Dirk Budde

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Mess
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Geboren: 26. Mai 1974 (46 Jahre)

Ich suche eine Land-WG möglichst mit Internetanschluss irgendwo in Europa, die noch ein Zimmer oder einen Bauwagen zu vermieten hat. Auch für ein Jahr oder länger im Tausch gegen eine 1-1/2-Zimmer-Wohnung in Berlin, Prenzlauer Berg. MimmiMess@t-online.de . I'm looking for a commune if possible with internet access in the countryside somewhere in Europe to exchange my apartment in Berlin, Prenzlauer Berg, with someone for a year or so. January 2021.

Dirk Budde ist Autor und Musikwissenschaftler und macht als Mitzi "Yakuza"" Mess bei Müll Records Musik. Schreibt unter anderem als UU-ji hier. Die Zeit ist der Ort und der Ort ist auch der Ort. Die Welt ist eine Maschine, das weiß jeder, aber nicht immer, weil meist etwas ganz anderes oder an etwas ganz anderes gedacht wird, das ist also eine Frequenz – mal ist sie eine Maschine und dann ist die Maschine wieder weg. Vorsicht und Plötzlichkeit sind Ereignisse in der Zeit, aber wo die Zeit der Ort ist, keine Angst! Alles Aufgezeichnete vernichten! Nur noch nebenbei aufnehmen. Wenn vom Jahnstadion her die Zuschauer beim Tor am Johlen sind und das tönt hier rüber, dann werden nun Drohnen eingesetzt, die den Schall von da nach hier bringen. Im Tempo und in der Übertragungsqualität macht das keinen Unterschied, aber jetzt sieht man sie!

Auf der Suche nach dem Wesen der Objektivität frage ich mich: Woher kommt es, dass es so etwas gibt, wie Trennendes und Verknüpfendes. Etwas, das in seiner absoluten Objektivität meinen Anspruch an Objektivität übersteigt. Wenn meine Urteile doch Vorurteile sind, stünden zuletzt doch Urteile, die meine wären, aber immer noch von einer solchen Objektivität als Horizont jenseits meines Wesens überstiegen. Woher kommt meine Unzufriedenheit? Von der Feindlichkeit kann sie nicht kommen, wo die Feindlichkeit doch eine Feindlichkeit mir gegenüber wäre. Den Antrieb zur Bewegung, den kann ich mir als physiologische und psychologische Notwendigkeit vorstellen. Aber nicht darüber hinaus. Was bedeutet mir da das Mitgefühl? Das Objektive wäre vielleicht das, wo alles stimmt, weil es Grundlage und Auffang für die Fehler des Menschen wäre. Dafür, dass es das Subjektive, zum Beispiel den Menschen, überhaupt gäbe. Nicht das stimmige System, versteht sich. Weder die Mathematik noch den Klang, die Informatik oder den Text. Absichtslosigkeit ist sicher eine Voraussetzung, was das Verstehen von Objektivität betrifft. Objektivität wäre nur in Systemen zu finden? Aber was beschreibt die Systeme dann und was erweitert sie? Dass Systeme über eine Eigendynamik verfügen, kann als gewaltsame Spekulation verstanden werden, wo sich das im Grunde nicht nachweisen lässt. Wo ist die Gabel? Wo ist die Gabel!? Wo ist die Gabel!!?

Mit dem Untergang der Welt ist die Musik untergegangen und es hat sie niemals jemals wirklich gegeben. Weder Bach, noch Mozart oder Beethoven. Das waren reine Projektionen.

weniger tun, weniger denken, weniger wollen, weniger affekte haben und langeweile lernen. gelassenheit lernen und warten bis die sprachlichkeit versiegt ist. nicht versuchen, etwas zu verstehen oder erklären. alle geschichten unbeachtet lassen, alle grimassen, die einem gezogen werden.

Was das Sprachspiel von Geburt als Urteilsgebung betrifft, ermöglicht es einen Horizont, der das Geworfensein in die Welt in Frage stellt, sondern man war schon immer in der Welt.

Weitere Aphorismen und Einsichten:

  • Dekonstruktion entkräftet nicht die Konstruktion davor, dekonstruieren heißt nicht wegkonstruieren.
  • Das ist dem Humor eigen: Humor fängt an, wo das Leid aufhört.
  • Wenn mich jetzt keiner liebt, dann ists für heute zu spät.
  • Nur die Liebenden sind in der Commedia dell'Arte ernstzunehmen.
  • Alles fällt, wenn auch nur sehr langsam.
  • Der Mond klingt nicht, wie eine Kniegeige, sondern er klingt überhaupt nicht.
  • Von der Geschichte hinter der Geschichte wird nicht so sehr gesprochen, weil sie redundant ist. Und wir versuchen, Redundanzen zu vermeiden.
  • Sprache ist im Leben ein System, ob sie es im Tode noch ist, das ist die Frage.
  • Fantasien kann ich lieben, Täuschungen nicht.
  • Solange ich noch fehlbar bin, ist nichts gewonnen.
  • Anatomie 1: Der Penis zieht das Blut, wenn er sich aufrichtet, vom Hirn her ab. Irgendwo muss es ja herkommen.
  • Wenn so ein Leben 10.000 Jahre alt ist, dann ist es ihm grad egal, was kommt oder was geht.
  • 9 von 10 Gedanken, die ich habe, werfe ich weg.
  • Wenn man keine Geschichten hat, dann ist die schönste Liebe nichts wert.