Wuppertal: Unterschied zwischen den Versionen

Aus indiepedia.de
Wechseln zu: Navigation, Suche
(Schwebebahn-Update.)
(Seite aktualisiert. Quellen: https://www.wuppertal.bayer.de/scripts/pages/de/pharma-_und_chemiepark/index.php + https://www.wuppertal.bayer.de/scripts/pages/de/infocenter/standortnews/news_detail.php?id=92)
Zeile 15: Zeile 15:
 
In den frühen 80er Jahren gehörte Wuppertal im weitesten Sinne zum Einzugsgebiet der [[Düsseldorf]]er [[Punk]]-Szene, Bands wie [[Fehlfarben]], [[Materialschlacht]] und [[Family 5]] kamen teilweise aus Wuppertal. Mitte der 90er entwickelte die Stadt sich dann zur kleinen Hochburg für den schwer angesagten [[Crossover]]-Sound. Rund um die Band [[Uncle Ho]] entwickelte sich eine kleine Szene, die gerne das Personal untereinander austauschte. Dazu gehörten unter anderem [[Kind Tot]], die ursprünglich aus [[Ratingen]] stammenden [[DNL]] und später auch [[Heyday]], sowie der Produzent und Szenezampano [[Tim Buktu]], der in seinem Manufaktur-Tonstudio die meisten Platten aufnahm.
 
In den frühen 80er Jahren gehörte Wuppertal im weitesten Sinne zum Einzugsgebiet der [[Düsseldorf]]er [[Punk]]-Szene, Bands wie [[Fehlfarben]], [[Materialschlacht]] und [[Family 5]] kamen teilweise aus Wuppertal. Mitte der 90er entwickelte die Stadt sich dann zur kleinen Hochburg für den schwer angesagten [[Crossover]]-Sound. Rund um die Band [[Uncle Ho]] entwickelte sich eine kleine Szene, die gerne das Personal untereinander austauschte. Dazu gehörten unter anderem [[Kind Tot]], die ursprünglich aus [[Ratingen]] stammenden [[DNL]] und später auch [[Heyday]], sowie der Produzent und Szenezampano [[Tim Buktu]], der in seinem Manufaktur-Tonstudio die meisten Platten aufnahm.
  
Eine ausgeprägte wirtschaftliche Strukturschwäche soll laut ''Pricewaterhouse Coopers'' bis [[2020]] dafür sorgen, dass fast 11% der Arbeitsplätze im Raum Wuppertal wegfallen. Hiermit dürfte vor allem die ''Bayer AG'' mit all ihren Tochterfirmen und Zulieferern gemeint sein, die Forschung und Produktion nun gänzlich an der Rheinschiene bündeln werden. Die Proberaum- und Ateliermieten dürften also stabil bleiben oder sogar leicht nachgeben, wohingegen in [[Leverkusen]] mit seinen prognostizierten 41% Beschäftigungszuwachs bis 2020 gar nichts mehr gehen dürfte. Von Vermietern durchgeführte Wärmedämmungsmaßnahmen werden sich allerdings immer in höheren Mieten niederschlagen.
+
Die angebliche von ''Pricewaterhouse Coopers'' prognostizierte wirtschaftliche Strukturschwäche Wuppertals wird von den aktuellen Investitions-Bemühungen des ''Bayer-Konzerns'' konterkariert. Zwar wird der Produktionsstandort an der Friedrich-Ebert-Straße wegen seiner relativen Beengtheit aufgegeben. Gleichzeitig kümmert sich ''Bayer'' in seiner neuen Rolle als Vermieter um die Ansiedlung kleinerer spezialisierter Betriebe im neu geschaffenen ''Pharma- und Chemiepark Wuppertal'' an eben dieser Stelle. Darüber hinaus investiert der durch die Übernahme von ''Monsanto'' gebeutelte Konzern erhebliche Beträge in die Erweiterung des ''Bayer-Forschungs- und Entwicklungszentrums Aprather Weg'' in Katernberg. Arbeitsplätze im Bereich ''Pharma und Spezialchemie'' haben also durchaus noch eine Zukunft in der Stadt.
  
