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{{#widget:YouTube|id=o4P2nuSPcno}} Kommentar von Mitzi: „dass ich überhaupt noch ne Option für die Welt bin, finde ich ja schon super ... der kleene Junkie hat das auf der Acoustic-Gitarre auf dem Helmholtzplatz gebracht und das soll erstmal wer schaffen, die Leute, also die Ersten und Letzten da, so zu rühren, dass der ganze Platz für fünf Minuten stillzustehen scheint ...“ Dann wird ein Stück vielleicht gemocht, weil Hördispositionen anderer mitberücksichtigt werden. Ob das überhaupt so angesagt ist, kann hinterfragt werden. Gibt es so etwas wie eine „Verantwortung der Musik?“ Im Mai ist [[Jens Balzer]]s Buch ''Pop und Populismus: Über Verantwortung in der Musik'' erschienen. Das Thema ist 2019 also einigermaßen aktuell.
 
{{#widget:YouTube|id=o4P2nuSPcno}} Kommentar von Mitzi: „dass ich überhaupt noch ne Option für die Welt bin, finde ich ja schon super ... der kleene Junkie hat das auf der Acoustic-Gitarre auf dem Helmholtzplatz gebracht und das soll erstmal wer schaffen, die Leute, also die Ersten und Letzten da, so zu rühren, dass der ganze Platz für fünf Minuten stillzustehen scheint ...“ Dann wird ein Stück vielleicht gemocht, weil Hördispositionen anderer mitberücksichtigt werden. Ob das überhaupt so angesagt ist, kann hinterfragt werden. Gibt es so etwas wie eine „Verantwortung der Musik?“ Im Mai ist [[Jens Balzer]]s Buch ''Pop und Populismus: Über Verantwortung in der Musik'' erschienen. Das Thema ist 2019 also einigermaßen aktuell.
 
*Politikpool, frühere Version vom 14. Juli 2019: [https://www.indiepedia.de/index.php?title=Politikpool_Indiepedia&oldid=218895]. Wie die speziellen Geschichten die allgemeinen und abstrakten Einheiten, wie Ziffern, Buchstaben und Silben zu sich heranziehen, weil sie so hilflos sind ohne alle Spezifika, so ist Empirie gegenüber den Theorien gefragt. Die uralte und ungelöste Problematik der Verbindung von Marxismus und Psychoanalyse sollte doch auch einmal beispielhaft vorgestellt werden, damit sie auf Anhieb verstanden werden kann. Die Musik, die ich mache, ist Ergebnis meines Lebens. Sich als historische Person fühlen wäre, sich als Kind seiner Eltern zu fühlen, sich in eine Tradition zu stellen? Mit dem Wissen meiner Großeltern ist mein Wissen über 100 Jahre alt.
 
  
 
Eine weitere Schnittstelle der Existentialismus: „Das bedeutete, daß der Sartresche Existentialismus für sich beanspruchte, eine Art Marxsche Theorie des Subjekts zu sein. Hierzu führte kein Weg an der Psychoanalyse vorbei. Um zu begreifen, warum die Einzelnen zu dem geworden waren, was sie sind, bedurfte es der Psychoanalyse: Allein die Psychoanalyse ermöglicht heute ein eingehendes Studium der ersten Versuche, in denen ein Kind noch ganz im Dunkeln tappend – ohne es zu begreifen – die ihm von den Erwachsenen auferlegte gesellschaftliche Rolle spielen sucht; nur die Psychoanalyse kann uns zeigen, wie es an dieser Rolle erstickt, wie es sie abzustreifen versucht oder wie es gänzlich in sie hineinwächst. Und nur sie allein ermöglicht, den ganzen Menschen im Erwachsenen zu finden, d.h., über seine jeweiligen momentanen Bestimmungen hinaus, auch das Gewicht seiner Geschichte. Und es ist völlig abwegig zu glauben, diese Disziplin sei mit dem dialektischen Materialismus unverträglich.”[13] Diese Sätze hätte ebensogut Herbert Marcuse schreiben können. Ihm und Sartre ging es darum, die Schnittstellen zwischen Individuum und Gesellschaft zu verstehen, um sie der Veränderung zugänglich zu machen.“ [http://www.trend.infopartisan.net/trd0805/t040805.html Sven Oliveira Cavalcanti – ''Das Subjekt im Marxismus. Berührungen zwischen kritischer Theorie und Sartres Existentialismus. Zum 100. Geburtstag von Jean-Paul Sartre'' (2005)]
 
