Tuxedomoon

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Tuxedomoon
Herkunft: San Francisco, USA
Aktiver Zeitraum: 1977 - 1989, 1997 bis heute
Genres: New Wave, zum Teil No Wave, Post-Punk, Experimentelle Musik / Avantgarde
Labels: Ralph Records, Crammed Discs
Homepage: tuxedomoon.co
Line-Up:
Blaine L. Reininger
Steven Brown
Peter Principle
Luc Van Lieshout
Bruce Geduldig
Ehemalige Mitglieder:
Winston Tong
Frankie Lievaart
Ivan Georgiev
Gregory Cruikshank
Victoria Lowe
Michael Belfer
Paul Zahl
Nikolas Klau

Tuxedomoon wurde 1977 von Blaine L. Reininger und Steven Brown, zwei Studenten im Fachbereich Elektronische Musik am San-Francisco-College, Kalifornien, USA, gegründet. Ihre Musik beeinflusste so unterschiedliche Sparten, wie Punk, Jazz, Funk, Tango und Post-Punk. Die Bandmitglieder leben heute in Mexico City, Athen, Brüssel und New York.

Hintergrund

Die Band ging aus dem San-Francisco-Künstlerkollektiv Angels of Light hervor. Bei den ersten Aufnahmen spielte Reininger elektronische Violine, Gitarre und beides über jede Menge Effekte. Steven Brown spielte Keyboards. Winston Tong, der etwas später hinzukam, übernahm schließlich die Vocals. Die Musik sollte klingen wie nichts anderes, was es an Musik gab – ein Anspruch der oft bei Avantgardebands zu finden ist, die die erste Welle von Punk mitverarbeiten.[1] 1978 spielte die Band im Vorprogramm von Devo.

Mit No Tears veröffentlichten Tuxedomoon ebenfalls 1978 einen Tanzhit, der in Independent-Diskotheken weltweit nicht nur in den 1980ern gespielt wurde, sondern bis heute auf eine gewisse Beliebtheit bei Indie-DJs trifft. No Tears ist ein New-Wave-Standard an der Grenze zum Elektro. Für No Tears kamen Michael Belfer (Gitarre) und Paul Zahl (Schlagzeug) dazu.

1980 erschien die erste LP Half-Mute bei Ralph Records, dem hauseigenen Label der Residents, begleitet von einer Europa-Tour und dem Umzug der Band nach New York.[2] 1981 siedelten Tuxedomoon nach Europa über und landeten in Brüssel, der Heimatstadt von Crammed Discs. Grund für die Immigration war, dass ihrem Empfinden nach ihre Musik sehr viel europäischer als amerikanisch klinge.[3] 1982 erschien Divine auf der Grundlage eines Balletts von Maurice Béjart.

Die Band war von Beginn an einer steten Fluktuation ausgesetzt, die Vocals wurden wahlweise von Winston Tong oder Blaine Reininger bestritten. 1985 erschien Holy Wars, 1986 Ship of fools. Der musikalische Gestus der Band ist durchweg theatralisch und mondän. Besonders auffällig ist die professionelle hybride Klanggestaltung der Multiinstrumentalisten zum Beispiel auf Holy Wars, dem kommerziell erfolgreichsten Album der Band:

<– The Waltz (1985)  

1987 wurde das vorerst letzte Studioalbum You veröffentlicht, 1989 Some Guys als Beitrag zum Soundtrack für Wim Wenders Himmel über Berlin verwendet. Im gleichen Jahr löste sich das Projekt auf, um erst 1997 wieder als Tuxedomoon aufzutreten. In dieser Zeit gab es vereinzelte Konzerte einzelner Bandmitglieder unter dem Namen Tuxedomoon. 2004 erschien Cabin in the Sky, Reiningers Stimme hat sich hier von seiner Bowie-artigen Prägung bisher in Richtung Tom Waits bewegt.[4] 2006 wurde der Soundtrack Bardo Hotel auf Crammed Discs veröffentlicht:

"A little like meditation and a little like travel. The musical attitude and the instrumentarium are largely contemporary classical, though Luc van Lieshout's satisfying trumpet and flugelhorn passages are played in a jazz manner. The cyclic, trance-like nature of most of the pieces resembles a ragged version of Steve Reich or Philip Glass."[5]

2007 erschien Vapour Trails ebenfalls auf Crammed Discs, gespielt wird ein klassisches Instrumentarium vom Flügelhorn bis zur Klarinette.

Ähnliche und Einflüsse

Brian Eno, Roxy Music, David Bowie, Japan, Gary Numan, John Cage, Nino Rota, Igor Strawinsky, Ennio Morricone, Radiohead, Claude Debussy, Miles Davis, Michael Nyman, The Velvet Underground

Siehe auch

Synthie-Pop, Elektro, New Wave, No Wave, Elektronische Musik.

Coverversionen

Diskografie

Profil [6] bei Discogs

Literatur

  • Simon ReynoldsRip It Up and Start Again: Postpunk 1978-1984. New York: Penguin (2006). ISBN 0143036726

Einzelnachweise

  1. "The only rule was the tacit understanding that anything that sounded like anyone else was taboo", Artikel Tuxedomoon [1] zitiert wird Steven Brown bei der en.wiki, eingesehen im Januar 2016
  2. Artikel Tuxedomoon [2] bei der en.wiki
  3. ebd.
  4. Artikel Tuxedomoon [3] bei der en.wiki
  5. Jeff Dayton-Johnson – Tuxedomoon: Bardo Hotel Soundtrack (2006) [4] bei all about jazz
  6. Scootersample (2004) [5] inkl. Originalversion von No Tears zum Anhören bei who sampled.com

Weblinks

  • Homepage [7] bei Tuxedomoon
  • Homepage Blaine Reininger [8] bei Mundoblaineo.org
  • Profil [9] bei Discogs
  • Komplette Diskografie der Band + Soloprojekte [10] bei Berlinwerk.de

Musik

  • Tuxedomoon – No Tears (1978) [11] bei Youtube
  • Tuxedomoon – What use (1979) [12] bei Youtube

Links im Juni 2017.