Robert Plant

Aus indiepedia.de
Wechseln zu: Navigation, Suche
Robert Plant
Robert Plant in den 1970ern
Robert Plant in den 1970ern
Herkunft: Birmingham, England
Geboren: 20. August 1948 (70 Jahre)
Aktiver Zeitraum: seit 1966
Genres: Hardrock, Bluesrock, Folkrock, Weltmusik
Instrumente: Gesang, Mundharmonika
Labels: CBS, Atlantic, Swan Song, Es Paranza, Sanctuary, Mercury, Universal, Rounder
Homepage: RobertPlant.com
Bands:
Band of Joy
Led Zeppelin
The Honeydrippers
Page and Plant

Robert Plant gehört als Frontmann von Led Zeppelin zu den berühmtesten Rocksängern der Musikgeschichte und konnte auch mit seinen Soloalben Erfolge einfahren.

Biographie

Jugend und frühes musikalisches Wirken

Robert Anthony Plant wächst in Worcestershire auf und entdeckt früh seine Liebe zu Blues und Rock'n'Roll, die er mit sechzehn Jahren in eine Karriere als Sänger in die Tat umsetzen will. In der Tat verbreitet sich in der Musikszene der Midlands trotz fehlenden kommerziellen Erfolgs von Plants diversen Bandvehikeln (darunter auch einige extrem obskure Singles für CBS) rasch die Kunde von dem jungen Mann mit der außergewöhnlichen Stimme. Davon erfährt im Jahr 1968 schließlich auch der Gitarrist Jimmy Page, aus dessen Band The Yardbirds gerade die Hälfte derer Belegschaft ausgestiegen ist und der nun nach neuen Mitmusikern sucht. Studioveteran Page ist weggeblasen von der mächtigen Röhre des Sängers, und als beide feststellen, dass sie große Fans von Blueslegenden wie Robert Johnson und Willie Dixon sind, ist Plant als Sänger der The New Yardbirds betitelten Gruppe an Bord. Da jener auch noch ein Schlagzeuger fehlt, empfiehlt Plant seinen Bandkollegen von der Blues-Psychedelic-Gruppe Band of Joy, einen ebenso versierten wie urwüchsigen Drummer namens John Bonham. Als Page noch seinen guten Bekannten, den erfahrenen Sessionmusiker John Paul Jones, als Bassist dazuholt, steht die Besetzung von Led Zeppelin, mit denen Robert Plants Traum vom Rockstardasein Wirklichkeit werden soll.

Die Jahre mit Led Zeppelin

Plant wird durch seine oktavenumspannende Stimme, seine Ausstrahlung auf der Bühne und nicht zuletzt seine blonde Löwenmähne nebst engen Hosen und Auftritten mit freiem Oberkörper rasch zu dem Sexsymbol des Siebziger-Hardrock. Als Songwriter entwickelt er rasch eine enge kreative Beziehung zu Jimmy Page, und die beiden Musiker werden – ähnlich wie John Lennon und Paul McCartney oder Keith Richards und Mick Jagger – zu einem produktiven Kompositionsgespann. Neben dem Sex-Rock von Nummern wie Whole Lotta Love verfolgt Robert Plant aber auch den sanfteren Folk-Weg, wie er beispielsweise den Sound des dritten Led Zeppelin-Albums bestimmen sollte. Textlich lässt er sich dabei von britischer Mythologie wie auch J.R.R. Tolkien inspirieren, wodurch er eine Art Gegenpol zu Pages Faszination an Schwarzer Magie bildet. Privat wird Plant allerdings im Laufe der Siebziger von mehreren Schicksalsschlägen heimgesucht: Erst erleiden er und seine Frau Maureen im Jahr 1975 in Griechenland einen lebensgefährlichen Autounfall, durch den die Produktion des siebten Zeppelin-Albums "Presence" stark behindert wird, und 1977 stirbt Plants fünfjähriger Sohn Karac an einer Mageninfektion, während der Sänger mit Led Zeppelin auf US-Tour ist. In Folge dessen erwägt der Musiker, seine Karriere umgehend zu beenden, entschließt sich aber dann dagegen. (Der Song All My Love vom letzten Zeppelin-Album "In Through the Out Door" von 1979 ist Plants verstorbenem Sohn gewidmet.) Nur drei Jahre später allerdings schlägt erneut das zu, was die Medien in Anlehnung an die angebliche okkulte Faszination der Band den "Zeppelin-Fluch" nennen: Plants alter Freund seit Band of Joy-Tagen John Bonham stirbt im September 1980, als er nach einem morgendlichen Trinkexzess an seinem eigenen Erbrochenen erstickt. Die überlebenden Mitglieder von Led Zeppelin erklären die Gruppe unmittelbar danach für aufgelöst.