Die öffentliche Verschuldung der Stadt liegt bei 6295 €uro pro Einwohner und ist damit auf bestem Wege zu Berliner Verhältnissen.
+
Die öffentliche Verschuldung der Stadt liegt bei 6300 €uro pro Einwohner und ist damit noch recht weit entfernt Berliner Verhältnissen.
  
 
<gallery mode="packed">
 
<gallery mode="packed">
 
Datei:Wuppertal, Schwimmoper.jpg|Die Schwimmoper (auch bekannt als Stadtbad Johannisberg) ist von den Unterhaltskosten her eines der teuersten Hallenbäder Deutschlands.
 
Datei:Wuppertal, Schwimmoper.jpg|Die Schwimmoper (auch bekannt als Stadtbad Johannisberg) ist von den Unterhaltskosten her eines der teuersten Hallenbäder Deutschlands.
 
Datei:Neuer Triebwagen.jpg|Die neuen Triebwagen scheinen die Durchschnittsgeschwindigkeit der Schwebebahn zu verlangsamen. Nach der kleinen Berührung von Wagen 10 mit einem Kurvengerüst im Mai 2017 gilt für sie bis auf weiteres eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 40 km/h.
 
Datei:Neuer Triebwagen.jpg|Die neuen Triebwagen scheinen die Durchschnittsgeschwindigkeit der Schwebebahn zu verlangsamen. Nach der kleinen Berührung von Wagen 10 mit einem Kurvengerüst im Mai 2017 gilt für sie bis auf weiteres eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 40 km/h.
 +
Datei:Bayer-Pinguine.jpg| Zwei im Rahmen der ''Pinguinale'' 2006 von der Bayer AG erworbene Exemplare  im ''Pharma- und Chemiepark Wuppertal'' an der Friedrich-Ebert-Straße.
 
Datei:Werther Schildkröten.jpg|Der kleine Schildkrötenzoo in der Fußgängerzone von Wuppertal-Barmen dürfte die Filiale der geschichtsträchtigen Kaufhauskette im Hintergrund wohl überlebt haben.
 
Datei:Werther Schildkröten.jpg|Der kleine Schildkrötenzoo in der Fußgängerzone von Wuppertal-Barmen dürfte die Filiale der geschichtsträchtigen Kaufhauskette im Hintergrund wohl überlebt haben.
Datei:Vogelsauer Treppe.jpg|Die Vogelsauer Treppe schräg gegenüber den ''Bayer-Werken'' im Stadtteil Westende ist einer jener denkmalgeschützten Aufgänge, ohne die in Wuppertal nichts geht. Man braucht nicht viel Fantasie, um sich vorzustellen, dass hier auch Bierchen getrunken, Zigaretten geraucht oder Blasen geleert werden.
 
 
Datei:Alter Markt.jpg|Der Alte Markt in Wuppertal-Barmen ist eine der wuchtigsten Stationen der Schwebebahn.
 
Datei:Alter Markt.jpg|Der Alte Markt in Wuppertal-Barmen ist eine der wuchtigsten Stationen der Schwebebahn.
 
</gallery>
 
</gallery>

Version vom 3. Oktober 2019, 12:11 Uhr

Die seit dem 17. Dezember 1999 stillgelegte Nordbahntrasse der Rheinischen Eisenbahn Gesellschaft wurde vor einigen Jahren mit viel Privatiniative zur Fahrradstraße mit Fußgängerweg ausgebaut und am 19. Dezember 2014 zur Benutzung freigegeben. Der Dorper Tunnel ist bei hohen Temperaturen oft 10 Grad kälter als die Umgebung.

Wuppertal ist das wirtschaftliche und kulturelle Zentrum des Bergischen Landes und liegt rein optisch am westlichen Rand des Sauerlandes in Nordrhein-Westfalen. Im Norden und Nordosten grenzt die langgezogene Bandstadt an die Ruhrmetropolen Essen und Bochum, im Westen und Südwesten an den Kreis Mettmann, Solingen und Remscheid.

