Roadrunner Records

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Das europäisch-amerikanische, vor allem auf härteren Rock bis hin zu Metal und Hardcore spezialisierte Unternehmen Roadrunner Records zählt zu den weltweit bedeutendsten Labels im Alternative-Bereich mit einschlägigen Bands wie Slipknot, Stone Sour, Dream Theater, Nickelback, um nur wenige Beispiele zu nennen. Der heutige Firmensitz befindet sich in den USA, der größte Firmenanteil mit gut 73,5 % gehört der Warner Music Group, was Roadrunner zu einem Sublabel derselben macht.

Entstehung und Geschichte

Das Unternehmen wurde 1979 in Amsterdam von Cees Wessels gegründet, der daraufhin in großem Maßstab mit dem Ankauf von Vertriebslizenzen der Beneluxstaaten für ausländische Interpreten, wie z.B. The Exploited begann. Das erste Album, das von Roadrunner herausgegeben wurde war 1980 Jim Croce's Best-of-Album. In der darauf folgenden Zeit erarbeitete sich Wessels seinen Status als Haupt-Vertriebs-Ansprechpartner für nicht europäische Labels wie Metal Blade oder Attic, was dazu führte, dass schon bald Top-Acts wie Anthrax und Twisted Sister in Europa durch Roadrunner präsent waren. Als er allerdings feststellte, dass der größte Teil der dabei entstandenen Gewinne nicht bei Roadrunner, sondern seinen amerikanischen Partnerfirmen landete, beschloss Wessels nicht länger nur zu vertreiben, sondern nun auch selbst als Label Bands unter Vertrag zu nehmen. Als in Zusammenarbeit mit dem als "Metal-Mike" gut bekannten Mike van Rijswjik ein Vertrag mit Mercyful Fate abgeschlossen wurde, zeigte die Erfolgskurve endgültig steil nach oben: bis 1990 konnten hochkarätige Bands wie Stormtroopers of Death, Venom, Voivod, Sepultura oder Annihilator ins Boot geholt werden während die internationalen Zweigstellen, die nun eröffnet wurden, die Kassen klingeln ließen.

Anfang der 90er Jahre hatte der Death Metal seinen Zenit erreicht, was den mittlerweile mehreren angestellten Managern nicht entging und diese nach diversen Neuheiten suchten. Sie wurden fündig bei einigen Bands deren Debüts bald darauf erschienen: Fear Factory, Machine Head oder auch Type O Negative, deren "Bloody Kisses" auch Roadrunners erste Gold-Platte werden sollte. Auch Sepultura ernteten 1996 mit "Roots" noch einmal beachtlichen Ruhm. 1999 folgte ein weiterer Höhepunkt, als das gleichbetitelte Debütalbum von Slipknot erschien und in verschiedenen Ländern posthum Platinstatus erreichte.

Nach der Jarhtausendwende wurden Metalcore-Bands (einschlägige Beispiele: Heaven shall burn, Caliban, As I lay dying) äußerst pupülär, wovon auch Roadrunner Records erheblich profitierte, da sie entsprechende Bands wie Hatebreed und Killswitch Engage unter Vertrag hatten. Aktuell sieht Roadrunner vor allem mit Trivium die eigene Zukunft gesichert, Stone Sour verbuchte in den letzten beiden Jahren Erfolg auf Erfolg, während die Popularität von Nickelback, Slipknot, Soulfly und Nightwish weiter anhält.

Kritik

Roadrunner Records geriet mehrmals und von mehreren Seiten in die Kritik, da dem Label vorgeworfen wurde, den Profit der qualitativen Selektion der Bands vorzuziehen, was sich nach Meinung Vieler (allen voran 36 Crazyfists) darin äußerte, dass das Label vor allem während des Nu-Metal-Hypes der 90er Jahre möglichst viele Bands verpflichtete, auch wenn diese allgemein als zweitklassig bekannt waren, ohne die anderen schon vertraglich gebundenen Bands angemessen zu fördern. Auch wird von einigen Hörern vorgehalten, dass mehrmals kurz nach Veröffentlichung eines Albums noch eine weitere Version mit Zusatzmaterial auf den Markt kam, nach allgemeiner Überzeugung, um noch möglichst viel Profit herauszuschlagen.

Aktuelle Liste der Bands bei Roadrunner

Weblinks