Stone Gossard

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Stone Gossard
Stone Gossard bei der Feier zu 20 Jahren Sub Pop 2008
Stone Gossard bei der Feier zu 20 Jahren Sub Pop 2008
Herkunft: Seattle, Washington, USA
Geboren: 20. Juli 1966
Aktiver Zeitraum: seit 1982
Instrumente: Gitarre, Bass, Gesang
Labels: Sub Pop
Columbia
Epic
J Records
Homepage: Profil bei MySpace
Bands:
Ducky Boys
March of Crimes
Green River
Mother Love Bone
Temple of the Dog
Pearl Jam
Brad

Stone Gossard hat als Gitarrist und Songschreiber von Green River, Mother Love Bone, Pearl Jam und vielen weiteren Gruppen aus dem Raum Seattle großen Einfluss auf die Entwicklung des Grunge-Genres gehabt.

Biographie

Stone Carpenter Gossard ist als Mitglied diverser legendärer Grunge-Gruppen, Label- und Studiobesitzer, Produzent, Solokünstler und nicht zuletzt Gitarrist und Songwriter eine der einflußreichsten Künstlerpersönlichkeiten der jüngeren amerikanischen Rockgeschichte. Seine Laufbahn begann im Teenageralter mit den Proto-Grunge-Gruppen Ducky Boys und March of Crimes, bei denen er mit später ebenfalls nicht unbekannten Grunge-Protagonisten zusammen spielte, nämlich Steve Turner bei ersterer und Ben Shepherd (später Soundgarden) bei letzterer Band. Als Gitarrist der Ducky Boys traf Gossard dann den aus Montana zugezogenen Bassisten Jeff Ament, und zusammen mit Sänger Mark Arm (von Mr. Epp) und Schlagzeuger Alex Vincent formierten sich im Jahre 1984 Green River. Diese gelten mit ihrem punkigen Rotz-Metal-Rock als die erste richtige Grungeband, zumal deren EP "Dry as a Bone" beim Über-Hype-Label Sub Pop erschien.

Allerdings gab es in der Band eine Unterströmung zwischen der Underground- und der Stadionrock-Fraktion, die 1988 schließlich zum Split von Green River führte: Mark Arm und Steve Turner gründeten die Grunge-Heroen Mudhoney, während Gossard und Ament sich mit dem scheidenden Malfunkshun-Frontmann Andrew Wood zu den Lords of the Wasteland zusammentaten, aus denen schließlich die Glamrocktruppe Mother Love Bone entstand. Diese konnten dank des eingängigen Songwritings (an dem auch Stone Gossard maßgeblich beteiligt war) und des extravaganten Sängers rasch einen Plattenvertrag bei Polydor an Land ziehen, und die Zukunft von Mother Love Bone schien grenzenlos. Leider hatte auch Gossard den Beteuerungen seines Frontmannes Andy Wood Glauben geschenkt, dass sich dieser ernsthaft mit seinem Drogenproblem auseinander setzen würde. Daher war es auch für den Gitarristen ein Schock, als Wood im März 1990 in seiner Wohnung aufgefunden wurde und später an den Folgen einer Heroinüberdosis starb.

Gossard und sein Weggefährte Jeff Ament beschlossen, trotz der Tragödie weiter gemeinsam Musik zu machen, und arbeiten an neuen Songs. Diese instrumentalen Demos gerieten über den befreundeten Schlagzeuger der Red Hot Chili Peppers, Jack Irons, an einen Surf-Freak aus San Diego namens Eddie Vedder. Dieser war von der Musik begeistert, sandte die Tapes mit seinen eigenen Text- und Gesangslinien zurück an das Duo, und aus dem weiteren Verlauf dieser Zusammenarbeit entstand schließlich die erfolgreichste Grungeband überhaupt: Pearl Jam. Zuvor allerdings bat der Sänger von Soundgarden und enger Freund von Andy Wood, Chris Cornell, Gossard und Ament zu seinem Wood-Tribut Temple of the Dog hinzu.

Stone Gossard nutzte, wie auch seine Pearl Jam-Bandmates, die neugewonnene künstlerische und finanzielle Freiheit, um sich in Nebenprojekten zu verwirklichen. So formierten sich 1993 Brad, ein eher an Soul und Funk ausgerichtetes Projekt mit dem Satchel-Sänger Shawn Smith und dem ehemaligen Malfunkshun-Drummer Regan Hagar, die bislang drei Alben veröffentlicht haben. Als alter Fan der frühen Seattle-Glam-Punks The Fags spielt er auch bei deren Reunion 2008 mit und tat sich mit Fags-Bassistin und Sängerin Barbara Ireland zum Coversong-Projekt The Hank Khoir zusammen. Zudem brachte Stone Gossard im Jahre 2001 als erstes Pearl Jam-Mitglied ein Soloalbum mit dem Titel "Bayleaf" heraus, das sich zwischen den Polen Rock und Soul bewegte und auf dem der Gitarrist auch erstmals als Sänger zu hören war. Auch als Gastmusiker für u.a. Josh Freese, Steve Turner und Jack Irons trat er in Erscheinung. 1994 gründete Gossard das Label Loosegroove, auf dem u.a. Platten von Queens of the Stone Age, Brad und Green Apple Quick Step erschienen, die er zum Teil auch produzierte, und ist Inhaber des Studio Litho, in dessen Aufnahmegeräte schon Soundgarden, Deftones, Staind und nicht zuletzt Pearl Jam ihre Klänge einspeisten.

Solo-Diskographie

Trivia

Referenzbands

Weblinks