Dirk Budde

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Mess
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Geboren: 26. Mai 1974 (46 Jahre)

Dirk Budde ist Autor und Musikwissenschaftler und macht als Mitzi "Yakuza"" Mess bei Müll Records Musik. Schreibt unter anderem als UU-ji hier. Die Zeit ist der Ort und der Ort ist auch der Ort. Die Welt ist eine Maschine, das weiß jeder, aber nicht immer, weil meist etwas ganz anderes oder an etwas ganz anderes gedacht wird, das ist also eine Frequenz – mal ist sie eine Maschine und dann ist die Maschine wieder weg. Vorsicht und Plötzlichkeit sind Ereignisse in der Zeit, aber wo die Zeit der Ort ist, keine Angst! Alles Aufgezeichnete vernichten! Nur noch nebenbei aufnehmen. Wenn vom Jahnstadion her die Zuschauer beim Tor am Johlen sind und das tönt hier rüber, dann werden nun Drohnen eingesetzt, die den Schall von da nach hier bringen. Im Tempo und in der Übertragungsqualität macht das keinen Unterschied, aber jetzt sieht man sie!

Was bleibt, wenn man ein Buch gelesen hat? Inhaltliches oder nicht vielmehr, soweit viel vergessen wird, eine Art Einstellung – die Möglichkeit von Sprache eher als Sprache selbst.

Stillstand und Bewegung und dazwischen des Menschen Geist, Sinn, Aufmerksamkeit. Stillstand und Bewegung tauschen einander aus, sobald die Aufmerksamkeit einen der Pole adressiert. Wird der Stillstand adressiert, beginnt er sich zu bewegen, wird Bewegung adressiert, wird sie stillgestellt. Das macht die Erwartung. Körper und Geist des Menschen wirken dazwischen wie ein Prisma, aus dem die Vielfalt der Welt entsteht. Als per se mehr oder weniger umrissene Positionen im Nichts ergibt der Austausch von Bewegung und Stillstand, wo sie durch die Moleküle hindurch müssen, der Steuerung verdächtigte Frequenzen, die an Tinniti erinnern. Eine flexible Oszillation, die prismatisch als Selbstoszillation der Pole wahrgenommen und empfunden wird. Dass das so ist, erzeugt Angst als Unwissenheit vor dem vorher nicht Gewussten als auch vor der Nichterfassung der genauen Tonhöhen. Während nun die Moleküle unten erstens größer sind und zweitens weiter voneinander entfernt, weil die sich in der Überzahl befindlichen, kleineren Moleküle von oben nach unten drücken (die unten somit auseinanderdrücken) und die Pole oszillieren, fallen manchmal Moleküle aus der Überzahl der von oben dazwischen und machen ganz eigene Töne, wie binggg ... bong ... bong ... So verhält sich das. Die Angst des prismatischen Geistes aber ist die Angst vorm Vergessen, weshalb er die Körperlichkeit zum Speichern konstruiert. Siehe dazu auch die Antike Atomtheorie (Leukipp, Demokrit, Epikur), wo sich das ähnlich verhält. Atome befinden sich natürlich nah an der Hörschwelle, deshalb ziehe ich es vor, hier das Verhalten von Molekülen zu erörtern. Da ist ein Gerangele und Gerempele ... Mit den Atomen verhält sich das in etwa so, dass, wenn alle Atome strikt in ihrer Bahn fallen und manche dann abweichen und mit anderen zusammenstoßen, die entsprechenden Atome langsamer fallen als die anderen. Daraus entstehen dann die Moleküle und so weiter bis hin zur schwebenden Welt in all ihrer Vielfalt.

Was das Sprachspiel von Geburt als Urteilsgebung betrifft, ermöglicht es einen Horizont, der das Geworfensein in die Welt in Frage stellt, sondern man war schon immer in der Welt.

Schon die Tatsache, dass andere mit anderem Namen eine „Klippe des Solipsismus“ konstatieren, könnte mich von meinen solipsistischen Gedanken abrücken lassen.

Vor dem Mut die Gemütlichkeit, die Angebote, die die Welt mir zum Gelächter vorm guten Lachen macht, beseitigen – das ist eine Aufgabe. Sich vor dem Erfolg nicht in die Hölle jubeln lassen.

Was einem Kraft und Zeit raubt, ist nicht nur die Sexualität, sondern auch die Erotik. Sie absorbiert das Selbst in die Welt hinein. Da bin ich doch einigermaßen überzeugt von. So sehe ich aus. Der Körper ist Zeichen der Vergänglichkeit, aber irgendwann ersetzt das Wort Veränderlichkeit das Wort Vergänglichkeit.

Die Dekonstruktion entkräftet nicht die Konstruktion davor, dekonstruieren heißt nicht wegkonstruieren.