US-amerikanische Sängerin aus Detroit, USA.

Biografie

Lovich wurde als Tochter einer Engländerin und eines Jugoslawen in Detroit geboren. Als sie 13 war, ließen sich ihre Eltern scheiden und sie zog mit ihrer Mutter und ihren drei Geschwistern nach England. Mit 19 zog sie dann selbständig nach London, wo sie sich zunächst mit Gelegenheitsjobs durchschlug, ehe sie 1970 ein Bildhauereistudium auf der Londoner Central School of Art anfing. Das Studium entsprach jedoch nicht ihren Erwartungen – sie fühlte sich in ihrer Kreativität eingeschränkt und beendete es schließlich 1973. Allerdings lernte sie während dieser Zeit diverse Musiker kennen (darunter ihren späteren Bandkollegen Les Chappell), die sie dazu inspirierten, es selbst mit Musik zu versuchen. Aufgrund ihrer ungewöhnlichen Stimme gestaltete sich das jedoch zuerst schwierig. Über die nächsten fünf Jahre lernte Lovich diverse Instrumente, um überhaupt einen Platz in einer Band zu kriegen. Ihre Sangestalente trainierte sie in wenig anspruchsvollen Hotel-Bands. Darüber hinaus begann sie Songs zu schreiben, u.a. auch einige für den französischen Disco-Sänger Cerrone (darunter der Hit Super Nature). Selbst war sie auf einigen Singles der Band Diversion zu hören, in der sie gemeinsam mit Chappell spielte.

1978 nahm Lovich ein Demo des Bubblegumpop-Hits I Think We're Alone Now auf, das Dave Robinson, Chef von Stiff Records, in die Hände fiel. Robinson war begeistert und nahm die mittlerweile 29-jährige sofort unter Vertrag. 1979 hatte sie mit Lucky Number einen veritablen Hit in England, der sie zu einem der erfolgreichsten Acts bei Stiff machte. Tatsächlich konnten sich jedoch nur noch die beiden Nachfolgesingles in den britischen Top 40 platzieren.

1982 brachte sie das gemeinsam mit Chappell und Chris Judge Smith geschriebene Theaterstück Mata Hari auf die Bühne, in dem sie die Titelrolle spielte. Kurz darauf trennte sie sich von Stiff. Mehrere Jahre hörte man nichts mehr von Lovich, bis 1989 das Album "March" erschien. Dessen Leadsingle Wonderland sorgte für ein wenig Aufmerksamkeit in den US-Discos, hinterließ jedoch keine weiteren Spuren.

Nach 15 Jahren Pause erschien 2005 mit "Shadows And Dust" ein neues Album auf dem kleinen Indie-Label Stereo Society.

Genres

Post-Punk, New Wave.

Kollaborationen

  • mit The Residents: Picnic Boy auf "The Commercial Album" (1980)
  • mit Nina Hagen: Don't Kill The Animals auf der Benefiz-Compilation "Animal Liberation" (1987)
  • mit Erasure: Rage auf der Benefiz-Compilation "Tame Yourself" (1991)
  • mit Hawkwind: Angela Android auf "Take Me To Your Leader" (2005)

Diskografie

  • 1978 Stateless
  • 1979 Flex
  • 1982 No Man's Land
  • 1989 March
  • 2005 Shadows And Dust

Compilations

  • 1990 Stiff Years Volume 1
  • 1990 Stiff Years Volume 2
  • 1998 The Best Of Lene Lovich
  • 2004 Lucky Number: The Best Of Lene Lovich

Singles/EPs

  • 1978 I Think We're Alone Now
  • 1979 Lucky Number
  • 1979 Say When
  • 1979 Bird Song
  • 1979 What Will I Do Without You
  • 1980 Angels
  • 1980 The Night
  • 1981 New Toy EP
  • 1982 It's You, Only You (Mein Schmerz)
  • 1982 Blue Hotel
  • 1987 It's You, Only You (Mein Schmerz) (re-mix)
  • 1989 Wonderland

Charts

UK Alben

  • 1978 35 Stateless
  • 1979 19 Flex

UK Singles

  • 1979 3 Lucky Number
  • 1979 19 Say When
  • 1979 39 Bird Song

D Alben

  • 1979 39 Flex

D Singles

  • 1979 44 Bird Song

Trivia

  • Trotz zahlreicher Vergleiche mit Yoko Ono gibt Lovich an, dass sie nicht sonderlich von ihr inspiriert wurde.
  • Seit den späten 70ern ist sie mit Nina Hagen befreundet, mit der sie auch künstlerisch oft verglichen wurde.
  • Diese Vergleiche führten dazu, dass die Musikerin und Schauspielerin Ann Magnuson die beiden als "Lene Haagendaasovich" in einem Video parodierte.
  • Die Hauptrolle des Punk-Films "Breaking Glass" wurde nach Lovich gemodelt. Ursprünglich wollten die Produzenten, dass sie auch die Rolle spielt, Lovich lehnte jedoch gerade wegen der Ähnlichkeit ab. Die Rolle ging dann an Hazel O'Connor.
  • Lovich war 1972 auf dem Chuck-Berry-Konzert, bei dem dessen Nr.-1-Hit My Ding-A-Ling aufgenommen wurde. Berry animierte das Publikum, dazu mitzusingen und das tat auch Lovich – und hatte damit sozusagen ihr Platten-"Debüt".

Referenzbands

Coverversionen

Lene Lovich covert...

Lene Lovich wird gecovert von...

Weblinks

  • Homepage [1] bei lenelovich.net