Eine weitere Schnittstelle der Existentialismus: „Das bedeutete, daß der Sartresche Existentialismus für sich beanspruchte, eine Art Marxsche Theorie des Subjekts zu sein. Hierzu führte kein Weg an der Psychoanalyse vorbei. Um zu begreifen, warum die Einzelnen zu dem geworden waren, was sie sind, bedurfte es der Psychoanalyse: Allein die Psychoanalyse ermöglicht heute ein eingehendes Studium der ersten Versuche, in denen ein Kind noch ganz im Dunkeln tappend – ohne es zu begreifen – die ihm von den Erwachsenen auferlegte gesellschaftliche Rolle spielen sucht; nur die Psychoanalyse kann uns zeigen, wie es an dieser Rolle erstickt, wie es sie abzustreifen versucht oder wie es gänzlich in sie hineinwächst. Und nur sie allein ermöglicht, den ganzen Menschen im Erwachsenen zu finden, d.h., über seine jeweiligen momentanen Bestimmungen hinaus, auch das Gewicht seiner Geschichte. Und es ist völlig abwegig zu glauben, diese Disziplin sei mit dem dialektischen Materialismus unverträglich.”[13] Diese Sätze hätte ebensogut Herbert Marcuse schreiben können. Ihm und Sartre ging es darum, die Schnittstellen zwischen Individuum und Gesellschaft zu verstehen, um sie der Veränderung zugänglich zu machen.“ [http://www.trend.infopartisan.net/trd0805/t040805.html Sven Oliveira Cavalcanti – ''Das Subjekt im Marxismus. Berührungen zwischen kritischer Theorie und Sartres Existentialismus. Zum 100. Geburtstag von Jean-Paul Sartre'' (2005)]
 
*Die Antagonie von Marxismus und Psychoanalyse ist vielleicht eines der sieben geistigen Weltwunder der Menschheit. Das abendländische Musiksystem ist ein weiteres. Auch wenn das zwei ganz andere Kategorien sind, fällt mir noch das Mitgefühl als größtes geistiges Weltwunder ein, obwohl man nicht weiß, ob es nicht zur Seele und damit zum Fleisch gehört, und das Strukturdenken.
 
  
 
=== Ich bin dagegen, denn – ihr seid dafür ===
 
=== Ich bin dagegen, denn – ihr seid dafür ===
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:Hm, ich denk, das liegt an einer bewussten Inszenierung von "teutonischer" Härte und weil es Rammstein immer wieder unterlassen, in ihrer Musik klare politische Statements unterzubringen. Ich für meinen Teil z. B. emfpinde Rammstein keine Sekunde als rechts oder auch nur rechtsgerichtet. Vieleicht liegt es einfach am bewussten Reflektieren von deutscher Kultur, was Rammstein immer wieder in die rechte Ecke drängt und e.v. auch von Rechten Kreisen so aufgefasst wird. --[[Benutzer:FIST|FIST]] 00:24, 8. Mai. 2008 (CEST)
 
:Hm, ich denk, das liegt an einer bewussten Inszenierung von "teutonischer" Härte und weil es Rammstein immer wieder unterlassen, in ihrer Musik klare politische Statements unterzubringen. Ich für meinen Teil z. B. emfpinde Rammstein keine Sekunde als rechts oder auch nur rechtsgerichtet. Vieleicht liegt es einfach am bewussten Reflektieren von deutscher Kultur, was Rammstein immer wieder in die rechte Ecke drängt und e.v. auch von Rechten Kreisen so aufgefasst wird. --[[Benutzer:FIST|FIST]] 00:24, 8. Mai. 2008 (CEST)
 
