Ryōji Ikeda

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Ryōji Ikeda (jap. 池田亮司, *1966 in der Präfektur Gifu) veröffentlicht seit 1995 Elektronische Musik und Computermusik und zählt spätestens seit der Jahrhundertwende zu den bekanntesten Musikern der Glitch- und Post-Elektronik-Szene. Auch seine Videoarbeiten entstehen hauptsächlich auf Grundlage von Glitches und anderen algorithmischen Prozessen. In Ikedas Stücken werden so zum Beispiel auch visuelle Arbeiten in Audioereignisse überführt: „Sonifizierung ist etwas ganz anderes, viel schwieriger als Visualisierung.“[1] (vgl. auch Artikel Databending, Sonifikation). Seine Vorgehensweise ist zumeist an Loops orientiert, er veröffentlicht auch Stücke, die ausschließlich aus Klangflächen ohne ausgeprägte Rhythmik bestehen.[2] Ikeda lebt und arbeitet in Paris. Das Album matrix von 2001 gewann den Prix Ars Electronica des ORF Österreich in der Sparte Digital Music & Sound Art.[3] 2013 erschien das Studioalbum Supercodex bei raster-noton, 2015 ein Liveset mit Christian Marclay.

Hintergrund

Seit 1990 arbeitet er als DJ, ab 1994 arbeitete er mit dem japanischen Performance-Multimediaprojekt Dumb Type. Veröffentlicht hat er auf Touch, raster-noton, Staalplaat, CCI Recordings und Dis Voir. Über die Wirkung der ersten Veröffentlichungen Ryoji Ikedas Mitte der 1990er Jahre schreibt die De-Bug:

„Die radikal reduzierten Elemente: Sinustöne, Rauschen, Impulse, gefügt in klare und präzise, vibrierende Arrangements, in extremen Frequenzen mit viel Platz dazwischen und drumrum, entwickelten kinetische Energien, die man in derart aufgeräumten Klangwelten nie vermutet hätte.“[4]

Ryoji Ikeda: Test Pattern Show, Sónar 2010, Barcelona, ein fast perfektes Set.

Zusammenarbeiten

Cyclo (mit Carsten Nicolai), mit Ryuchi Sakamoto, Christian Marclay

Diskografie (Auswahl)

  • Supercodex (raster-noton, CCI Recordings, 2013)
  • Dataphonics (Dis Voir, 2010)
  • Test Pattern (raster-noton, 2008)
  • dataplex (raster-noton, 2005)
  • op. (Touch, 2003)
  • matrix (Touch, 2001)
  • 0°C (Touch, 1998)
  • Time and Space (Staalplaat, 1998)
  • +/- (Touch, 1997)
  • 1000 fragments (CCI Recordings, 1995)

Siehe auch

Glitch, Algorithmische Komposition, Databending, Elektronische Musik, raster-noton, Carsten Nicolai, Olaf Bender, Frank Bretschneider, Clicks & Cuts

Einzelnachweise

  1. Multipara – Ryoji Ikeda: Von den Socken (2011) [1] bei der De:Bug
  2. Eine Klangkomposition zum Beispiel - - (1996) [2] bei Youtube
  3. Artikel Prix Ars Electronica [3] bei der de.wiki
  4. Multipara, Anm. oben

Weblinks

  • Homepage [4] bei Ryoji Ikeda
  • Artikel Ryōji Ikeda [5] bei der de.wiki
  • Profil [6] bei Discogs
  • Multipara – Ryoji Ikeda: Von den Socken (2011) [7] mit Beispielvideos bei der De:Bug
  • Riley ReinholdRyoji Ikeda. Kondens-Musik aus Japan (2000) [8] bei der De:Bug
  • Datamatics (2006) [9] Pure-data-Anwendungen mit Beispielvideos bei ryojiikeda.com

Links im Juli 2017.