Patti Smith

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Patti Smith
Patti Smith live in San Francisco 1978
Patti Smith live in San Francisco 1978
Herkunft: Chicago, Illinois, USA
Geboren: 30. Dezember, 1946 (71 Jahre)
Aktiver Zeitraum: seit 1975
Genres: Rock, Punk, Singer-Songwriter
Instrumente: Gesang, Gitarre
Labels: Arista, Columbia
Homepage: http://www.pattismith.net/

Patti Lee Smith ist eine US-amerikanische Sängerin, Liedautorin und Künstlerin. Mit der Veröffentlichung ihres Debütalbums "Horses" wurde sie zu einer zentralen Figur der Punkrock-Bewegung der 70er Jahre.


Biographie

Patti Lee Smith wurde am 30. Dezember 1946 in Chicago geboren. Sie stammt aus einem ärmeren Elternhaus, brach mit 16 die Schule ab und begann dann in einer Fabrik zu arbeiten. Sie bekam ein Kind, das sie aber zur Adoption freigab. 1969 begann sie, ihre von der Beat Generation beeinflusste Poesie in Zeitschriften zu veröffentlichen. Zu dieser Zeit hatte sie eine Beziehung mit dem Fotografen Robert Mapplethorpe, von dem viele Fotos ihrer späteren Plattencover stammen. Begegnungen mit Sam Shepard, Todd Rundgren und Tom Verlaine (Television) führten 1974 zu ihrer ersten Single Hey Joe, in der Patti Smith die Entführung von Patty Hearst verarbeitete.

Ihr 1975 erschienenes und von John Cale produziertes Debütalbum Horses macht Smith zur bekannten Rock-Poetin, die Patti Smith Group zum Vorläufer und Vorbild der englischen und amerikanischen Punk- und New-Wave-Bewegung. Patti Smith etablierte sich zudem als Ikone der florierenden Frauenbewegung.

1976 folgte das Album Radio Ethiopia. 1977 erlitt Smith einen schweren Unfall bei einem Konzert und veröffentlichte im Jahr darauf mit Easter ihr kommerziell erfolgreichstes Album. Der Hit Because The Night ist eine Zusammenarbeit mit Bruce Springsteen. 1979 erschien mit Wave ihre für lange Zeit letzte LP. 1980 heiratete sie Fred "Sonic" Smith (Gitarrist bei MC5 und Sonic's Rendezvous Band), zog nach Detroit und konzentrierte sich auf ihre Familie. Ihr musikalisches Interesse schien erloschen.

Mit Fred Smith nimmt sie 1988 Dream Of Life auf, ein erstes musikalisches Lebenszeichen nach neun Jahren, um „ihre Haushaltskasse aufzufüllen“. 1994, während der Vorbereitung zu einer weiteren Platte, erliegt Fred Smith unerwartet einem Herzinfakt, kurz darauf ereilt ihren Bruder das gleiche Schicksal. Zudem verliert Patti Smith noch Robert Mapplethorpe und ihren Pianisten Richard Sohl. Erst 1996 ging Patti Smith mit Gone Again wieder in die Öffentlichkeit, ein Jahr später folgt Peace And Noise, 2000 Gung Ho. Ein aufwändig gestaltetes Best-Of-Doppelalbum erscheint mit „Land (1975-2002)“ im März 2002, 2004 folgt ein weiteres Studioalbum mit dem Titel Trampin', für das Smith zu Sony wechselte. Die Jahre 2005 und 2006 sahen eine stille Kooperation mit Kevin Shields und waren der schwierigen Ausarbeitung ihres literarischen Werkes The Coral Sea gewidmet. Es kam zu zwei beeindruckenden Aufführungen in der Londoner Queen Elizabeth Hall, die gut strukturierten Gitarrenlärm mit emphatischer bis schamanenhafter Rezitation verbanden. Im April 2007 erscheint das Cover-Album Twelve auf dem sie Nirvana, Bob Dylan, Tears For Fears, Jimi Hendrix und andere covert und dafür Gäste wie Tom Verlaine und Flea engagiert hat.

