Van Halen

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Van Halen
Van Halen freuen sich, dass sie auch 2007 z.T. immer noch oben ohne auftreten dürfen
Van Halen freuen sich, dass sie auch 2007 z.T. immer noch oben ohne auftreten dürfen
Herkunft: Pasadena, Kalifornien, USA
Aktiver Zeitraum: seit 1974
Genres: Hardrock, Heavy Metal
Labels: Warner
Homepage: Van-Halen.com
Line-Up:
David Lee Roth: Gesang (1974-1985, 1996-1997, seit 2007)
Edward Van Halen: Gitarre, Keyboards
Wolfgang Van Halen: Bass (seit 2006)
Alex Van Halen: Schlagzeug
Ehemalige Mitglieder:
Michael Anthony: Bass (1974-2006)
Sammy Hagar: Gesang, Gitarre (1985-1996, 2004-2005)
Gary Cherone: Gesang (1997-1999)

Van Halen sind wohl der Prototyp der kalifornischen Party-Metal-Band, die zudem mit David Lee Roth und Edward Van Halen die Blaupausen von flamboyantem Hardrock-Entertainer-Frontmann bzw. technisch virtuosem Gitarrengniedelmeister in ihren Reihen weiß. Die Band spielt seit 1974 zusammen und hat allein von ihren beiden Alben "Van Halen" (1978) und "1984" (1983) jeweils über zehn Millionen Kopien verkauft.

Bandgeschichte

Die 1962 mit ihrer Familie aus den Niederlanden in das kalifornische Pasadena emigrierten Schlagzeug bzw. Gitarre spielenden Brüder Alex und Edward Van Halen spielen zunächst mit wechselnden Mitstreitern in Ensembles namens Mammoth und Genesis zusammen, bis 1974 mit Bassist Michael Anthony und dem Sänger David Lee Roth (der sein begrenztes Stimmvolumen durch extravagantes Bühnengebahren – gerne auch oberkörperfrei – wettmacht) das Lineup von Van Halen steht. Das Quartett erspielt sich rasch einen Ruf als Liveband in den Clubs von Los Angeles, vor allem die technischen Fähigkeiten von Gitarrist Eddie übersteigen das bisher für möglich Gehaltene. 1976 wird Kiss-Bassist Gene Simmons auf die Band aufmerksam und vermittelt einen Deal mit Warner, die 1978 das selbstbetitelte Van Halen-Debüt veröffentlichen. Die Platte wird sofort zum Millionenseller, maßgeblich befördert durch das Kinks-Cover You Really Got Me sowie den neuartigen Hardrocksound in Stücken wie Runnin' With the Devil oder Ain't Talkin' Bout Love, in welchen Eddie Van Halen quasi im Alleingang das "Gitarrensolo der Neuzeit" erfindet und mit seiner blitzschnellen beidhändigen Tapping-Technik die Nachahmer zur Verzweiflung bringt. Frontmann Roth wird zu dem US-Hardrock-Sexsymbol schlechthin, die Texte handeln hauptsächlich von schnellem Sex und Rock'n'Roll-Lifestyle. Auch die weiteren, bis 1983 im Jahrestakt erscheinenden Alben der Band bestätigen deren Ausnahmestellung im Hardrock der 1980er, zudem spielt Eddie Van Halen für Beat It von Michael Jacksons epochalem Album "Thriller" von 1982 wohl eines der geschichtsträchtigsten Gitarrensoli aller Zeiten ein. Das Ende 1983 erschienene sechste Van Halen-Album "1984" enthält mit Jump den wohl bekanntesten Song des Quartetts. Danach verlässt Roth die Gruppe im Streit und wird von Ex-Montrose-Sänger Sammy Hagar ersetzt, der zwar weniger Sex-Machine-mäßig als Roth auftritt, aber zumindest über ein ähnlich rauhes Organ wie sein Vorgänger verfügt und sich insgesamt etwas weniger divenhaft aufführt.