Holocaust (das Video). Eins weiß ich: Der Holocaust wird zum persönlichen, wo er kein historischer war. Die Lehren zieht jeder für sich selbst und seine Gesellschaften, für seine Geschichte, die am Ende keine war, weil von Geschichte nichts bleibt. Aber eine Lektion soll der Holocaust wohl sein und bleiben. So stößt der Holocaust an die Grenzen der Sprache, wenn ich mich wundere, dass die Leugner nicht einfach „hohle Kost“ in den Raum werfen. Das sollte doch einige überzeugen oder nicht? Was passiert danach, wie wenn ich Jesus Hitler sage? Wer vor mir hat das schon gesagt? Keiner? Ja, warum denn nicht? Liegt doch so nahe. Weil damit die Grenzen der eigenen Welt derart erschüttert würden, dass man sich solche Erkenntnisse versagt? Woran liegt das? Weil das Fundament nicht fest genug, nicht elaboriert genug war, um zwischen Jesus und Hitler zweitausend Jahre Geschichte anzusiedeln? Was tut das Rammstein-Video zum Holocaust dazu? Wo liegt der Erkenntniswert? Daran misst sich das ökonomische Interesse. Je weniger Erkenntnis, desto eher sind rein ökonomische, also Ausbeuterinteressen, zu vermuten. Das ist so im Kapitalismus. Sich mit dem Holocaust auf Lebenszeit nicht zu befassen, kommt in [[Deutschland]] und [[Europa]] einer Leugnung gleich. Oder "Get the money" und Gethsemane, wie kommts? Wo mit Wittgenstein die Grenzen der Welt die Grenzen der beschreibbaren Welt sind, ist das Ende der Welt hier wohl erreicht. Dass das auch das Ende der eigenen Welt ist, soviel ist verstanden. Es handelt sich also um eine verbindliche stillschweigende Übereinkunft, die im Grunde nirgends hinterfragt wird, dass das eine mit dem anderen nichts zu tun hat. Selbst die Option des Hinterfragens wurde vergessen. Was kann das erzeugt haben? Wie ging das und wie gehts uns denn in der Welt? Sollten solche Vereinbarungen nicht neu verhandelt werden? In dem Zusammenhang? Wieso? Vielleicht gibt es ja sinnvollere Horizonte, die als Black Boxes akzeptabler sind. Aber den Geist des ESP, den gibt es nicht auf der Welt. Jede Erkenntnis will zurück auf die Welt gebracht werden, auf welche Weise auch immer. Das ist das Dies Irae. Erkenntnis ist überhaupt eine Happensache. Selbst in Richtung Schönheit ist der Schrecken als intensivste Empfindung organisiert. Das wäre wohl das andere. Also suchen wir uns ein System im System, da sind wir dann sicher. Ein wenig sicherer. So autark ein jedes System durch seine Kopplungen erscheint, so wird es oft auch weniger im System als daneben verortet. Auf diese Weise kommen neben der eigentlichen Etymologie, die selbst ein System und Sprachspiel ist, andere Sprachspiele zum Zuge und verweisen auf die Sprache als komplett autarkes System, wie die Musik auch ein komplett autarkes System ist. Nun beschreibt die Sprache aber nicht nichts. Es geht also nicht um eine Aufforderung zum Schweigen. Dass für das System selbst ein minutiöser Plan vorhanden ist, eine Art Vorentwurf, daran kann kein Mensch zweifeln. Wo sich verwirklichen? Was interessiert? Geschichte geht es darum, Geschichte wieder möglich zu machen, wozu eine Revolution erforderlich ist. Die Auffassung, dass Anfänge und Enden im Anspruch selbst über die Leben einfach zu Kreisläufen verknüpft werden, entspricht nicht der Entwicklung solcher Systeme, sondern sie werden diskursiv und in Auseinandersetzung entwickelt. Sie entspricht aber einer Sprachlosigkeit, die, anders als die Stille, Menschen ratlos zurücklassen kann. Eines aber ist sicher: Die Kultur des 21. Jahrhunderts soll eine andere sein als die des 20. Jahrhunderts, ohne dass diese vergessen wird. Das wird allerorten mit Hochdruck betrieben. Wozu diese ganzen unangenehmen Einlassungen? Dass wir wissen, wozu wir das machen, was wir machen.
 
