Hip Hop

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Abgrenzung
Ursprünge: Soul, Funk
Herkunft: USA
Zeitraum: seit Ende der 1970er/Anfang der 1980er
Anders als: Rap


Hip Hop bezeichnet nicht ausschließlich eine Musikrichtung, sondern bildet (als Rap und DJing), gemeinsam mit weiteren Elementen wie dem Breakdance, dem Beatboxing, dem Graffiti und der Philosophy eine Subkultur.

Einführung und Geschichte

Ursprünge

Die Ursprünge des Hip Hop liegen in der musikalischen Kultur der US-Afrikaner der 1970er Jahre. Es gibt aber auch Wurzeln, die bis nach Afrika zurückreichen. Als erste Hip-Hop-Platten gelten im Allgemeinen King Tim III der Fatback Band und Rapper's Delight (beide 1979) der Sugarhill Gang. Der erste große Rapstar war Kurtis Blow.

1980er Jahre

Schon zu Beginn der 80er Jahre wurde Hip Hop kommerziell vermarktet, mit Blondies Rapture und Falcos Der Kommissar entstanden die ersten weißen Hip-Hop-Nummern, die Platz eins bzw. drei der US-Charts erreichten. Als erstes Hip-Hop-Album gilt Grandmaster Flashs The Adventures Of The Wheels Of Steel(1981). Afrika Bambaatas (Planet Rock) Sound war mit den schnellen Drumcomputer-Beats wegweisend für den späteren Elektro.

1986 verband das Crossover-Stück Walk This Way von Run DMC mit Aerosmith zum ersten Mal Hip Hop und Rockmusik, in die Nähe der Rockmusik begaben sich auch die Beastie Boys mit Fight For Your Right (To Party). Ende der 1980er läuten Public Enemy mit ihrem hochpolitischen Conscious Hip Hop die Ära der New School ein.

1990er Jahre

Mit dem Auftreten von N.W.A. und Public Enemy begann das Zeitalter des Gangsta-Rap. Immer mehr Künstler aus Los Angeles wie Boo-Yaa T.R.I.B.E., Dr. Dre, Snoop Doggy Dogg und 2Pac treten hervor, die Westcoast macht der Eastcoast als Zentrum des Hip Hop Konkurrenz. Die Fehde zwischen Ost- und Westküste (wobei die Zuordnung nicht immer streng geographisch war) wurde durch den kommerziellen Höhenflug, den Hip Hop in den 90ern erfuhr, noch verstärkt. Als im September 1996 2Pac und ein halbes Jahr später Notorious B.I.G. erschossen wurden, brach der „Krieg“, von dem keiner mehr wusste, worum er sich eigentlich drehte, in sich zusammen.

Musikalisch wurden in der zweiten Hälfte der 90er die Beats durch Einflüsse von Reggae und Dancehall, aber auch aber auch Oldschool-Hip-Hop komplexer, Hip Hop wuchs enger mit Soul und R'n'B zusammen.

International tut sich seit Mitte der 1990er Jahre einiges: In den französischen Banlieues von Paris und Marseille entsteht der Hip Hop von Mc Solaar oder IAM, der Deutsche Hip Hop (als erster deutscher Rapper gilt im Allgemeinen Torch) wird auch kommerziell erfolgreich.

Seit 2000

Seit der Jahrtausendwende tun sich abseits der East- und Westcoast neue Zentren des Hip Hop, wie der Dirty South und Detroit (Heimat von Eminem und D12 auf. International interessant: der britische (The Streets, Roots Manuva, Ty), der brasilianische (Rio Funk) und der afrikanische Hip Hop.

Wichtige Akteure, Alben und Songs

Wichtige Akteure:

Wichtige Alben:

  • Grandmaster Flash - The Adventures Of The Wheels Of Steel (1980)
  • Public Enemy - It Takes A Nation Of Millions To Hold Us Back (1998)
  • A Tribe Called Quest - The Low End Theory (1991)
  • Beastie Boys - Ill Communication (1994)

Wichtige Songs

  • Grandmaster Flash - The Message
  • Afrika Bambaata - Planet Rock
  • Beastie Boys/Aerosmith - Walk This Way


Wichtige Labels

DefJam, Bad Boy Records, Grand Central Records, Doggystyle Records, EastWest Records, Anticon, Buback Tonträger, Plattenmeister

Literatur

  • Krekow, Steiner, Taupitz: „Das Hip Hop Lexikon“, Berlin, 1999
  • Light, Alan (Hrsg.), „The VIBE History of Hip Hop.“, New York, 1999
  • Verlan, Sascha; Loh, Hannes, „20 Jahre HipHop in Deutschland“, Höfen, 2002
  • Toop, David, „Rap Attack. African Jive bis Global Hip Hop“, St. Andrä-Wördern, 2000

Zeitschriften

Filme

  • "Wild Style", (Regie: Charlie Ahearn), USA, 1982.
  • "Beat Street", (Regie: Stan Lathan), USA, 1984
  • "Style Wars"“, (Regie: Tony Silver, Produzent: Henry Chalfant), USA, 1983.
  • "8 Mile", (Regie: Curtis Hanson), USA, 2002
  • "Get Rich Or Die Tryin'", USA, 2005