Deutschlands zweitjüngste Großstadt nach Wolfsburg gründete sich im August des weltwirtschaftlichen Krisenjahres 1929 auf Bestreben der aufwärtsstrebenden Städte Elberfeld und Barmen, die zu diesem Zeitpunkt ein akutes Interesse an der Einsparung von Verwaltungskosten hatten. 500 Bäche und Flüsse, viel Wald und 650 Kilometer Wanderwege sichern den Ende 2011 349.670 Einwohnern ausreichenden Auslauf und frische Luft auch an Regentagen. Die heute nur noch in Resten anzutreffende Textilindustrie soll die Wasserkraft schon seit Jahrhunderten für ihre Bandmühlen genutzt haben. Auch das Metallhandwerk und die Nahrungsmittelindustrie profitierten in der frühindustriellen Phase von der Antriebskraft der zahlreich verbauten Wasserräder.

Die vielgerühmte Schwebebahn hat seit dem Jahre 1901 einen entscheidenden Beitrag zum Zusammenwachsen des Wuppertales geleistet. Diese in der Vergangenheit laut rumpelnde Hängebahn wurde seit 1995 einer gründlichen technischen Überarbeitung unterzogen und sollte ab September 2013 wieder durchgehend in Betrieb gehen. Gegen Abend des 17. Oktober 2013 zerstörte jedoch ein falsch justierter Stromabnehmer zwischen den Bahnhöfen Kluse und Landgericht etwa 70 Klemmen der Stromschiene, was dazu führte, das auf einer Länge von 250 Metern große Zerstörungen angerichtet wurden. Nach gründlichen Recherchen wurden jedoch alle Stromabnehmer ausgebaut und kalkulierbare Sollbruchstellen eingefräst, sodass am Samstag, dem 30. November 2013 der Betrieb des Systems Eugen Langen wieder aufgenommen werden konnte.[1]
Seit dem 18. November 2018 ruhte der Schwebebahnbetrieb erneut, nachdem auf gut 350 Metern Länge wieder eine Stromschiene herabgestürzt war. Diesmal waren es die verschleißfreudigen Befestigungen der Stromschiene, die eine fatale Kettenreaktion ausgelöst hatten. Eine Wiederaufnahme des Fahrbetriebs erfolgte erst am 1. August 2019 mit dem alten Betriebssystem, das wenige Tage später durch ein vollkommen neues Betriebssystem ersetzt wurde, das zugleich den baulichen Zustand der Strecke überwachen helfen soll. [2]

Wuppertal hat sich für die Zukunft vorgenommen, eine seniorengerechte Stadt zu werden und die Zahl der steilen Treppen zu verringern. Die Großbaustelle Döppersberg sorgte in den letzten Jahren im Umkreis des Elberfelder Hauptbahnhofs für spätabendliche und nächtliche Zugausfälle. Mittlerweile sind es eher Arbeiten an der sonstigen Infrastruktur, die besonders in den Schulferien für Totalsperrungen sorgen können. Auch die Bundesallee ist seit dem 10. Juli 2017 wieder in Betrieb.

Die Legende von der Blitzhauptstadt konnte in den letzten Jahren nicht fortgeschrieben werden. Die Blitzdichte lag 2016 lediglich bei 1,8 Blitzen je Quadratkilometer. Hier hatten Städte wie Dortmund, Duisburg, Essen, Gelsenkirchen oder auch Mülheim an der Ruhr deutlich mehr zu bieten. Auch der Nachbar Solingen bekam wenig Spektakel geliefert und zog mit mit nur 0,96 Blitzen pro Quadratkilometer sogar mit der Landeshauptstadt Düsseldorf gleich.

Der Free Jazzer Peter Brötzmann ist als gebürtiger Remscheider bislang der einzige Musiker der Stadt, der es in die dekadenumspannende Top 1000 von Rateyourmusic.com geschafft hat. Hölderlin stehen mit ihrem deutschsprachigen Debütalbum von 1972 jedoch kurz davor. In den frühen 80er Jahren gehörte Wuppertal im weitesten Sinne zum Einzugsgebiet der Düsseldorfer Punk-Szene, Bands wie Fehlfarben, Materialschlacht und Family 5 kamen teilweise aus Wuppertal. Mitte der 90er entwickelte die Stadt sich dann zur kleinen Hochburg für den schwer angesagten Crossover-Sound. Rund um die Band Uncle Ho entwickelte sich eine kleine Szene, die gerne das Personal untereinander austauschte. Dazu gehörten unter anderem Kind Tot, die ursprünglich aus Ratingen stammenden DNL und später auch Heyday, sowie der Produzent und Szenezampano Tim Buktu, der in seinem Manufaktur-Tonstudio die meisten Platten aufnahm.

