Led Zeppelin – Led Zeppelin IV

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Led Zeppelin IV
Led Zeppelin
Veröffentlicht: 8. November 1971
Label & Vertrieb: Atlantic Records
Albumlänge: 42:25 Min.
Produziert von: Jimmy Page
Genre: Hardrock, Folkrock
Formate: LP/CD
Singles: 1971 Black Dog
1972 Rock and Roll
Chronologie

1970Led Zeppelin III

Led Zeppelin IV

1973Houses of the Holy

"Led Zeppelin IV" – auch "Four Symbols" oder "Zoso" genannt – ist das vierte Album der britischen Hardrock-Band Led Zeppelin. Es wurde von Dezember 1970 bis März 1971 aufgenommen, von Gitarrist Jimmy Page produziert und erschien im November 1971 auf Atlantic Records. Mit Stairway to Heaven enthält es Led Zeppelins wohl bekanntesten Song und zählt mit über dreißig Millionen verkauften Einheiten zu einem der erfolgreichsten Alben aller Zeiten.

Zum Album

Innerhalb von nur zwei Jahren waren die 1968 als Psychedelic-Blues-Combo namens New Yardbirds gestarteten Led Zeppelin zur größten Rockband der Welt geworden, hatten mit ihrem zweiten Album den Heavy Metal mit erfunden, um mit "Led Zeppelin III" dann einen deutlichen Schwenk Richtung Folk zu machen. Diese stilistische Uneindeutigkeit ärgerte die Kritiker, worauf das Quartett, durch millionenfache Plattenverläufe und ein nicht gerade geringes Selbstbewusstsein bestärkt, beschloss, sich von nun an gar nichts mehr sagen zu lassen. Ergebnis dieser trotzigen Einstellung war das im Herbst 1971 veröffentlichte vierte Album von Jimmy Page, Robert Plant, John Paul Jones und John Bonham, das nicht einmal mehr einen Namen trug, sondern das Plattencover (auf dem vorne das an einer Wand hängende Bild eines alten Mannes mit Reisigbündel auf dem Rücken, hinten eine deprimierende Großstadtfassade abgebildet war) für sich sprechen ließ. Im Beiblatt fand sich einerseits die Zeichnung eines weisen Eremiten auf einem Berg, auf der Rückseite die Songtitel sowie vier ominöse grafische Symbole. Diese sollten die vier Bandmitglieder repräsentieren, so dass sich bald der Spitzname "Four Symbols" oder "Zoso" (nach dem Jimmy Page zugeordneten Piktogramm, das wie eben jene Buchstabenfolge aussah) oder schlicht "Led Zeppelin IV" für das Album einbürgerte.

Musikalisch stellte die Platte die Essenz und Weiterentwicklung des bisherigen Zeppelin-Schaffens dar, indem sie mit den beiden Singles Black Dog und Rock and Roll nach vorne gehende Riffrockstücke ebenso enthielt wie die seit "Led Zeppelin III" prominent gewordenen Einflüsse aus Folk (das aus keltischer Folklore inspirierte The Battle of Evermore, bei dem Robert Plant im Duett mit Fairport Convention-Sängerin Sandy Denny zu hören ist) und orientalischen Klangwelten (Four Sticks). Going to California war ein reines Akustikstück, in dem Plant von bedrohten Hippie-Idealen singt, während Misty Mountain Hop abermals auf Tolkien-hafte Fabeln verwies. Die unzweifelhaft wichtigsten zwei Stücke des Albums waren aber zum einen When the Levee Breaks, das auf einem alten Blues von Memphis Minnie basiert und zu einer Hardrock-Nummer mit hoher Durchschlagskraft (John Bonhams Schlagzeugintro wurde seitdem x-mal gesamplet) wurde, und zum anderen das Stück, mit dem Led Zeppelin im Zweifelsfall wohl immer noch identifiziert werden: Stairway to Heaven. Dieser achtminütige Song begann als zarte Akustiknummer mit einem typisch mysteriös-mythologischen Plant-Text, steigerte sich dann allmählich in Tempo und Instrumentierung, bis er in einem ekstatischen Page-E-Gitarrensolo kulminierte. Stairway to Heaven wurde verschiedentlich zum größten Rocksong aller Zeiten gewählt, wurde andererseits aufgrund seiner Allgegenwart aber auch zu einem der klischeebeladensten Rockstücke überhaupt, wie sich nicht nur am Schild mit der Aufschrift "No Stairway to Heaven!" im Gitarrenladen von "Wayne's World" ablesen ließ. Selbst Robert Plant distanzierte sich später von dem Radio-Dauerbrenner und Hochzeitssoundtrackklassiker, den die Band trotz starken Drängens von Atlantic Records nicht als Single auskoppeln wollte.

"Led Zeppelin IV" jedenfalls, obwohl es Platz 1 der US-Albumcharts knapp verfehlte, wurde zum größten Plattenerfolg von Led Zeppelin und zu einem der meistverkauften und einflussreichsten Rockalben aller Zeiten. Allein in den USA wurden über 23 Millionen Kopien der Platte verkauft, weltweit gingen bis heute über 32 Millionen Einheiten über den Ladentisch. Mit ihren "Four Symbols" waren Led Zeppelin endgültig im Rock-Olymp angekommen und sollten sich von nun an vorerst mit der Ausweitung ihrer Lifestyle- und Drogenexzesse beschäftigen.

Line-Up

Tracklisting

Seite A
  1. Black Dog (4:54)
  2. Rock and Roll (3:40)
  3. The Battle of Evermore (5:51)
  4. Stairway to Heaven (8:02)
Seite B
  1. Misty Mountain Hop (4:38)
  2. Four Sticks (4:44)
  3. Going to California (3:31)
  4. When the Levee Breaks (7:07)

Weblinks