Sofaplanet

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Sofaplanet
Herkunft: Berlin, Deutschland
Aktiver Zeitraum: 1998-2005
Genres: Indie-Rock
Labels: X-Cell Records, Wannsee Records
Homepage: Sofaplanet.de
Line-Up:
Sven Rathke – Gesang, Gitarre
Martin "Gotti" Gottschild – Bass, Gesang (seit 2000)
Jan Kertscher – Schlagzeug
Ehemalige Mitglieder:
Jakob Großmann – Bass, Gesang (19982000)

Sofaplanet war eine Indie-Rock-Band aus Berlin, die 1998 aus der Wandlitzer Schülerband Shaped Waters um Sven Rathke hervorging.

Bandgeschichte

1998 benennt sich die Schülerband Shaped Waters um in Sofaplanet und geht Ende des Jahres das erste Mal mit Produzent Franz Plasa ins Studio. Aufnahmen aus dieser Zeit erscheinen 1999 auf dem in Eigenregie hergestellten Album "So viel Zukunft braucht kein Mensch". 30 Minuten Spielzeit werden von dem Track "Neverending Erpel" ausgemacht, der sich aus Diktiergerätaufnahmen, Ansagen von Liveauftritten, sowie einem Hip-Hop-Track ("Huhn ist eine kosmische Konstante") zusammensetzt. Es folgen drei Demosessions in Hamburg mit dem späteren Co-Produzenten Steve Cooper, sowie einige weitere Siege bei Bandwettbewerben.

Sofaplanets Management SKM verschafft ihnen einen Plattenvertrag bei dem Label X-Cell Records, das die Band für vier Wochen in die I.C.P.-Studios nach Brüssel schickt. Die Band schafft es dort lediglich fünf Songs aufzunehmen. Nach einer England-Tour mit der Band Pastime, die Sofaplanet im Frühjahr 1999 bei einem Bandwettbewerb gewonnen hatten, verlässt Jakob Großmann die Band im Mai 2000, da ihm der zunehmende Einfluss von Management und Label auf die Band zu schaffen macht.

Jan Kertscher und Sven Rathke arbeiten trotzdem im Hamburger HOME-Studio weiter am neuen Sofaplanet-Album. Den Bass spielen auf einigen der Aufnahmen Ian O'Brien-Docker, ein Freund von Franz Plasa und Tobias Siebert von der befreundeten Band Delbo. Der Rest der Aufnahmen wird mit dem neuen Bassisten Martin "Gotti" Gottschild fortgesetzt, den Kertscher und Rathke noch aus Shaped Waters-Zeiten kennen und dessen damalige Band Bleistift sich mittlerweile aufgelöst hat. Zwei Songs mit Jakob an Bass und Gesang ("Neue Stadt" und "Ich vermisse die Zeit mit") verbleiben trotzdem auf dem fertigen Album, das 2001 über X-Cell Records / Sony BMG veröffentlicht wird und den Titel "Sternzahl unendlich" trägt.

Als erste Single aus dem Album wird vom Label das Lied "Liebficken" ausgewählt, das so gar nicht den Stil der restlichen Songs des Albums wiederspiegelt. Die Single wird ein voller Erfolg und steigt in der ersten Woche nach Veröffentlichung auf Platz 13 der deutschen Single-Charts ein. In Österreich kann der Song sogar auf Platz 5 landen. Dem voraus geht eine Heavy-Rotation bei MTV und VIVA. Auch das Album kann später eine Chartplatzierung verbuchen.

In der nächsten Zeit tingelt die Band von einer Show zur nächsten (u. a. Top of the Pops und The Dome), ist einige Male Thema in der Bravo und lernt die Schattenseiten des Ruhms kennen: Die Leute auf den Konzerten kennen oftmals nur "Liebficken" und wollen oftmals auch nur dieses eine Lied hören. Fortan sind Sofaplanet bei vielen der alten Indie-Fans verschrien und werden von weniger informierten Leuten in die Ecke der gecasteten Witzbands gestellt.

Für die zweite Single "Nie wieder" fordert die Plattenfirma eine "punkigere" Neuaufnahme, die von der Band mit Unlust umgesetzt wird. MTV und VIVA lehnen eine Ausstrahlung des dazugehörigen Musikvideos ab bzw. bieten dies nur in der Nachtrotation an. Die Plattenfirma sieht deshalb keine Chance auf einen Hit und cancelt das Projekt. Später heißt es das Budget für Sofaplanet wäre aufgebraucht. Das im Oktober 2001 von der Band selbstproduzierte Video zum Song "Zwei sind wichtig" wird von X-Cell Records gar nicht erst bei den Musiksendern eingereicht.

Trotz alledem verlängern Sofaplanet den Vertrag mit X-Cell Records im Februar 2002. Auf den Demoaufnahmen zum zweiten Album hört die Plattenfirma jedoch keine neuen "Hits". Sofaplanet verabschieden sich daraufhin im Herbst 2002 von X-Cell Records, können jedoch erst 2003 aus dem Plattenvertrag aussteigen.

Im Oktober 2002 nehmen Sofaplanet zusammen mit Tobias Siebert in dessen Radio Buellebrueck Studio eine 3-Track-EP ("Nichts und Niemand", "Rücksichtslos die Welt zusamment." und "Nichts mehr zu entscheiden") auf, die sie anschließend auf ihren Konzerten verkaufen.

Das zweite Album "Power to the Poeble" wird im Radio Buellebrueck Studio zusammen mit Produzent Steve Cooper aufgenommen und erscheint 2004 bei dem Indie-Label Wannsee Records. Es wird aufgrund der Bandvergangenheit jedoch von der (Indie-)Presse misstrauisch beäugt und nur zwiespältig aufgenommen.

2005 wird die Band offiziell aus Eis gelegt.

Diskografie

Alben
Singles/EPs

Verkaufscharts

Jahr Titel Charts
D A CH UK US S F NOR FIN NZ
2001 Sternzahl unendlich 84 - - - - - - - - -
Singles
2001 Liebficken 10 5 41 - - - - - - -

Kompilationsbeiträge

Trivia

  • Die Domain sofapla.net sollte ursprünglich die eigene Homepage der Band werden, jedoch kam dann der „große Durchbruch“.

Videoclips

  • 2001 Liebficken (Regie: Hannes Rossacher)
  • 2001 Nie wieder
  • 2001 Zwei sind wichtig (Regie: Haik Buechsenschuss und Jan Liedtke)
  • 2004 Das Ultimative (Regie: Patrick Lambertz)

Weblinks

Quellen