 
Hoffentlich komme ich bald wieder zur Ästhetik, ich habs so satt. Ich weiß! Das Reich der Ästhetik ist nicht historisch-materialistisch oder ewig, sondern beides – nämlich die ganze Zeit historisch-materialistisch und jenseits der Zeit wird die Zeit gesegnet. Und zwar die ganze Zeit. Find ich einfach super. So hat der historische Materialismus sozusagen noch ein wenig Schub aus dem Jenseits: „Kein schöner Land in dieser Zeit, als hier das unsre weit und breit, wo wir uns finden, wohl unter Linden zur Abendzeit, Abendzeit.“
 
  
 
==  In-A-Gadda-Da-Vida‎ ==
 
==  In-A-Gadda-Da-Vida‎ ==

Aktuelle Version vom 5. November 2019, 05:13 Uhr

Phase 1

Brainstorming, Quellen suchen, Zitate zusammensammeln, strukturieren ...

  • Wie steht die Jugend / Musik / Indiekultur, bzw. wie stehen ausgewählte Personen zu bestimmten Politischen Themen (Stchwörter: Beatniks, Hippies, Skinheads, Punks, Black Metal, HipHop).
  • Wie reagiert die Politik / Gesellschaft / Öffentlichkeit) auf Jugendkultur (Stichworte: Mai 68, Demostatus der Loveparade, Tekknivals)?

Quellen

Aus der Wikipedia:

Was mir grad so einfällt:

  • Es lohnt sich, zur Wahl zu gehenThe Roots zu Obama.
  • Das Buch gegen Nazis von der Zeit und der Bundeszentrale für Politische Bildung, bzw. www.netz-gegen-nazis.de herausgegeben. In bezug auf die Musikkultur aber nur begrenzt zu gebrauchen.

Interessante Themenbereiche

  • Hip Hop (Deutschland) – also irgendwo zwischen Freundeskreis und „Schwarz Rot Gold, Hart und Stolz“.
  • Böhse Onkelz – Leute die die Meinung wechseln, oder doch nicht?
  • Sexismus im Rock, Feminismus im Punk.
  • Techno – unpolitisch oder doch nicht? Hedonismus auf der einen Seite, soziales Bewusstsein auf der anderen Seite (UR, 430 West, Detroit Techno Millita).
  • Christentum, Satanismus, Heidentum, Religion und Philosophie in der Musikkultur (Metal, Marilyn Manson, Christian Contemporary Music).
  • Straight Edge.
  • Gewalt und Jugendkultur – Steine gegen Staatsgewalt, Bandenkriege usw.

Brainstorming

Jiddu Krishnamurti. Kein Grund zur Sorge. Hans-Georg Gadamer spricht auch davon, dass Pessimismus unaufrichtig sei. Bevor diesem Brainstorming aber „säkularer Mystizismus“, wie er Jacques Lacan, oder eine diffus-eklektizistische Perspektive mit religiös und politisch motivierten Hintergründen, wie sie den Cro-Mags vorgeworfen wird, vorgeworfen wird, verweise ich auf die Zusammenhänge im Rahmen der Linguistik und Hermeneutik, die das Zentrum der Argumentationen ausmachen. Von der Herkunft her und von den Zielen ist das nah an der Musikästhetik befindlich. Dort freut es einen, wenn überhaupt ein Feedback erfolgt und Geschichte sich sozusagen als wirklich beweist.

