Hildegard Knef

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Hildegard Knef (* 28. Dezember 1925 in Ulm; † 1. Februar 2002 in Berlin) war eine deutsche Schauspielerin , Chansonsängerin und Schriftstellerin.

Biographie

Hildegard Frieda Albertine Knef wurde 1925 als Tochter eines Prokuristen in Ulm geboren. Ein Jahr später starb ihr Vater an Syphilis und sie zog mit ihrer Mutter nach Berlin. Im Alter von 15 Jahren begann sie eine Ausbildung als Trickfilmzeichnerin bei der UFA. Parallel dazu studierte sie Schauspiel an der Babelsberger Filmhochschule. Erste Erfolge erreichte sie in der Nachkriegszeit durch Filme, wie „Die Mörder sind unter uns“ (1946) und „Film ohne Titel“ (1948). In „Die Sünderin“ (1950) spielte sie eine Prostituierte mit einer harmlosen Nacktszene gegen Ende des Films. Es folgten vernichtende Kritiken und ein Vorführverbot in Bayern. In den USA, in die sie 1950 übersiedelte, sah man das etwas anders und sie wurde zum internationalen Star. Ab 1952 folgten etliche Hollywood-Produktionen und sie feierte in Cole Porters Musical „Silk Stockings“ (1954) ihre Broadway-Premiere. Zurückgekehrt nach Deutschland wirkte sie in ein paar weniger beachteten Filmen mit und startete eine zweite Karriere als Sängern. 1962 erschien ihr Debütalbum „So oder so ist das Leben“. Zehn weitere Soloalben und eine unüberschaubare Vielzahl an Samplern, Compilations und Best-Ofs folgten. 1968 wurde sie als „beste deutschsprachige Sängerin“ ausgezeichnet und erhielt mehrere Goldene Schallplatten für über drei Millionen verkaufter Exemplare. 1970 veröffentlichte die Knef ihren autobiographischen Roman „Der geschenkte Gaul“ an dem sie mehrere Jahre geschrieben hatte und landete auf Platz 1 der Verkaufscharts. Das Buch wurde in 17 Sprachen übersetzt und auch international ein Verkaufserfolg. 2000 ehrte man die bereits von ihrer Krankheit gezeichnete Knef mit dem „Echo“ der deutschen Musikindustrie, ein Jahr später folgte der „Bambi“ für ihr Lebenswerk, das insgesamt 39 Filme, 11 Langspielplatten, mehrere Bücher und zahlreiche Gemälde umfasst. Sie starb am 1. Februar 2002 an den Folgen einer Lungenentzündung.

Diskographie

Alben
  • 1955: Cole Porter: „Silk Stockings“ (RCA)
  • 1961: Hildegard Knef spricht Jean Cocteau: „Die geliebte Stimme“ (Deutsche Grammophon)
  • 1963: Die Dreigroschenoper: Die Original-Filmmusik (Decca)
  • 1963: So oder so ist das Leben (Decca)
  • 1964: Hildegard Knef (Decca)
  • 1965: Hildegard Knef spricht und singt Tucholsky (Decca)
  • 1966: Ich seh die Welt durch deine Augen (Decca)
  • 1967: Halt mich fest (Decca)
  • 1968: Träume heißen du – Hildegard Knef singt Cole Porter (Decca)
  • 1969: Love for Sale (Decca)
  • 1970: Knef (Decca)
  • 1970: Hildegard Knef liest „Der geschenkte Gaul“ (Decca)
  • 1971: Worum geht’s hier eigentlich? (Decca)
  • 1972: Und ich dreh’ mich nochmal um (Philips)
  • 1972: Texte, geschrieben und gelesen (Philips)
  • 1974: Ich bin den weiten Weg gegangen (Philips)
  • 1975: Das Urteil: Hildegard Knef liest aus ihrem Roman (Philips)
  • 1975: Applaus (Philips)
  • 1976: Bei dir war es immer so schön (Philips)
  • 1977: Lausige Zeiten (Philips)
  • 1978: Heimweh-Blues (Philips)
  • 1978: Überall blühen Rosen: Große französische Chansons – deutsch interpretiert (Philips)
  • 1979: Eins & Eins (Philips)
  • 1980: Da ist eine Zeit … (Philips)
  • 1999: 17 Millimeter (Red Moon/nucleus)
  • 2002: The Reform Sessions (popup/Universal)
live
  • 1966: die neue Knef – Tournee LIVE (Decca)
  • 1968: knef concert (Decca)
  • 1980: Tournee, Tournee … (Philips)
  • 1988: Concert: Ihre größten Erfolge (Sonia)

Coverversionen

Hildegard Knef covert …

  • L'important c'est la rose von Gilbert Bécaud (als Überall blühen Rosen auf „Überall blühen Rosen“, 1978)
  • Et maintenant von Gilbert Bécaud (als Was wird aus mir auf „Überall blühen Rosen“, 1978)
  • Le plat pays von Jacques Brel (als Mein flaches Land auf „Überall blühen Rosen“, 1978)
  • Amsterdam von Jacques Brel (auf „Überall blühen Rosen“, 1978)
  • La bohème von Charles Aznavour (auf „Überall blühen Rosen“, 1978)
  • Tu te laisses aller von Charles Aznavour (als Mein Ideal auf „Überall blühen Rosen“, 1978)
  • La vie en rose von Edith Piaf (als Überall blühen Rosen auf „Überall blühen Rosen“, 1978)

Hildegard Knef wird gecovert von …

Weblinks