Punk-Revival

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Abgrenzung
Ursprünge: Punk
Herkunft: USA, Schweden
Zeitraum: in der Hauptsache in den 1990ern
Anders als: Post-Punk, Garage-Punk

Einführung und Geschichte

Punk's not dead war und ist Leitspruch an vielen Bahnhöfen dieser Republik. Wie lebendig gerade kommerziell Punk sein kann, zeigte sich im Amerika der 90er Jahre. Hauptsächlich durch die Skate-Kultur beeinflußt, kamen eine ganze Welle von Punkbands - etliche davon schon in den 80ern aktiv - die die Bedürfnisse des der Pseudo-Grunge-Heulsusen überdrüssigen Publikums mit Härte, Tempo und Spaß befriedigten. Entscheidend war das Epitaph-Label des Bad Religion-Gründers Brett Gurewitz, das vielen der zentralen Bands wie Bad Religion, NOFX und Rancid ein Zuhause bot. Prägend wurden die Punk-O-Rama-Label-Compilations von Epitaph wie auch dessen Label-Offshoots Fat Wreck Chords (das Label des NOFX-Sängers Fat Mike) und Hellcat Records (Rancids Tim Armstrongs Label), die mit ihren jeweiligen Label-Compilations Subgenres des Punk-Revivals abbildeten. War Fat Wreck Chords insbesondere die Heimat Nummer 1 für die Skate-Punk-Bands dieser Welt, war auf Tim Armstrongs Hellcat Records ein traditionellerer Approach zu finden: ob alte Helden wie Joe Strummer ihre späten Alben dort veröffentlichten, sich die Bands direkter an den UK-Punk der Jahre 76-78 anlehnten oder die Second Wave Of Ska um The Specials neu interpretierten - die Labels hatten eine ähnliche Herangehensweise wie die jeweiligen Mutterbands Rancid respektive NOFX.

Die drei kommerziell erfolgreichsten Punk-Revival-Bands waren jedoch Green Day, The Offspring und Blink 182, die auch der Industrie gegenüber aufgeschlossener waren. Während Rancid und NOFX im Epitaph-Heim verweilten und auf ihre Art kleine Egofechtereien um Sell-Out und Punkroots mit sich selbst austrugen, waren die drei anderen früher oder später unter Major-Obhut.

Interessanterweise stand das amerikanische Punk-Revival nie in der Tradition des US- und CBGB-Punks (diese Fährte nahmen später eher die Garage-Punk-Bands auf), sondern beriefen sich auf die weniger artifzielle Herangehensweise des originalen UK-Punks (The Clash, Sex Pistols, The Jam, Sham 69). Nur die Ramones mit ihrem härter-schneller-lauter-Approach waren bei fast jeder Band herauszuhören, gerade auch weil das Punk-Revival - bei aller Zunahme an Tempo und Härte - deutlich melodischer als der ursprüngliche Punk oder gar Post-Punk war. Aus dem amerikanischen Fundus bedienten sich die Punk-Revival-Bands eher bei den Punk-Bands der 80er wie The Descendents.

In Europa war mit Burning Heart in Schweden ein ähnliches Label entstanden, das den - durchaus härteren - aber auch von der Skate-Kultur beeinflussten Punk erfolgreich auf den Markt brachte. Neben Millencolin und Satanic Surfers waren auch die der späteren Garage-Punk-Szene zuzurechnenden The (International) Noise Conspiracy und The Hives ursprünglich auf Burning Heart.

Wichtige Akteure, Alben und Songs

Wichtige Bands:

Wichtige Alben:

Wichtige Songs

  • NOFX: Bob, Linoleum, Leave It Alone, Lori Meyers
  • Rancid: Radio, Radical Roots, Hooligans
  • Green Day: 2000 Light Years From Home, Basket Case, When I Come Around, Longview
  • Bad Religion: 21st Century Digital Boy, Generator, Suffer
  • The Offspring: Self Esteem, Come Out And Play
  • Pennywise: Bro-Hymn

Subgenres

Vorläufer

Wichtige Labels