Iron Maiden

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Iron Maiden
Iron Maiden
Iron Maiden
Herkunft: London, England
Aktiver Zeitraum: seit 1975
Genres: Heavy Metal, New Wave of British Heavy Metal
Labels: EMI, Universal, Sanctuary, Epic, Columbia, Portrait, Capitol
Homepage: IronMaiden.com
Line-Up:
Bruce Dickinson: Gesang (1981–1993, seit 1999)
Dave Murray: Gitarre (1976, seit 1977)
Adrian Smith: Gitarre (1980–1989, seit 1999)
Janick Gers: Gitarre (seit 1990)
Steve Harris: Bass
Nicko McBrain: Schlagzeug (seit 1982)
Ehemalige Mitglieder:
Paul Day: Gesang (1975-1976)
Terry Rance: Gitarre (1975-1976)
Dave Sullivan: Gitarre (1975-1976)
Ron Matthews: Schlagzeug (1975-1977)
Dennis Wilcock: Gesang (1976–1977)
Paul Di'Anno: Gesang (1978–1981)
Blaze Bayley: Gesang (1993–1999)
Bob Sawyer: Gitarre (1976)
Tony Parsons: Gitarre (1979)
Dennis Stratton: Gitarre (1980–1981)
Tony Moore: Keyboard (1977)
Doug Sampson: Schlagzeug (1977–1979)
Clive Burr: Schlagzeug (1979–1982)

Die 1975 gegründeten Iron Maiden sind eine der wichtigsten, einflussreichsten und langlebigsten Heavy Metal-Bands aller Zeiten. Mit ihrer Verknüpfung von klassischem Siebziger-Metal mit der Energie und der Schnelligkeit des Punkrock war die Gruppe aus London einer der Wegbereiter der New Wave of British Heavy Metal der frühen 1980er Jahre.

Bandgeschichte

Die wahlweise nach dem mittelalterlichen Folterinstrument der "eisernen Jungfrau" oder der britischen Premierministerin und "Iron Lady" Margaret Thatcher benannten Iron Maiden kamen 1975 auf Initiative des Bassisten – und heute einzigen verbliebenen Urmitglieds – Steve Harris in London zusammen, um das Erbe der klassischen Hardrock- und Proto-Metal-Bands wie Led Zeppelin, Deep Purple und Black Sabbath aufzunehmen und bald mit dem aufkommenden Punkrock zu verbinden. Bis Ende der Siebziger etablierte sich die Band mit rasch wechselnder Besetzung als erfolgreicher Live-Act, und auch das Bandmaskottchen "Eddie" – ein Metal-Fan-Zombie, der bis heute jedes Maiden-Plattencover ziert und in jeder Liveshow der Band auftaucht – war damals schon mit dabei. 1979 unterzeichnete die Gruppe, die damals neben Harris aus Sänger Paul Di'Anno, den beiden Gitarristen Dave Murray (der hernach ebenfalls bis heute im Lineup bleiben sollte) und Dennis Stratton sowie Drummer Clive Burr bestand, einen Vertrag mit EMI und brachte 1980 ihr selbstbetiteltes Debütalbum heraus. Der Erfolg stellte sich recht unmittelbar ein, da Iron Maiden nicht nur mit Metal-Größen wie Kiss, UFO und Judas Priest auf Tour gingen, sondern dank der Single Running Free gar als erste Band seit The Who ohne Playback bei Top of the Pops spielten. Mit dem zweiten Album "Killers" folgte ein weiterer entscheidender Besetzungswechsel, denn nicht nur Gitarrist Stratton musste seine Platz für den auch heute wieder amtierenden Adrian Smith räumen, sondern es kam auch für den immer unzuverlässiger werdenden Di'Anno der neue Sänger Bruce Dickinson zu Iron Maiden. Mit diesem Lineup nahm die Band 1982 ihr von vielen als bestes betrachtetes, auf jeden Fall aber weltweiten Erfolg bringendes Album "The Number of the Beast" auf, das sich mehr als eine Million Mal verkaufte. 1982 war schließlich auch das Jahr, in dem mit Nicko McBrain auch der bis heute für die Band trommelnde Schlagzeuger hinzukam.

In den weiteren 1980er Jahren bauten Iron Maiden ihren Status als eine der führenden Metal-Bands aus und nahmen mit "Piece of Mind" und "Powerslave" weitere Erfolgsalben auf. Die mit Gitarren-Synthesizern experimentierenden Platten "Somewhere in Time" (1986) und "Seventh Son of a Seventh Son" (1988) riefen dagegen Kritik aus den Reihen der puristischen Headbanger hervor, obwohl sie immer noch höchste Chartplatzierungen erreichten. Da die Stiländerung selbst innerhalb der Band umstritten war, wunderte es nicht, dass das Personalkarrusell sich wieder zu drehen begann: Zuerst ging Adrian Smith, der durch Janick Gers ersetzt wurde, und 1993 schmiss auch Bruce Dickinson den Brocken hin, nachdem er 1990 noch mit der von ihm geschriebenen Maiden-Single Bring Your Daughter to the Slaughter für den ersten und einzigen Nummer-Eins-Singlehit der Bandgeschichte gesorgt hatte. Mit dem folgenden neuen Sänger Blaze Bayley sollten Iron Maiden den Rest der Neunzigerjahre als krisenhafte Zeit erleben, da erstens Bayley Probleme mit der Rezitation der alten Dickinson-Stücke hatte und zweitens der Stilwechsel in Richtung düsterer Klänge von den Fans nicht goutiert wurde.

Die Rückkehr sowohl Bruce Dickinsons ans Mikro als auch Adrian Smiths an die Gitarre (Janick Gers durfte als dritter Gitarrist weitermachen) im Jahre 1999 wurde daher allseits mit Erleichterung aufgenommen, und das Reunion-Album "Brave New World" samt der Single Wicker Man wurde wieder ein großer Erfolg. Der dabei gespielte klassische Sound wandelte sich aber schon beim 2003er Album hin zu mehr Progressive Rock-artigen Strukturen, die wiederum für nur geteilte Begeisterung sorgten und auch auf dem jüngsten Studioalbum "The Final Frontier" von 2010 beibehalten wurden. Den Status Iron Maidens als eine der legendärsten Bands in der Geschichte des Heavy Metal konnte aber auch diese Stiländerung nicht schmälern.

Diskographie

Alben
  • 1980 Iron Maiden
  • 1981 Killers
  • 1982 The Number of the Beast
  • 1983 Piece of Mind
  • 1984 Powerslave
  • 1986 Somewhere in Time
  • 1988 Seventh Son of a Seventh Son
  • 1990 No Prayer for the Dying
  • 1992 Fear of the Dark
  • 1995 The X Factor
  • 1998 Virtual XI
  • 2000 Brave New World
  • 2003 Dance of Death
  • 2006 A Matter of Life and Death
  • 2010 The Final Frontier

Referenzbands

Weblinks