Quintette du Hot Club de France

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Das ‪Quintette du Hot Club de France oder nach Übersetzung Quintet of the Hot Club of France wurde 1934 von Django Reinhardt und Stéphane Grappelli in Paris gegründet, nachdem sie sich zuvor bei einer Session zusammengefunden hatten. Es ist nach dem 1932 gegründeten Verein Hot Club de France, der sich für die Förderung des authentischen Jazz einsetzte, benannt. Die ersten Konzerte des Ensembles wurden vom Hot Club de France organisiert. Die Band wird verschiedentlich als eine der wichtigsten Bands des auf Tonträgern erhältlichen Jazz oder aber die wichtigste aller europäischen Jazzbands bezeichnet.[1][2]

Hintergrund

Die erste Besetzung bestand aus Django Reinhardt (Gitarre, Sologitarre), Stéphane Grappelli (Violine), Louis Vola (Kontrabass), sowie Joseph Reinhardt und Roger Chaput oder Pierre Ferret (alle Rhythmusgitarre). Interessant war diese Besetzung auch, weil zum erstenmal im Jazz in einem Ensemble ausschließlich Saiteninstrumente eingesetzt wurden. Die Erstauflage für die erste LP betrug 500 Stück, es war nicht sicher, ob die Ausgaben für die Aufnahmen wieder eingespielt werden konnten.[3] Bis 1939 wurden mehr als 100 Tonträger produziert. Als die Band in England spielte, erklärte England Deutschland den Krieg.

1940 ersetzte Hubert Rostaing (Klarinette) Stéphane Grappelli, der während der Kriegswirren in London blieb, während der Rest des Ensembles sich in Paris wieder zusammenfand. Das neue Line-Up besetzte Joseph Reinhardt fest für die Rhythmusgitarre, am Kontrabass war Sarane Ferret. Diese zweite Besetzung war musikalisch zwar für viele nicht mehr so interessant wie die erste, wurde aber durch ihren standardartigen Mainstreamjazz zum Blueprint der sogenannten Hot-Club-Besetzung.[4]

Grappelli und Reinhardt sollen sich mehr als Musiker respektiert als wirklich gemocht haben. In den 1930er Jahren tourte die Band durch ganz Europa und gab die meisten Konzerte im jazzfreundlichen England. Duke Ellington war begeistert von dem Quintett und lud es nach Amerika ein. Erst nach dem Krieg wurde das Vorhaben verwirklicht, mit der zweiten Besetzung floppte die Tour jedoch und Django Reinhardt entwickelte sich mehr in Richtung Bebop. Die Kritiken der Zeit für das im Anschluss in Europa wiedervereinigte Quintett müssen fürchterlich gewesen sein, das Ensemble löste sich 1948 auf, und die Ehemaligen starteten alle für sich je eine von der Öffentlichkeit, wenn auch nicht von Kritikern, weitgehend unbeachtete Solokarriere.[5]

Beispiele

Erste Besetzung: Django Reinhardt ~ Quintette du Hot Club de France ~ J'attendrai Swing 1939

Zweite Besetzung: Les Yeux Noirs 1940, Be-Bop, Jazz-Performance-Form ohne authentischen Abschluss.

Musik

Gypsy Jazz, Swing, Bebop

Diskografie

Diskografie Quintette of the Hot Club of France [5] bei Red Hot Jazz

Einzelnachweise

  1. Artikel [1] bei der en.wiki
  2. Quintette of the Hot Club of France [2] bei Red Hot Jazz
  3. Artikel [3] bei der de.wiki
  4. ebd.
  5. Profil [4] bei allmusic

Weblinks

  • Profil [6] bei Discogs, die Namensliste ist wahrscheinlich eine Liste der Hot Club-Mitglieder
  • Quintet of the Hot Club of France – After You've Gone (1937) [7] mit Rita Reys (Stimme) bei Youtube, Uploader: klarissimus

Links im Februar 2019.