Alice in Chains – Facelift

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Facelift
Alice in Chains
Veröffentlicht: 21. August 1990
Label & Vertrieb: Columbia
Albumlänge: 54:15 Min.
Produziert von: Dave Jerden
Genre: Grunge, Metal
Formate: LP, CD
Singles: 1990 – We Die Young
1990 – Man in the Box
1991 – Bleed the Freak
1992 – Sea of Sorrow
Chronologie

Facelift

1992Dirt

Andere:
1992SAP

"Facelift" ist das Debütalbum der US-amerikanischen Grungeband Alice in Chains. Es erschien 1990 auf Columbia Records und wurde von Dave Jerden produziert. "Facelift" war das erste Album einer der größeren Bands aus Seattle, das mit einer Goldenen Schallplatte ausgezeichnet wurde.

Zum Album

Das vormalige Sleaze-Funk-Metal-Quartett Alice in Chains hatte sich zunächst mit der Vorab-EP "We Die Young" als beachtenswerte Rockband aus der Major-mäßig bis dato nur zögerlich erschlossenen Musikszene von Seattle empfohlen. Im Spätsommer 1990 legte die Gruppe dann ihr erstes Studioalbum namens "Facelift" nach, das Alice in Chains noch vor Soundgarden (die bereits 1989 mit ihrer zweiten LP "Louder Than Love" ihr Majordebüt abgeliefert hatten), den mit "Bleach" noch arg krachigen Nirvana oder den noch nicht einmal formierten Pearl Jam als kommerzielle und mediale Speerspitze des so genannten Grunge-Rocks etablierte. Ihre Anziehungskraft auf Plattenkäufer, Kritiker und nicht zuletzt MTV-Zuschauer bezogen Alice in Chains auf "Facelift" mit einer Mischung aus scharf-metallischen Tracks wie We Die Young, I Can't Remember oder dem von der Band auch in der Seattle-Beziehungskomödie Singles aufgeführten It Ain't Like That auf der einen Seite und zäh-depressiven Songs wie Love, Hate, Love oder Sea of Sorrow auf der anderen Seite. Daneben waren in Songs wie Put You Down oder I Know Somethin (Bout You) aber auch noch deutlich die Hair Metal-Wurzeln der Vorgängerbands Sleze und The Diamond Lie herauszuhören. Die Singleauskopplung Man in the Box entwickelte sich zum Zugpferd des Albums und etablierte auch das Trademark der Band, nämlich Sänger Layne Staleys Organ zwischen dunklem Grollen und oktavumspannenden Schreien, das sich mit dem weniger aggressiven Gesang von Gitarrist und Hauptsongwriter Jerry Cantrell in einer besonderen Harmonie verband. Das Video zur Single wurde von MTV schließlich in die Tagesrotation aufgenommen und bescherte Band und Album zusätzliche Aufmerksamkeit, so dass "Facelift" in der Folge nahezu sagenhafte vierhunderttausend Einheiten verkaufte und Alice in Chains für einen Grammy nominiert wurden.

"Facelift" gilt als einer der Türöffner für den weltumspannenden Erfolg des Konzepts Grunge, das mit dem Release von Nirvanas "Nevermind" und Pearl Jams "Ten" ab Ende 1991 zur vollen Entfaltung kommen sollte. Für Alice in Chains bedeutete das Album einerseits einen großen Schritt beim Aufstieg zur Rock-Elite der Neunziger, trug mit seinem Erfolg und den weiträumigen Tourneen – unter anderem mit Slayer, Anthrax, Extreme und Iggy Pop – andererseits aber auch zur Verschlimmerung von Layne Staleys Drogenabhängigkeit bei, welche die Band immer weiter lähmen und letzten Endes zu Staleys Tod führen sollte.

Line-Up

Tracklisting

  1. We Die Young (2:32)
  2. Man in the Box (4:46)
  3. Sea of Sorrow (5:49)
  4. Bleed the Freak (4:01)
  5. I Can’t Remember (3:42))
  6. Love, Hate, Love (6:26)
  7. It Ain’t Like That (4:37)
  8. Sunshine (4:44)
  9. Put You Down (3:16)
  10. Confusion (5:44)
  11. I Know Somethin (Bout You) (4:22)
  12. Real Thing (4:03)

Singles

Weblinks