Atlantic Records

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Atlantic Records
Genres: R'n'B, Jazz, Pop, Rock
Ort: New York
Aktiver Zeitraum: seit 1947
Vertriebe: Stax
Homepage: AtlanticRecords.com

Atlantic Records wurden 1947 von Ahmet Ertegün gegründet und entwickelten sich zum größten Independent-Label der USA. Heute gehört Atlantic zur Warner Music Group.

Geschichte

Die Söhne des türkischen Botschafters in New York, Nesuhi und Ahmet Ertegün, gründeten im Jahr 1947 das Plattenlabel Atlantic Records und bauten einen festen Mitarbeiterstab von Komponisten, Arrangeuren, Produzenten und Aufnahmetechnikern auf. Zunächst konzentrierte man sich auf den Markt für Rhythm and Blus sowie Doo Wop und konnte schon bald Charterfolge mit Acts wie den Drifters, Clovers oder Big Joe Turner feiern. Auch Ray Charles gehörte schon früh zum Roster von Atlantic, dessen Chef Ahmet Ertegün sich auch als Komponist für seine Labelacts betätigte. In der aufkommenden Rock'n'Roll-Ära gelang zwar nicht das Signing eines gewissen Elvis Presley (dessen Manager Colonel Tom Parker 45.000 Dollar für seinen Schützling forderte – damals zuviel für Ertegün), aber doch von anderen Erfolgsinterpreten wie den Coasters (Yakety Yak), Ben E. King (Stand by Me), Bobby Darin (Splish Splash) und Ruth Horn. In den 1960er Jahren musste das Label zunächst den Abgang einiger seiner Zugpferde verkraften, konnte aber dafür andere Soul-Größen wie Solomon Burke und Wilson Pickett unter Vertrag nehmen. Ab Mitte der Sechziger positionierten sich Atlantic Records nicht nur politisch (auf Seiten der Bürgerrechtsbewegung für die Gleichberechtigung der Schwarzen in den USA), sondern erweiterten auch ihr stilistisches Repertoire auf "weiße Rockbands": Mit Cream, Iron Butterfly, den Bee Gees und vor allem Led Zeppelin hatte das Label die künstlerische wie kommerzielle Speerspitze des Sixties-Rock unter seinen Fittichen. In den frühen 70ern kamen die Rolling Stones, Yes und Genesis dazu.

Allerdings hatten Atlantic Records vor dieser Rock-Invasion mit erheblichen finanziellen und personalen Schwierigkeiten zu kämpfen, die letztlich 1967 in einem Verkauf der Plattenfirma an Warner Brothers mündete. Seitdem hat Atlantic noch öfter den Besitzer gewechselt, existiert aber nach wie vor als Label. Seit den 1980ern kamen weitere musikalische Felder wie Heavy Metal, HipHop und Grunge dazu. 2006 starb Firmengründer Ahmet Ertegün im Alter von 83 Jahren.

Zum aktuellen latent Indie-affinen Bandroster von Atlantic Records zählen unter anderem Billy Talent, Bush, Death Cab for Cutie, Missy Elliott, Get Cape. Wear Cape. Fly, Hadouken!, Hard-Fi, Jet, Kelis, Louis XIV, Magic Lanterns, Portugal. The Man und Trans-Siberian Orchestra.

Literatur

  • Gillett, Charlie: Making Tracks. Atlantic Records and the Growth of a Multi-Billion-Dollar Industry. St. Albans: Panther Books, 1975.

Weblinks