Alexander Hacke

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Alexander Hacke
1980
1980
Herkunft: Westberlin, Deutschland
Geboren: 11. Oktober 1965 (53 Jahre)
Aktiver Zeitraum: seit 1979
Genres: Avantgarde
Instrumente: Gesang, Gitarre, Bass
Bands:
Einstürzende Neubauten (seit 1980)
Hitman's Heel (seit 2005)

Alexander Hacke ist ein Berliner Avantgarde-Musiker und Mitglied der Einstürzenden Neubauten.

Biografie

Alexander Hacke lernte als Kind vom seinem Großvater Schlagzeug spielen. Mit 13 Jahren gründete er 1979 Blässe die erstmals beim „Antifaschistischen Festival"“ an der TU-Berlin im gleichen Jahr auftraten und spielte bei PI/E Gitarre. 1979 experimentierte er mit seinem Duophonen Korg, Rhytmusmaschine, Gitarre und Bass. 1980 ging er mit Blässe und der New Yorker Performancekünstlerin Arleen Schloss auf Tournee und spielte in Wien, München und Düsseldorf. Er wurde erst Soundtechniker und 1980 Gitarrist der Einstürzenden Neubauten. Im gleichen Jahr veröffentlichte er unter dem Namen Alexander von Borsig die Kassette „Das Leben ist Schön“ auf Blixa Bargelds Label Eisengrau. 1981 veröffentlichte er eine weitere Kassette, „Borsig-Werke“, auf Cassettencombinat und wurde Mitglied bei Sprung Aus Den Wolken. 1982 arbeitet er mit der Los Angeles Free Music Society zusammen und veröffentlichte die 12" „Hiroshima“ auf dem Hamburger Label Super Max. Außerdem produzierte er Die Ichs und Schlaflose Nächte. 1981 und 1984 bis 1986 spielt Hacke in der Band Mona Mur, 1986 wird er außerdem Mitglied bei Crime And The City Solution. Seit 1992 schrieb Hacke mehrere Filmsoundtracks und tauchte auf diversen Alben als Studiogitarrist auf. Desweiteren produzierte er die ein oder andere Band. 1993 gründet Hacke die Jever Mountain Boys. Nachdem FM Einheit die Band verlassen hatte, wechselte er bei den Einstürzenden Neubauten an den Bass.

2003 produzierte Hacke die Roma-Band Selim Sesler für den Soundtrack zu Fatih Akins Film Gegen die Wand (O.S.T.). Außerdem war er zwei Jahre danach für die Musikproduktion von Fatih Akins Dokumentation über Istanbuls Musikszene Crossing The Bridge verantwortlich. In dem Film ist er auch zu sehen. Im gleichen Jahr startete er die Performance-Serie Bada-Bing, die in Berlin 12mal aufgeführt wurde.

2010 verließen er und seine langjährige Weggefährtin und Ehepartnerin Danielle de Picciotto Berlin, um ein nomadisierendes Globetrotterleben zu führen, etwas von der Welt zu sehen und viele interessante Leute kennenzulernen. Im Verlauf dieses Unterwegsseins wandten sich beide vom Alkohol ab und der veganen Ernährung zu. Yoga und Meditation unterstützten bei beiden die Hinwendung zu einer veränderten Lebensführung. Auf dem als Hackedepicciotto veröffentlichten zweiten Meditationsalbum Joy vom Mai 2018 ergab sich zudem eine freundschaftliche Nähe zu einem frühen Mitglied des New Yorker Ablegers der Hare-Krishna-Sekte, sodass beim Paar Hackedepicciotto mittlerweile von zwei wiedergeborenen Hippies die Rede sein kann.

Bands

  • Blässe (1979-1980)
  • Einstürzende Neubauten (bis 1995 Gitarre, dann Bass)
  • Mona Mur, 1981/82 und 1984 bis 1986
  • Crime & The City Solution, seit 1986
  • Jever Mountain Boys, seit 1993

Solo-Diskografie

  • 2005 Sanctuary (CD, Koolarrow in S.F.)
  • 2001 Fieber – Tagebuch Eines Aussaetzigen (CD, Hörbuch mit Gedichten gelesen von Klaus Kinski)
  • 1992 Filmarbeiten (CD, Our Choice/Rough Trade Distribution)
  • 1982 Hiroshima (12", Super Max)
  • 1981 Borsig-Werke (Kassette, Cassettencombinat)
  • 1980 Das Leben Ist Schön (Kassette, Eisengrau, als Alexander von Borsig)

Soundtracks

  • The Mountains of Madness (2006)
  • Gegen die Wand (2004)
  • Das Loch (1995)
  • Dens – Die eigentlich nicht sind (1994)
  • Prinz in Hölleland (1993)
  • Vaterland (1992)
  • Die Terroristen! (1992)
  • Decoder (1984)

Trivia