Virales Marketing

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Der Begriff virales Marketing bezeichnet eine bestimmte Marketingform, die vor allem mit dem Internet (Web 2.0) stark an Bedeutung gewonnen hat.

Bei dieser Form wird der Kunde nicht, wie bei klassischem Marketing, direkt angesprochen. Es wird viel mehr versucht, das Produkt oder die Marketingkampagne selbst zum Gesprächsthema zu machen.

Diese gezielt angestoßene Form der "Mundpropaganda" birgt allerdings einige Risiken, die sich positiv oder negativ auf das Kaufverhalten auswirken können:

  • Kunden können die ursprüngliche Werbebotschaft verändern - und sogar ins Gegenteil kehren.
  • Bei geringer (oder sehr hoher) Akzeptanz verbreitet sich die Nachricht über das neue Produkt unkontrolliert langsam (oder schnell).
  • Keine Kontrolle über das Verbreitungsgebiet der Kampagne
  • Eventuell werden unerwünschte Zielgruppen angesprochen.

Beispiele zum viralen Marketing

  • Arctic Monkeys - Im Jahr 2005 eine der erfolgreichsten Bands, die über Mundpropaganda durch Blogs und kostenfreie Downloads einen Nr.1-Erfolg in den britischen Charts erreichte.
  • Nine Inch Nails - Zeitgleich mit dem Album Year Zero erscheint ein "Alternate Reality Game", das als Weiterführung des Albumkonzepts verstanden wird. Im Zuge dieses Projekts wurden verschiedene Hinweise, die auf ein neues Album hindeuten, in Form von T-Shirts, USB-Sticks und weiteren Produkten verteilt, die von Fans gefunden werden mussten. Diese Hinweise führten zu verschiedenen Websites mit neuen Hinweisen, Textausschnitten und Trailern. Zusätzlich wurden u.a. E-Mails an Fans, die inzwischen eine Art Club gegründet hatten, verschickt und diese per Handy angerufen. Die Kampagne dauerte von Februar bis April 2007.
  • Björk - Volta Für ihr neues Album, das 2007 erscheint, wurde ein "fiktiver" MySpace-Account eingerichtet, der kurze Stücke mit verfremdetem Material zum neuen Album im Voraus anbietet. Weitere Videoschnipsel folgen in verschiedenen Blogs. Worauf die Musikpresse in ihren Online-Angboten darüber berichtet.
  • Muse – The Resistance: Für ihr 2009er-Album The Resistance starteten Muse eine Art Schnitzeljagd mit dem Namen Project Eurasia, bei der es galt 6 USB-Sticks, die sich in Europa und Asien befanden zu finden um den ersten Song des Albums online freizuschalten.

Weblinks