Tom Petty

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Tom Petty
Tom Petty und die Heartbreakers mit Steve Winwood
Tom Petty und die Heartbreakers mit Steve Winwood
Herkunft: Gainesville, Florida
Geboren: 20. Oktober 1950
Gestorben: 2. Oktober 2017
Aktiver Zeitraum: seit 1976
Genres: Rock
Instrumente: Gesang, Gitarre, Diverses
Labels: Shelter Records, Backstreet, MCA Records, Warner Bros., American Recordings
Homepage: TomPetty.com
Bands:
Mudcrutch
Tom Petty and the Heartbreakers
Traveling Wilburys

Tom Petty war ein US-amerikanischer Sänger, Gitarrist und Songwriter, der seit 1976 mit seiner Band Tom Petty and the Heartbreakers auftrat. Er gehörte zusammen mit u.a. Bruce Springsteen zu den Vertretern des klassisch-amerikanischen "Heartland Rock" und war auch Teil der Supergruppe Traveling Wilburys, zu der auch Bob Dylan und George Harrison gehörten.

Biographie

Thomas Earl Petty kam schon im zarten Alter von zehn Jahren auf die Idee, einmal Rockstar zu werden, als er nämlich über einen Onkel beim Film ausgerechnet bei der Produktion eines Elvis-Streifens zugucken durfte und den King auch persönlich kennen lernte. Nachdem er auch noch dem offiziellen Beginn der "British Invasion" – dem Auftritt der Beatles in der "Ed Sullivan Show" 1964 – beigewohnt hatte, stand Pettys Entschluss fest, und 1970 formierte sich dann der "Mudcrutch" benannte Vorläufer der Gruppe, mit der er als Tom Petty and the Heartbreakers zu Weltruhm kommen sollte. Zunächst aber entwickelte sich der Sound der späteren Heartbreakers in verschiedenen Inkarnationen (darunter auch eine Petty-Soloarbeit) zwischen Country, Southern Rock und allem zwischen Beatles und Stones. Ab 1976 stand dann ein festes Heartbreakers-Lineup, und spätestens ab Album Nummer drei ("Damn the Torpedoes" von 1979) gehörten Tom Petty and the Heartbreakers zusammen mit den Eagles, John Mellencamp und Bruce Springsteen zur Platin-Klasse des sogenannten "Heartland Rock", einer spezifisch US-amerikanischen Form der bodenständigen Rockmusik, die sich inhaltlich mit dem Leben jenseits der urbanen Zentren, mit der Einsamkeit, Arbeitslosigkeit und Verzweiflung, aber auch dem Stolz und der Herzlichkeit der Menschen zwischen "rust belt" und "bible belt" befasste. Dabei stand Petty dem "Nebraska"-Sänger Springsteen in Sachen sozialen und politischen Engagements allerdings näher als den Koks-Choppern der Eagles oder dem latent zur Reaganisierung neigenden Mellencamp, da er sich unter anderem gegen Atomwaffen stark machte und auch stets eine sehr kritische Haltung gegenüber der Musikindustrie inne hatte. Dem Erfolg der Heartbreakers schadete dies allerdings nichts, und bis einschließlich "Let Me Up (I've Had Enough)" von 1988, das unter anderem die inzwischen entstandene Freundschaft zu Bob Dylan auch auf Platte präsentierte, erreichten alle Alben (oder ihre Singles) die Top Ten der US-Charts.

1988 nahm sich Tom Petty dann eine Auszeit von den Heartbreakers, um eine der größten Pop-Supergruppen überhaupt mit ins Leben zu rufen: die Traveling Wilburys, zu denen neben Petty auch Bob Dylan, George Harrison, Roy Orbison und Jeff Lynne (Electric Light Orchestra) gehörten und zwei offizielle sowie ein inoffizielles Album aufnahmen, die sich selbstredend exorbitant verkauften. 1989 folgte auch Pettys offizielles "Solo"debüt namens "Full Moon Fever", das rein von der Gästeliste her aber auch ein weiteres Heartbreakers- oder Wilburys-Album hätte sein können und unter anderem die Klassiker I Won't Back Down und Free Fallin enthielt. 1991 kamen die Heartbreakers aber auch schon wieder offiziell zusammen und legten mit "Into the Great Wide Open" einen ihrer größten Erfolge vor, maßgeblich unterstützt durch die Singles Learning to Fly und dem Titeltrack, in dessen Clip auch Johnny Depp mitspielte. Eine erste "Greatest Hits"-Sammlung dokumentierte 1993 die Jahre der Band auf MCA Records, bevor diese ihren bis heute laufenden Vertrag mit Warner Bros. unterzeichnete, und enthielt unter anderem auch ein Cover des Thunderclap Newman-Hits Something in the Air. In den weiteren Neunzigern veröffentlichte Tom Petty unter anderem ein weiteres Soloalbum ("Wildflowers" von 1994), arbeitete mit Rick Rubin und Johnny Cash (der Pettys I Won't Back Down auf seinem "Unchained"-Album coverte) zusammen und schrieb auch die Filmmusik zur Komödie "She's the One", worauf auch ein Cover des Beck-Songs Asshole enthalten war.

In den 2000ern setzte Tom Petty seine kreative Arbeit ungebremst fort, trat mit den Hearbreakers auf dem Solidaritätskonzert nach den Anschlägen des 11. September 2001 auf und veröffentlichte 2002 mit "The Last DJ" ein Album, in dem er die Musikindustrie aufgrund ihrer Neigung zu Plastik-Porno-Pop-Produkten stark kritisierte. 2006 wurden dann dreißig Jahre Heartbreakers mit einer großen US-Tour gefeiert, an der unter anderem Pearl Jam, The Black Crowes und The Allman Brothers als "special guests" teilnahmen. Im selben Jahr erschien auch Pettys drittes Soloalbum "Saving Grace", und 2007 reaktivierte der Musiker, der mittlerweile über 80 Millionen Platten verkauft hat, seine Uralt-Band Mudcrutch. 2010 erschien das zwölfte Heartbreakers-Album "Mojo", das Platz 2 der US-Albumcharts erreichte. Eine Live-Anthologie der Band folgte 2011. Tom Petty starb unerwartet am 2. Oktober 2017 in einem Krankenhaus in Los Angeles an einem überdosierten Schmerzmittelcocktail. Eigentlich sollte u.a. eine gebrochene Hüfte kuriert werden.

Diskographie

Tom Petty and the Heartbreakers
  • 1976 Tom Petty and the Heartbreakers
  • 1978 You're Gonna Get It!
  • 1979 Damn the Torpedoes
  • 1981 Hard Promises
  • 1982 Long After Dark
  • 1985 Southern Accents
  • 1987 Let Me Up (I've Had Enough)
  • 1991 Into the Great Wide Open
  • 1996 Songs and Music from "She's the One"
  • 1999 Echo
  • 2002 The Last DJ
  • 2010 Mojo
Tom Petty solo
Mudcrutch

Referenzbands

Coverversionen

Tom Petty covert …

  • Feel a Whole Lot Better von The Byrds (auf "Full Moon Fever", 1988)
  • Something in the Air von Thunderclap Newman (auf "Greatest Hits", 1993)
  • Asshole von Beck (auf "Songs and Music from "She's the One", 1996)

Tom Petty wird gecovert von …

Weblinks