Screamo
| Abgrenzung | |
| Ursprünge: | Hardcore, Post-Hardcore, Thrashcore, Metalcore, Emo, Punk, |
| Herkunft: | USA |
| Zeitraum: | 1991+ |
| Anders als: | {{{anders_als}}} |
Inhaltsverzeichnis |
Einführung
Die Bezeichnung Screamo setzt sich aus Scream und Emo zusammen und ist ähnlich wie Emo ein relativ umstrittener Begriff, da es schwer fällt Abgrenzungen zu anderen Genres zu ziehen. So ist auch der Sound sogenannter Screamobands recht vielfältig, wenn auch Hardcore der musikalische Haupteinfluss ist. Charakteristisch ist der Wechsel zwischen schnellen Passagen die an Grind- oder Crustcore erinnern, mit ruhigen Passen die man eher mit „klassischen“ Emo oder Post-Rock in Verbindung bringt. Screamo besitzt meist chaotischere Songstrukturen als klassischer Hardcore und ist melodischer. Überwiegend wechseln die Vocals zwischen Sprechgesang, Shouts und vor allem Screams. Eine musikalische Verwandtschaft mit Black Metal wird manchmal angenommen, ist aber falsch.
In den düsteren Songtexten beschäftigt man sich mit persönlichen Problemen und Gesellschaftskritik. Ein Hang zum Nihilismus/Dada-Bewegung, Kommunismus und Anarchismus lässt sich ausmachen. Wie beim Hardcore spielt der DIY-Gedanke eine große Rolle, was sich auch in Form von liebevoll gestalteten Verpackungen und ausgefallenen Formaten zeigt.
Screamobands kommen heute hauptsächlich aus den USA, Deutschland, Frankreich und Japan.
Geschichte
Als die ersten Screamobands gelten gemeinhin Moss Icon und Heroin. Anfang der 90er bildete sich das Grundgerüst der Hardcore-Spielart heraus und wurde bis zur Jahrtausendwende immer weiter in die Extreme geführt. Zu nennen wären da Bands aus den USA wie Mohinder, Sleepytime Trio, Indian Summer, Portraits of Past, Reach Out, Uranus, One Eyed God Prophecy, Swing Kids, Orchid, Reversal of Man, Guyver-One, Jeromes Dream, Pg.99 etc.
Zentrum dieser amerikanischen Entwicklung war San Diego. Bekannte Labels sind und waren Witching Hour, Three One G, Ebullition, Gravity etc. mit denen man auch noch heute in der Szene einen gewissen Sound verbindet.
Gleichzeitig näherten sich auch in Deutschland Screamo unter dem Begriff „Bremen Hardcore“ metallastigeren Klängen an. Siehe Carol, Acme, Enfold, Chispa, Dawnbreed, Loxiran etc. Eines der damalig bedeutenden Labels “Per Koro” gibt es heute noch.
Ab den 2000er Jahren machte sich im Screamo ein immer stärkerer Post-Rock Einfluss bemerkbar und Bands wie Envy konnten auch außerhalb der Hardcore- und Metalszene Bekanntheitsgrad erlangen.
Seit kurzem wird das Wort Screamo ebenso für Bands verwendet, die im Post-Hardcore und Pop-Punk-Bereich beheimatet sind, aber mit dem ursprünglichen musikalischen Inhalt nur noch wenig gemein haben.
Wichtige Akteure, Alben und Songs
Wichtige Bands:
- Acme (kein klassischer Screamo)
- Amanda Woodward
- Angstzustand
- Ampere
- Andorra Atkins
- Carol
- Circle Takes The Square (kein klassischer Screamo)
- City Of Caterpillar (kein klassischer Screamo)
- Comadre
- Daitro
- Danse Macabre
- Dominic
- Envy (kein klassischer Screamo)
- Escapado
- Enfold
- Funeral Diner
- Guyver-One
- Hot Cross (kein klassischer Screamo)
- Heroin
- Indian Summer
- Jeromes Dream
- JR Ewing (kein klassischer Screamo)
- June Paik
- Kaospilot
- Kontrapunkt
- La Quiete
- Louise Cyphre
- Loxiran
- Mohinder
- Neil Perry
- Orchid
- One Eyed God Prophecy
- Pg.99
- Portraits Of Past
- Reach Out
- Raein
- Reversal Of Man
- Suis La Lune
- Swing Kids
- Shikari
- Saetia
- Tristan Tzara
- The Saddest Landscape
- Uranus (kein klassischer Screamo)
- You And I
- Yage
- Yaphet Kotto
Wichtige Alben:
- Angstzustand – Malen Nach Zahlen
- City Of Caterpillar - s/t
- Carol – Prefabricated
- Circle Takes The Square – As the Roots Undo
- Danse Macabre – Synkopenleben, nein danke
- Daitro – Laisser vivre les squelettes
- Dawnbreed – Amoklaufgefühl
- Escapado – Hinter den Spiegeln
- Escapado – Initiale
- Envy – A Dead Sinking Story
- Envy – All the Footprints You've Ever Left and the Fear Expecting Ahead
- Enfold – No Coming Home
- Funeral Diner - The Underdark
- Guyver-One – s/t
- Heroin – Destination
- Indian Summer – Science 1994
- Jeromes Dream – Seeing Means More Than Safety
- June Paik – s/t 12”
- Kaospilot – s/t
- Loxiran – s/t
- Mohinder – Everything
- Moss Icon - Hate in Me
- Neil Perry – Lineage Situations
- Orchid - Chaos Is Me/Dance Tonight!
- Orchid - Gatefold
- One Eyed God Prophecy – s/t
- Portraits Of Past – Discography
- Pg.99 – Document #8
- Reversal Of Man - This is Medicine
- Reach Out – s/t
- Raein – Il n'y a pas d'orchestre
- Saetia - A Retrospective
- Swing Kids – Discography
- Shikari – 1999-2003
- Suis La Lune – Quiet, Pull the Strings!
- Tristan Tzara – Omorina nad Evropom
- Uranus – To This Bearer of Truth
- Yage – Anders Leben!?
- Zorn – Heftig auflammender Unwille