Bohren & der Club of Gore: Unterschied zwischen den Versionen

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Nach ihren Alben '''Gore Motel''' und '''Midnight Radio''' verlässt Gründungsmitglied Reiner Henseleit die Band und wird durch Christoph Clöser ersetzt. Etwa zur gleichen Zeit wechselt die Band zum frisch gegründeten [[Hamburg]]er Label [[Wonder]]. Ihre Musik hat schon seit '''Gore Motel''' nichts mehr mit [[Heavy Metal]] oder Hardcore zu tun, vielmehr bekommt sie eine [[Jazz|jazzige]] Komponente und wird immer langsamer. Das Merkmal der Langsamkeit durchzieht auch ihre weiteren Veröffentlichungen bis zum 2005 veröffentlichten '''Geisterfaust''', wobei auch die Instrumentierung immer sparsamer eingesetzt wird (so taucht das z.B. ehemals so charakteristische Saxofon erst im letzen Lied des Albums auf). Mit jedem neuen Album geht die Band dabei immer noch weiter als bei dem vorherigen. Das Tempo der Lieder wurde von etwa 34 bpm auf 22 bpm bei „Daumen“ (Geisterfaust) gesenkt. Bis schließlich so gut wie keine Melodien mehr zu finden sind. „Das neue Album ist noch ereignungsloser als die vorigen, und die waren schon sehr ereignisarm.“ (Christoph Clöser)
 
Nach ihren Alben '''Gore Motel''' und '''Midnight Radio''' verlässt Gründungsmitglied Reiner Henseleit die Band und wird durch Christoph Clöser ersetzt. Etwa zur gleichen Zeit wechselt die Band zum frisch gegründeten [[Hamburg]]er Label [[Wonder]]. Ihre Musik hat schon seit '''Gore Motel''' nichts mehr mit [[Heavy Metal]] oder Hardcore zu tun, vielmehr bekommt sie eine [[Jazz|jazzige]] Komponente und wird immer langsamer. Das Merkmal der Langsamkeit durchzieht auch ihre weiteren Veröffentlichungen bis zum 2005 veröffentlichten '''Geisterfaust''', wobei auch die Instrumentierung immer sparsamer eingesetzt wird (so taucht das z.B. ehemals so charakteristische Saxofon erst im letzen Lied des Albums auf). Mit jedem neuen Album geht die Band dabei immer noch weiter als bei dem vorherigen. Das Tempo der Lieder wurde von etwa 34 bpm auf 22 bpm bei „Daumen“ (Geisterfaust) gesenkt. Bis schließlich so gut wie keine Melodien mehr zu finden sind. „Das neue Album ist noch ereignungsloser als die vorigen, und die waren schon sehr ereignisarm.“ (Christoph Clöser)
  
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Die [[Spex]] schrieb zu ihrem Album '''Black Earth''' über die Musik: „schwarz, schwärzer, Bohren“ und es geht „...um [[Sade]], die in der Hölle angekommen ist.“
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Die [[Spex]] schrieb zu ihrem Album '''Black Earth''' über die Musik: „schwarz, schwärzer, Bohren“ und es geht „...um [[Sade]], die in der Hölle angekommen ist.“ Geradezu unglaublich sind die Wege des Saxofonspielers im Video ''Midnight Black Earth'' oben links ab Minute 4:48, zum Dur zu kommen: [https://www.youtube.com/watch?v=RaatMdW9vXE&amp=&t=288] bei ''Youtube''
  
 
== Genre ==
 
== Genre ==

Aktuelle Version vom 17. März 2020, 14:11 Uhr

Bohren wurden namentlich 1992 in Mülheim an der Ruhr gegründet & der Club of Gore 1993.

Bandgeschichte

Seit 1988 schon spielten Thorsten Benning, Morten Gass, Robin Rodenberg und Reiner Henseleit zusammen in diversen Heavy / Hardcore / Metal-Bands wie Chronical Diarrhoea, 7 Inch Boots und Macabre Farmhouse. Ab 1992 etwa nannte man sich Bohren, wobei die Band ihre Musik zu dieser Zeit als metalbasierten Hardcore beschreibt. 1993 veröffentlichen sie ihre erste EP und fügen ihrem Namen den Zusatz Club of Gore an, wobei Gore eine von ihnen verehrte, niederländische Instrumentalband ist.

Nach ihren Alben Gore Motel und Midnight Radio verlässt Gründungsmitglied Reiner Henseleit die Band und wird durch Christoph Clöser ersetzt. Etwa zur gleichen Zeit wechselt die Band zum frisch gegründeten Hamburger Label Wonder. Ihre Musik hat schon seit Gore Motel nichts mehr mit Heavy Metal oder Hardcore zu tun, vielmehr bekommt sie eine jazzige Komponente und wird immer langsamer. Das Merkmal der Langsamkeit durchzieht auch ihre weiteren Veröffentlichungen bis zum 2005 veröffentlichten Geisterfaust, wobei auch die Instrumentierung immer sparsamer eingesetzt wird (so taucht das z.B. ehemals so charakteristische Saxofon erst im letzen Lied des Albums auf). Mit jedem neuen Album geht die Band dabei immer noch weiter als bei dem vorherigen. Das Tempo der Lieder wurde von etwa 34 bpm auf 22 bpm bei „Daumen“ (Geisterfaust) gesenkt. Bis schließlich so gut wie keine Melodien mehr zu finden sind. „Das neue Album ist noch ereignungsloser als die vorigen, und die waren schon sehr ereignisarm.“ (Christoph Clöser)

Midnight Black Earth, 2002       Patchouli Blue, 2020

Die Spex schrieb zu ihrem Album Black Earth über die Musik: „schwarz, schwärzer, Bohren“ und es geht „...um Sade, die in der Hölle angekommen ist.“ Geradezu unglaublich sind die Wege des Saxofonspielers im Video Midnight Black Earth oben links ab Minute 4:48, zum Dur zu kommen: [1] bei Youtube

Genre

Doom-Jazz

Line-Up

Diskografie

Alben

Singles/EPs

Weitere [2] bei Discogs

Jahrescharts

Jahr Titel Kritiker Charts Leser Charts
Spex Intro The Silent Ballet Spex
1997 Midnight Radio
41
2000 Sunset Mission
11
13
2002 Black Earth
16
25
2005 Geisterfaust
42
2008 Dolores 1
Singles
1995 Bohren/Wald Split 7"
15
2008 Unkerich 16

Trivia

  • Mark Sikora erhielt 2000 den MuVi-Preis für das Video zu „Prowler“ vom Album Sunset Mission. „Midnight Black Earth“, auch von Mark Sikora, konnte 2003 den 2. Platz bei den MuVi Online-Awards erreichen.
  • Mike Patton hat persönlich bei Bohren & der Club of Gore wegen der USA-Lizensierung für „Black Earth“ angefragt.

Coverversionen

Bohren & der Club of Gore covern...

Weblinks