Jugendkultur und Politk ist ein Thema, das so alt ist wie die Jugend und die Politik. Stets nahmen Jugendliche als Subkultur eine Haltung gegenüber Politik und gesellschaftlichen Themen ein, und ebenso stets bezogen Politiker und andere alte Stellung gegenüber den Jugendsubkulturen. Dabei gingen und gehen die Meinungen und Haltungen jeweils sehr weit auseinander.

Kommentar von Mitzi: „dass ich überhaupt noch ne Option für die Welt bin, finde ich ja schon super ... der kleene Junkie hat das auf der Acoustic-Gitarre auf dem Helmholtzplatz gebracht und das soll erstmal wer schaffen, die Leute, also die Ersten und Letzten da, so zu rühren, dass der ganze Platz für fünf Minuten stillzustehen scheint ...“ Dann wird ein Stück vielleicht gemocht, weil Hördispositionen anderer mitberücksichtigt werden. Ob das überhaupt so angesagt ist, kann hinterfragt werden. Gibt es so etwas wie eine „Verantwortung der Musik?“ Im Mai ist Jens Balzers Buch Pop und Populismus: Über Verantwortung in der Musik erschienen. Das Thema ist 2019 also einigermaßen aktuell.

Eine weitere Schnittstelle der Existentialismus: „Das bedeutete, daß der Sartresche Existentialismus für sich beanspruchte, eine Art Marxsche Theorie des Subjekts zu sein. Hierzu führte kein Weg an der Psychoanalyse vorbei. Um zu begreifen, warum die Einzelnen zu dem geworden waren, was sie sind, bedurfte es der Psychoanalyse: Allein die Psychoanalyse ermöglicht heute ein eingehendes Studium der ersten Versuche, in denen ein Kind noch ganz im Dunkeln tappend – ohne es zu begreifen – die ihm von den Erwachsenen auferlegte gesellschaftliche Rolle spielen sucht; nur die Psychoanalyse kann uns zeigen, wie es an dieser Rolle erstickt, wie es sie abzustreifen versucht oder wie es gänzlich in sie hineinwächst. Und nur sie allein ermöglicht, den ganzen Menschen im Erwachsenen zu finden, d.h., über seine jeweiligen momentanen Bestimmungen hinaus, auch das Gewicht seiner Geschichte. Und es ist völlig abwegig zu glauben, diese Disziplin sei mit dem dialektischen Materialismus unverträglich.”[13] Diese Sätze hätte ebensogut Herbert Marcuse schreiben können. Ihm und Sartre ging es darum, die Schnittstellen zwischen Individuum und Gesellschaft zu verstehen, um sie der Veränderung zugänglich zu machen.“ Sven Oliveira Cavalcanti – Das Subjekt im Marxismus. Berührungen zwischen kritischer Theorie und Sartres Existentialismus. Zum 100. Geburtstag von Jean-Paul Sartre (2005)

Ich bin dagegen, denn – ihr seid dafür

In der Jugend ist man meist irgendwie einfach und prinzipiell dagegen. Gegen die Eltern, die von den ehemligen Fixsternen des Kindsuniversums zu normalsterblichen Menschen werden, gegen den etablierten Kulturbetrieb, der nie genau das bietet, was man eigentlich jetzt und gerade in dem Augenblick will (und auf das man, natürlich, auch ein Anrecht hat), gegen die Polizei, die, wie es scheint, nichts lieber macht, als den Jugendlichen den Spaß zu verderben, gegen die etablierten Politiker, die scheinbar auch nichts auf die Reihe kriegen und eigentlich sowieso gegen alle, die älter als dreißig sind. Diese Protesthaltung der Jugend, die schon auf einem altägptischen Papyrus 2500 vor Christus festgehalten wurde, führt zu verschiedenartigen Verhalten und Meinungen, auch Politischer Natur.