2003 stellte sie ihre Kunstwerke im Andy-Warhol-Museum (Pittsburgh) aus. Im Juni 2005 kuratierte sie das Londoner Meltdown Festival, wo ihre Live-Performances von „Horses“ einen der Höhepunkte darstellte.

Kollaborationen

Diskographie

Alben

Compilations

Live

Kompilations-Beiträge

Charts

Jahr Titel Charts
D US UK A CH S F NOR FIN NZ I
1976 Horses - 47 - - - - - - - - -
1977 Radio Ethopia - 122 - - - 38 - - - - -
1978 Easter 43 20 16 - - 34 - 10 - - -
1979 Wave 18 18 - 19 - 17 - 7 - - -
1988 Dream Of Life 30 65 - 26 9 15 - 9 - - -
1996 Gone Again 28 55 - 21 29 18 46 33 - - -
1997 Peace And Noise 99 152 - - - 47 - - - - -
2000 Gung Ho 67 178 - - 94 - - - - - -
2002 Land (1975-2002) - - - 53 70 - - 25 - - -
2004 Trampin' 36 123 - 49 48 16 23 18 - 19
2007 Twelve 17 60 63 32 23 26 12 35 - 30 06
Single
1978 Because The Night - - 5 21 - 9 - - - - -

Bibliographie

  • 1972 Seventh Heaven
  • 1972 A Useless Death
  • 1972 kodak
  • 1972 Early morning dream
  • 1973 WITT
  • 1976 The Night (mit Tom Verlaine)
  • 1977 Ha! Ha! Houdini!
  • 1978 Babel
  • 1992 Woolgathering
  • 1995 Early Work, 1970–1979
  • 1996 The Coral Sea
  • 1998 Patti Smith Complete: Lyrics, Reflections and Notes for the Future
  • 1999 Wild Leaves
  • 2003 Strange Messenger: The Work of Patti Smith (Ausstellungskatalog)
  • 2005 Auguries of Innocence: Poems, October
  • 2010 Just Kids

Jahrescharts

Jahr Titel Kritiker Charts Leser Charts
NME Musikexpress Rolling Stone
1975 Horses
13
-
-
1996 Gone Again
-
-
6
1997 Peace And Noise
-
25
27
2000 Gung Ho
-
-
29
2004 Trampin
-
-
22
Singles
1978 Because The Night
22
-
-
1988 People Have The Power
22
-
-

All-Time-Charts

Horses
Easter

Referenzkasten

  • Auf Thurston Moores Soloalbum "Psychic Hearts" gibt es einen Track namens "Patti Smith Math Scratch".
"auf dem Küchentisch / ein Gedicht von Patti Smith: / female, feel male / sie schreibt: heftig ... schwach ... schwelgerisch / Im Sommerrock sich legen lassen / von einem schmalhüftigen Jungen hinter der Kegelbahn / bluten ... den Höhepunkt erreichen ... den Bauch gefüllt bekommen"

Das Zitat stammt aus dem Gedicht "Female" von 1967, dort heisst es:

"sultry. languid. wanton. dip into / summer skirts. go down with a narrow hipped boy / behind a bowling alley. bleed. come. fill my womb."

Referenzbands

Coverversionen

Patti Smith covert ...

siehe ihr Album Twelve
auf anderen offiziellen LPs, CDs, Singles oder Compilations
  • 5-4-3-2-1 von Manfred Mann (auf „Horses“-CD-Rerelease)
  • Gloria von Them (auf „Horses“-CD-Rerelease)
  • Hey Joe (Traditional) (erste Single)
  • My Generation von The Who (Single-B-Seite von „Gloria“, auf „Horses“-CD-Rerelease)
  • So You Want To Be A Rock & Roll Star von The Byrds (auf „Wave“)
  • Wicked Messenger von Bob Dylan (auf „Gone Again“)
  • When Doves Cry von Prince (auf „Land“)
live / nicht offiziell veröffentlicht
Patti-Smith-Songs, die gecovert werden...

Trivia

MP3s

Weblinks