Solokarriere

Nach dem Ende der Band beginnt Robert Plant als erster der Ex-Zeps eine Solokarriere und veröffentlicht 1982 sein Solodebüt "Pictures at Eleven", das ein Top-5-Erfolg dies- wie jenseits des Atlantiks wird; 1983 folgt das ebenso erfolgreiche "The Principle of Moments". Während Jimmy Page sich mit Soundtrackarbeiten und gelegentlichen Jams mit Musikerkollegen zu beschäftigen sucht und John Paul Jones vorerst in der Versenkung verschwindet, klopft Plant 1984 bei seinen ehemaligen Bandkollegen an und holt sie zu seinem Spaßprojekt, der Rhythm and Blues-Band The Honeydrippers hinzu, deren Debüt-EP aufgrund der zugkräftigen Namen der Beteiligten auch gleich ein großer Erfolg wird. Bis 1993 folgen neben weiteren, zunehmend von Weltmusik inspirierten Plant-Soloalben vereinzelte Live-Reunions mit Jimmy Page (unter anderem bei Live Aid), bis 1994 das Duo Nägel mit Köpfen macht und unter dem Namen Page and Plant eine MTV-Unplugged Session inklusive ägyptischem Orchester sowie einigen neuen, orientalisch angehauchten Songs aufführt. Daraus entsteht zunächst eine CD namens "No Quarter: Jimmy Page & Robert Plant UnLedded", gefolgt von einer sehr erfolgreichen Tour sowie dem zweiten Album "Walking Into Clarksdale" von 1998.

Danach widmet sich Robert Plant erst einmal wieder seiner Solokarriere und veröffentlicht 2002 das Album "Dreamland", das diverse Blues-Coverversionen enthält, gefolgt vom Rückblick auf seine Solokarriere "Sixty Six to Timbuktu" im Jahr darauf. 2005 veröffentlicht der Sänger das Konzeptalbum "Mighty ReArranger", das mit den Begriffen von Schicksal und Individuum hantiert. 2007 folgt eine Kollaboration mit der Singer-Songwriterin Alison Krauss namens "Raising Sand", die in den Staaten Platin einfährt und zum erfolgreichsten Album für Plant seit Beginn von dessen Solokarriere wird. Im selben Jahr erfüllen sich dann endlich die Hoffnungen von Legionen Led Zeppelin-Fans, als Robert Plant in London zusammen mit Jimmy Page, John Paul Jones und John Bonhams Sohn Jason als Led Zeppelin auf der Bühne steht und ein gefeiertes Konzert absolviert.

Im Jahr 2010 geht Robert Plant dann nochmals weiter zurück in seine musikalische Vergangenheit, als er das Album "Band of Joy" veröffentlicht, auf dem er zusammen mit Mitgliedern seiner ersten größeren Band Coverversionen und alte Stücke aus dem Band of Joy-Repertoire präsentiert.

Solo-Diskographie

Referenzkasten

  • Soundgarden-Sänger Chris Cornell wurde wegen der Ähnlichkeiten in Stimmumfang und Bühnenauftreten seit dem Beginn seiner Karriere als Reinkarnation von Robert Plant bezeichnet, obwohl Cornell wie auch der Rest seiner Band laut Eigenaussage nie etwas von Led Zeppelin gehalten haben. Gecovert haben die Seattle-Stars die Songs von Led Zeppelin trotzdem gerne.

Referenzkünstler

Weblinks