Sonnenbrillen

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Ikone aller Sonnenbrillenträger: Marcello Mastroianni in Fellinis 8 1/2

Sonnenbrillen sind unverzichtbare Accessiores von modernen und postmodernen Menschen und werden auch heute noch aus Image- und Modegründen getragen. Ein Musiker ohne Sonnenbrille ist womöglich kein wirklicher Musiker. Das kommt auf die Szene an, in der er unterwegs ist. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts gab es eine Massenbewegung, in deren Verlauf über ein paar Jahre hinweg viele besonders auch nachts nicht ohne Sonnenbrille zu sehen waren. Bevorzugt werden entweder teure Designermodelle oder besonders auffällige Kitschbrillen. Zum Teil geht es darum, soviel wie möglich vom Gesichtsfeld zu verdecken (große Sonnenbrillen). Im Dschungel, einer Bar im Westberlin der 1980er, gab es einen Geschmackspatrioten, der nicht ohne seine spezielle Sonnenbrille allabendlich dort auftauchte. Die Brille war schwarz und durchweg aus Leder um den Kopf gespannt. Störungen durch visuelle Außeneinflüsse wurden so komplett vermieden. Er trug die Brille den ganzen Abend, desweiteren gelassen an ein Brett an der Wand gelehnt, und änderte kaum je die Haltung. Eine Sonnenbrille weist neben ihren weiteren Funktionen somit hauptsächlich die Funktion der Coolness auf. Ein mir bekannter Musiker setzt seine Sonnenbrille grundsätzlich schief auf, was die Coolness noch unterstreicht. Auch orange gefärbte Gläser sind gefragt. Von Bob Dylan gibt es besonders aus der Dont-Look-Back-Phase etliche Fotos mit Sonnenbrille. Floating di Morel haben erzählt, dass die 39 Clocks eine zeitlang nichts anderes getan haben, als zu üben, so cool, wie Bob Dylan auf einer Bank zu sitzen.

Fotos von prominenten Sonnenbrillenträgern