Die angebliche von Pricewaterhouse Coopers prognostizierte wirtschaftliche Strukturschwäche Wuppertals wird von den aktuellen Investitions-Bemühungen des Bayer-Konzerns konterkariert. Zwar wird der Produktionsstandort an der Friedrich-Ebert-Straße wegen seiner relativen Beengtheit aufgegeben. Gleichzeitig kümmert sich Bayer in seiner neuen Rolle als Vermieter um die Ansiedlung kleinerer spezialisierter Betriebe im neu geschaffenen Pharma- und Chemiepark Wuppertal an eben dieser Stelle. Darüber hinaus investiert der durch die Übernahme von Monsanto gebeutelte Konzern erhebliche Beträge in die Erweiterung des Bayer-Forschungs- und Entwicklungszentrums Aprather Weg in Katernberg. Arbeitsplätze im Bereich Pharma und Spezialchemie haben also durchaus noch eine Zukunft in der Stadt.

Die öffentliche Verschuldung der Stadt liegt bei 6300 €uro pro Einwohner und ist damit noch recht weit entfernt Berliner Verhältnissen.

Vom Hängen und Schweben: Die Schwebebahn im internationalen Vergleich

Ganz so einzigartig ist sie mittlerweile nicht mehr die Wuppertaler Schwebebahn. Deshalb gibt es an dieser Stelle auch zwei japanische Modelle auf's Auge!

  • Schwebebahn in Wuppertal: Die Geschichte eines Wahrzeichens. Eine Webdoku der Wuppertaler Stadtwerke.

  • Die japanische Stadt Kamakura in der Präfektur Kanagawa hat sich spaßeshalber ebenfalls für eine Hängebahn entschieden.

  • Die Hängebahn Urban Flyer hatte ihr Debüt im Juli 2012 in der japanischen Stadt Chiba und verkehrt auf einer 1999 eröffneten Zweigstrecke der bereits im März 1988 in Betrieb genommenen Chiba Monorail. Bahnstrecken dieser Art sind günstiger zu bauen als etwa U-Bahnen und verursachen praktisch keine Schäden an der umgebenden Bebauung.

Indie-Bands und Solo-Acts

Indie-Helden

Lutz Griebel, Nanny de Ruig, Pina Bausch, Peter Brötzmann, Sascha Gutzeit, Alice Schwarzer, Johannes Rau, Hans Reichel, Tom Tykwer, Tim Buktu, Eugen Egner

Songs, Alben und Texte über Wuppertal

Songs mit Wuppertal als Thema/Titel:

Indie-Klubs und städtische Bühnen

  • Bergkeller (Grünewalder Berg)
  • Die Börse [5] (Wolkenburg 100)
  • Cafè Simonz (Simonsstr. 36)
  • Live Club Barmen [6](Geschwister-Scholl-Platz)
  • Loch (Ecke Ekkehardstraße / Plateniusstraße in Elberfeld)
  • Maxim
  • Outback (Spitzenstr.)
  • U-club (Friedrich-Ebert-Str.)

Indie-Veranstaltungen

  • King Kong Klub (jeden 3ten Samstag im Monat im U-Club)
  • headless(jeden 1ten Samstag im Monat im U-Club)
  • CD und Schallplattenbörse in der Stadthalle
  • Hotel Yorba (jeden Donnerstag im Maxim)

Indie-Medien

Plattenläden

Cargo Records in Wuppertal-Vohwinkel ist sowohl ein Vertrieb mit internationalen Verbindungen als auch ein traditioneller Laden. Das sichtbare Sortiment besteht zur Zeit zu mindestens 90 Prozent aus Vinyl-Schallplatten. Das finale Mastering von Schallplatten war allerdings schon immer etwas anspruchsvoller als das von CD's. Wenn also immer mehr Produkte von Leuten auf den Markt kommen, die keinen eigenen Plattenspieler besitzen, gibt es schnell ein qualitatives Problem!

Indie-Orte

Luisenviertel/Ölberg

Labels

Filme

  • Alice in den Städten
  • Knockin' on Heaven's Door
  • Nichts bereuen
  • Der Krieger und die Kaiserin

Webvideos