Während Van Halen im neuen Lineup weiterhin diverse Nummer-Eins-Alben veröffentlichen, kann Roth erfolgsmäßig zwar zumindest anfangs (bezeichnenderweise mit Coverversionen von Just a Gigolo und Calilfornia Girls) noch Anschluss an seine Ex-Band halten, doch ab Anfang der Neunziger geht seiner Solokarriere allmählich die Luft aus. Dass Grunge und Alternative Rock ab 1991 den klassischen Hardrock aus den Ätherwellen verdrängen, bekommen aber auch Van Halen zu spüren, und 1995 steigt auch Hagar aus. Für einen kurzen Zeitraum kehrt Roth noch einmal ans Mikro zurück, doch sind die alten Konflikte nach wie vor ungelöst, so dass 1997 der vormalige Extreme-Sänger Gary Cherone verpflichtet wird. Die einzige mit ihm aufgenommene Platte "Van Halen 3" von 1997 – übrigens bis heute das letzte Studioalbum der Gruppe – wird zum Flop, und 1999 schmeißt Cherone den Job wieder hin. Van Halen verordnen sich eine Auszeit, zudem wird bei Edward Van Halen Krebs diagnostiziert, den er aber überwinden kann. 2004 und 2005 gehen Van Halen, diesmal wieder mit Sammy Hagar, auf Tour, dem danach wieder einmal David Lee Roth am Mikro folgt. 2006 verkündet Eddie dann, dass Bassist Michael Anthony nach zweiunddreißig Jahren des Dicke-Saiten-Zupfens nicht mehr Mitglied der Band sei und durch Van Halens damals gerade mal fünfzehn Jahre alten Sohn Wolfgang ersetzt werde. Anthony erfährt von seiner Entlassung aus dem Internet, gleichzeitig löst die Band einen Skandal in Fankreisen aus, als bei den Reissues des Backkataloges Michael Anthony aus Fotos und Artwork (!) wegretuschiert und durch Bilder von Wolfgang Van Halen ersetzt wird. Dessen ungeachtet werden Van Halen 2007 in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen, und im Februar 2012 erscheint vierzehn Jahre nach dem Release ihres letzten Studioalbums die neue LP "A Different Kind of Truth", die gleichzeitig die erste Van Halen-LP mit David Lee Roth am Mikro seit 28 Jahren ist.

Diskographie

Alle Veröffentlichungen der Band bis 1998 erschienen bei Warner Bros..

Alben
Sonstige
  • 1993 Live: Right Here, Right Now (Live)
  • 1996 The Best of Van Halen Vol. 1 (Best Of)
  • 2004 The Best of Both Worlds (Best Of)
  • 2007 The Very Best of Van Halen (Best Of)

Jahrescharts

Jahr Titel Kritiker Charts
NME Spex Musikexpress
1988 OU 812 24
Singles
1984 Jump 10
1986 Why Can't This Be Love 18

All-Time-Charts

Van Halen
1984
5150
Jump

Referenzkasten

  • Die Big Beat-Band Apollo 440 samplete 1997 für ihren Hit Ain't Talkin' Bout Dub das Gitarrensolo aus dem Van Halen-Stück Ain't Talkin' Bout Love.
  • Auf ihrem Album "Discovery" von 1997 huldigen die French House-Exponenten Daft Punk Eddie Van Halens Gitarrenstil mit dem Solo ihres Stücks Aerodynamic.
  • Die ÄrzteDeutschrockgirl (auf „Die Bestie in Menschengestalt“): Du steckst jede Mark in Deutschrock, und nichts in Van Halen/ Hast kein Geld auf der Bank, aber Birkenstock-Sandalen/ Du hörst Krautrock jeden Tag, Krautrock ist, was du magst/ Kleines Deutschrockgirl, kleines Deutschrockgirl

Trivia

  • Eddie Van Halen hat schon diverse Soundtracks für Pornofilme produziert.

Referenzbands

Weblinks