Kyuss

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Kyuss
Herkunft: Palm Desert (CA), USA
Aktiver Zeitraum: 1989 bis 1995
Genres: Stonerrock
Labels: Dali Records, Elektra
Man's Ruin
Line-Up:
Josh Homme (Gitarre)
John Garcia (Gesang)
Scott Reeder (Bass ab 1993)
Alfredo Hernandez (Schlagzeug ab 1995)
Ehemalige Mitglieder:
Chris Cockrell (Bass, bis 1990)
Nick Oliveri (Bass 19901993)
Brant Bjork (Schlagzeug bis 1994)

Kyuss waren eine der wegbegründenden Bands des Genres Stonerrock und wurden nach ihrer Auflösung zur Keimzelle unzähliger weiterer Bands.

Bandgeschichte

Kennengelernt haben sich Kyuss wie so viele andere auch in der Highschool. Ende der 80er spielten sie auf den sogenannten "Generator Partys", die, von Mario Lalli begründet, in der Wüste außerhalb Palm Deserts mit Hilfe eines Dieselgenerators stattfanden. Daraus entstand zunächst die Band "Sons Of Kyuss", welche aber schnell zu "Kyuss" abgekürzt wurde. Kyuss ist übrigens ein gottähnlicher Charakter aus dem Fantasy-Spiel "Dungeons & Dragons", die Sons Of Kyuss sind sein Gefolge. Allerdings haben Kyuss in vielen Interviews immer wieder betont, dass sie den Bandnamen einfach nur wegen des coolen Klangs gewählt haben. Die EP „Sons Of Kyuss“ erschien in einer Mini-Auflage auf Vinyl und war nur lokal erhältlich. 1990 nahm Dali Records, ein Sublabel von Chameleon, Kyuss unter Vertrag. Noch bevor das erste Album veröffentlicht wurde, verließ Chris Cockrell die Band und wurde durch Nick Oliveri ersetzt.

Das 1991 erschienene Album „Wretch“ konnte nicht den erwünschten Erfolg erzielen und wird auch heute noch oft als zu roh bezeichnet, da es punkiger klingt als die folgenden Alben.

Beim Touren hatten Kyuss Chris Goss kennen gelernt, der anbot, das nächste Album (und wie sich zeigte, auch die folgenden) zu produzieren.

Auch „Blues For The Red Sun“ bringt nicht den erhofften kommerziellen Erfolg; noch dazu meldet Dali Records 1992 Insolvenz an und geht in den Besitz von Elektra, wiederum eine Division von Warner und vorheriger Vertrieb von Dali, über. Während der Aufnahmen zum dritten Album verlässt Nick Oliveri die Band und Scott Reeder kommt dazu. Durch die komplizierte Rechteweitergabe von Dali zu Elektra verzögert sich die Veröffentlichung des dritten Albums um ein ganzes Jahr, was die Band stark zermürbt.
1994 wird endlich das Album „Sky Valley“ veröffentlicht, welches durch das Cover-Bild auch als „Welcome To Sky Valley" oder durch den fehlenden Seitenaufdruck des Titels als „Kyuss" bekannt ist. Es gilt als das beste Kyuss-Album und besteht aus drei Abschnitten, was ihm den Ruf eines Konzeptalbums einbrachte. Bei einer Tour durch Deutschland wird im Marquee Club in Hamburg der Live-Mitschnitt „Live At The Marquee Club" aufgenommen, der einer Limited Edition der deutschen Albumveröffentlichung beiliegt.

Nach der Tour verlässt Brant Bjork aus persönlichen Gründen die Band; Alfredo Hernandez, von den Wüsten-Jams und aus gemeinsamen Bands mit Scott Reeder bekannt, wird neuer Schlagzeuger. Das letzte Album wird von einer Festival-Tour begleitet (Kyuss spielen u.a. auf dem Bizarre Festival in Köln und dem Dynamo in Holland (von dem Bizarre-Auftritt existieren beeindruckende Live-Videos, die Rockpalast filmte).

Im Oktober 1995 löst sich die Band auf und verteilt ihr musikalisches Erbe auf etliche weitere Bands. Im Dezember 2005 singt John Garcia bei einem Queens Of The Stone Age-Konzert zu drei Kyuss-Liedern.

Im Jahr 2009 geht John Garcia unter dem Motto "Garcia Plays Kyuss" mit weiteren, eher weniger bekannten Musikern auf Tour, um die alten Kyuss-Klassiker live aufzuführen. Neben Garcia besteht die Band aus folgenden Musikern: Jacques de Haard (Agua de Annique, Celestial Season), Rob Snijders (Agua de Annique, Kong, Celestial Season) und Bruno Fevery (Arsenal, Monza). Bei einigen Konzerten spielte auch Brant Bjork bei ein paar Songs Schlagzeug, sodass bereits 50% vom original Kyuss-Line-Up auf der Bühne standen. Die Garcia Plays Kyuss-Shows generierten letztlich so positive Resonanz (in Europa mussten Auftritte in größere Hallen verlegt werden), dass 2010 eine Dreiviertel-Reunion des Original-Lineups mit Garcia, Nick Oliveri und Brant Bjork angekündigt wird, diesmal unter dem Titel "Kyuss Lives". Statt Josh Homme bedient wieder Bruno Fevery die Gitarre.

Noch überraschender als die Tatsache, dass Garcia wieder zusammen mit Bjork und Oliveri auf der Bühne stehen wird, war die Ende 2010 bekanntgegebene Meldung, dass die vier Musiker mit dem Projekt Kyuss Lives! auch ein neues Album geplant haben.[1]

Kollaborationen

Diskographie

Alben
Singles/EPs
Bootlegs

Charts

Jahr Titel Charts Kritiker Charts Leser Charts
D Musikexpress Kerrang! Visions
1992 Blues For The Red Sun - - 3 -
1994 Sky Valley 74 - 7 16
1995 …And the Circus Leaves Town 45 33 - 4
Singles
1996 Fatso Forgetso - - - 10

All-Time-Charts

Sky Valley
…And the Circus Leaves Town
Blues For The Red Sun

Kompilationsbeiträge

Referenzkasten

  • Space Cadet (Sky Valley) ist der Titel eines Science-Fiction Jugendromans (1948) von Robert A. Heinlein, der beschreibt, wie zwei Jungs zu Weltraum-Offizieren ausgebildet werden. Das Wort selbst tauchte wohl schon 1945 in den USA auf und war ein herabsetzend gemeinter Begriff für "Weltraumspinner".
  • Nick Oliveris Soloprojekt Mondo Generator ist nach einem Kyuss-Lied benannt.
  • Auch der Name der Queens Of The Stone Age rührt aus Kyuss-Zeiten. So soll Chris Goss bei den Aufnahmen zu "Blues For The Red Sun" zu Kyuss gesagt haben: "Oh man, you guys really sound like the queens of the stone age".
  • Das amerikanische Stonerrock-Label Molten Universe hat sich nach einem Track von "Blues For The Red Sun" benannt, eine Band auf diesem Label heißt Demon Cleaner, nach einem Track von "Sky Valley"

Referenzbands

Fu Manchu, Dozer, 35007, Nebula, The Mushroom River Band

Coverversionen

Kyuss covern...

Kyuss werden gecovert von...

Videoclips

MP3s

  • Hier gibt's mehrere mp3s

Weblinks


  1. http://www.visions.de/news/13693/Kyuss-Lives-Neues-Album-geplant