La Loora

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La Loora
Herkunft: West-Berlin, Deutschland
Aktiver Zeitraum: seit 1981 bis 1987
Genres: Avantgarde
New Wave
Labels: Kartell
Virgin
Line-Up:
Split - Vocals, Keyboards

Achim Amandowicz ("Amando") - Guitar
Volker Schönbühler ("Doktor Kaduk") - Saxophone, Keyboards

Uwe Hoffmann - Drums

La Loora war eine deutsche Postpunk und Avantgarde-Band aus Berlin-Kreuzberg die sich 1981 gegründet hat.

Bandgeschichte

Der Schlagzeuger Uwe Hoffmann hatte vorher bei den Punkbands Ffurs und Evil Kids gespielt. Als er danach bei White Russia mitwirkte lernte er den aus Hamburg stammenden Achim Amandowicz kennen. Der heutige Künstler und Schriftsteller Split (Gesang und Keyboard) kam ursprünglich aus Bochum. Der Videofilmer Water Gramming soll als gleichberechtigtes Bandmitglied beteiligt gewesen sein.

1984 kommt Florence von Gerkan (heute Kostümbildnerin und Professorin an der Berliner UDK) als Sängerin zu La Loora. 1985 spielt die Band ein Konzert im Rahmen der Biennale 1985 in Paris von dem auch Live-Aufnahmen existieren sollen. Im selben Jahr verlassen Split und Uwe Hoffmann die Band. La Loora machen zunächst mit Gastmusikern weiter. Die letzte Platte erscheint 1987. Der Schlagzeuger Uwe Hoffmann war Produzent von Die Ärzte und Schlagzeuger bei Farin Urlaubs Band King Kong. Volker Schönbühler spielt heute bei ZNS.

Gudrun Keil hat für das Scritti-Fanzine Heft 4/1982 geschrieben:
Das Erste, was ich von LA LOORA wahrgenommen habe, waren ihre, an die zahlreichen Berliner Hauswände gesprühten Graffitis. Auf dem Atonal-Festival in Berlin im November 1981 im SO36 brach LA LOORA wie ein Schlag aus heiterem Himmel über das noch schon Bekannte herein und entfachte in den Reihen des Publikums wahre Begeisterungsstürme, die die bisher gänzlich unbekannte Gruppe zu mehreren Zugaben zwangen. So etwas passiert einer neuen Band hierzulande nur selten. Wenn diese 4 Jungs so weiterwirbeln, könnten sie unter Umständen zu einer neuen Kultgruppe avancieren.
Aus den Reihen der Dilettanten wurden sie mit Skepsis begutachtet. Denn bei LA LOORA - das wurde einem ziemlich schnell klar - handelt es sich um Leute mit musikalischer Tradition und handwerklichem Können. Personen auf der Suche nach Schubladen, fragen sich, ob dies nun Free-Jazz sei, andere waren der Meinung, es handle sich um Psychedelic. Wie dem auch sei, für mich war der Überraschungsangriff von LA LOORA gerade auch im Zusammenhang jenes atonalen Festivals deshalb interessant, weil sich hier Schrägheit und Phantasie mit Power und handwerklicher Versiertheit in einem erfrischenden Klangbild vereinten. Der Gittarist Amandowicz benutzt die Gitarre schräg, aber nicht zufällig. Amandowicz, der sich im Gespräch als Kopf der Band erweist, steht auf der Bühne nicht so sehr im Vordergrund. Sie Szene beherrscht der Sänger SPLIT in schier atemberaubender Weise. Tunes against Cicilisation steht auf einem LA LOORA-Aufkleber als Motto zu lesen. SPLIT erzählt, dass er eigentlich Schrifststeller sei, dass ihm seine Texte wichtig seien, in der neuesten Ausgabe der Zeitschrift Freibeuter (Zeitschrift) erscheint Literarisches von SPLIT.

Veröffentlichungen

Alben

Singles und EPs

  • Reseda Revel (LP, Dossier) 1986
  • To Reinforce The Puzzling Effect Or To Intensity The Enigamatical Impression (Cassette, 235)
  • Finally(7", Virgin, Kartell) 1984
  • Water Into Wine(12", 235) 1985

Videos

Weblinks