Zitate

I can´t get no satisfaction

Da die Gesellschaft den Jugendlichen oft öde, spießig und spaßfeindlich erscheint, ist vieles natürlich gegen den Mief der Spießer gerichtet, was politische Einstellung und Äußerungen der Jugendkulturen anbelangt. Ein Beispiel dafür sind z. B. Drogen, allen Drogen voran natürlich die Volksdroge Nummer zwei der Jugendkultur: Hanf. So gibt es einen großen Konsens unter der Jugendkultur, die über Szenegrenzen hinausgeht, was die Legalisierung von Hanf als Genuss-, Heil- und Rauschmittel anbelangt, auch auf politischer und gesellschaftlicher Ebene. Dieses Anliegen äußert sich in Smoke-ins (in den Sechzigerjahren), in Demonstrationen, Volksbegehren, zivilem Ungehorsam usw.

Ein anderes Politikum, dass Jugendkulturen immer mal wieder bewegt, sind Räume, in denen sie ihre Kultur leben können, selbstgestaltet, ohne Bevormundung durch Erwachsene Körperschaften. Ein Beispiel für die Erkämpfung solcher Räume ist die Rote Fabrik in Zürich. 1980, als sich die Jugendlichen durch die Stadt übergangen fühlten, führte dieses Bedürfniss nach selbsverwalteten Räumen zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Jugendlichen und der Staatsgewalt und führte schlussendlich dazu, dass die Regierung nachgab und die Rote Fabrik seitdem selbstverwaltet wird.

Zitate

This land is your land and this land is my land ...

Spätestens seit mit dem Punk und der Skinheadkultur auch Migranten und deren Erzfeinde, Nazis in die musikalische Öffentlichkeit drängen, ist in der Jugendkultur die Welt nicht mehr ohne Weiteres zu übersehen. Aus dem provokanten tragen eines Hakenkreuzes, dass die ersten Punks noch als Provo zelebrierten, ist tödlicher Ernst geworden, seit das Blood & Honour Netzwerk begann, rechtsgerichtete Bands und Fans weltweit zu koordinieren und so eine rechtsextreme Musik-Jugendkultur erst etablieren konnte. Gleichzeitig rückte die Punkszene, am Anfang eher unpolitisch, zumindest nicht plakativ politisch immer weiter nach links und bezog lautstark und oft auch fauststark Stellung gegen Rassismus. In den Medien etablierte sich, wenn auch völlig versimpliziert, das Bild des linksextremen Punks und des rechtsextremen Skinheads, ein Bild, das der Skinheadkultur nachhaltig geschadet hat, da doch das Gros der Skinbewegung mit Rechtsextremismus genau so wenig am Hut hat, wie mit dem Linksextremismus. Jedenfalls, seit spätestens Mitte der 80iger Jahre ist der Rassismusdiskurs aus der Jugendkultur nicht mehr hinwegzudenken, und verknüpfte die Jugendkultur wieder verstärkt mit politischen Netzwerken.

Every time you drop the bomb you kill the god your child has born

Immer gab es Krieg auf der Welt, und immer bezog auch die Jugend Stellung dazu. Aber erst mit der Massenbewegung der Hippies bekam die Jugend eine öffentliche Plattform, um ihre Meinung über den Krieg in die Öffentlichkeit zu tragen. Dabei spielte es sicher eine Rolle, dass die in den Vietnamkrieg hineingewachsene Generation keinen Sinn im Vietnamkrieg sah, da dieser Krieg zu offensichtlich nur dazu diente, die geopolitische Vormachtstellung der USA zu schützen. Zudem wurden die Gräueltaten des Vietnamkrieges zu offen in den Medien publiziert, als dass Kritik hätte ausbleiben können... Kommt noch die Neuentdeckung Psychedelischer Drogen hinzu, die dem Drogenuser die Lust am Morden oder das Bedürfnis, sich als Held der Nation zu profilieren, nahm und ihnen dafür ein Harmonie- und Friedensbewusstsein eingab. Wie so Vieles, was die Hippies getan haben, bildete diese Antikriegshaltung das Fundament, auf dem sich spätere Jugendkulturen einnisteten, so dass die Antikriegshaltung mehrheitlicher Standard unter den Jugendlichen ist, die in eine Subkultur eingebunden sind.

Ein Gegenpol bildete sich erst in der Metalszene aus, in der Krieg oder der Krieger nicht als schlecht per se angesehen wurden. Weitere Subgenres des Metal gehen bis zu einer reiner Glorifizierung des Krieges, sei es aus einer heroischen Weltsicht heraus oder aus einer nihilistischen. Allerdings ist es fraglich, wieweit diese Glorifizierung des Krieges und des Kampfes bloße Attitüde oder wirklich ernst gemeint war. Einzig im rechtsextremen Flügel der mit dem Metal verknüpfen Musikrichtungen hat sich eine regelrechte Kriegstheologie herausgebildet, die in nichts den nationalsozialistischen oder faschistischen Welteroberungsphantasien zu unterscheiden sind, aus deren „Philosophie“ sie ihre Weltsicht übernahmen,

Plucked her eyebrows on the way shaved her legs and then he was a she

Sex, Gender ...

Den Regler auf zehn am Gleichschaltmodul und die aktuellen Updates vom Medienmogul

Individualität / Konformität ...

Jesus died for somebody's sins but not mine

Religion / Religionspolitik ...

Warum wird Rammstein so oft mit Rechtsrock-Attitüden assoziiert!?

Zur Beantwortung dieser Frage muss man viele Aspekte der rammsteinschen Kunst betrachten:

Musikalische Aspekte

  • stampfende Beats
  • harte, elektrisch verzerrte Riffs
  • Singstil von Sänger Till Lindemann (tiefer Basston, der auch bei Sängern von rechten Bands zu finden ist, sowie rrrrrrrrrollendes R)

Texte

  • Texte meist sehr emotonial
  • „Morgenrot oh Morgenrot“ – !? Huldigung von eher veralteten Begriffen..?

Live-Inszenierungen

Leider habe ich Rammstein noch nie live gesehen, daher beziehen sich sämtliche Angaben, die ich jetzt mache, nur auf ein paar wenige Ausschnitte, die mal bei MTV gezeigt wurden (war es ein MTV Masters zur Band..!?)

Vielleicht wollen ja der eine oder andere mal ein solches Konzert schildern...

  • Wertlegung auf aufwändige Inszenierungen mit Feuer
  • teils groteske Darstellungen von Sexualität und Machtausübung

Gegenmaßnahmen von Rammstein

  • Rammstein beteiligt sich jährlich an einer Vielzahl von Festivals oder Konzerten gegen rechts
  • Aussage von Sänger Till Lindemann hier!
Hm, ich denk, das liegt an einer bewussten Inszenierung von "teutonischer" Härte und weil es Rammstein immer wieder unterlassen, in ihrer Musik klare politische Statements unterzubringen. Ich für meinen Teil z. B. emfpinde Rammstein keine Sekunde als rechts oder auch nur rechtsgerichtet. Vieleicht liegt es einfach am bewussten Reflektieren von deutscher Kultur, was Rammstein immer wieder in die rechte Ecke drängt und e.v. auch von Rechten Kreisen so aufgefasst wird. --FIST 00:24, 8. Mai. 2008 (CEST)

In-A-Gadda-Da-Vida‎

Tippfehler, Tippfehler, Tippfehler vermeiden, das ist das A und O, und dann kann man sagen, was man will. Ich nenn das Denken ab jetzt Schreiben. Tolles Stück – bin nicht immersiert, hat mich immersiert.