New York Dolls

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Die New York Dolls wurden 1971 in New York City gegründet und trennten sich 1975. Drei Originalmitglieder der Band vereinigten sich 2004 wieder und sind bis heute aktiv.

Genre

Proto-Punk, Glamrock

Line-Up

Bandgeschichte

An Heiligabend 1971 traten die New York Dolls zum ersten Mal öffentlich auf, und zwar in einem Obdachlosenasyl in New York.

Schon ein Jahr später verstarb der Schlagzeuger Billy Murcya und wurde von Jerry Nolan, einem Freund der Band ersetzt. Im selben Jahr lud der Sänger Rod Stewart die Band ein, um auf seiner Tour im Vorprogramm zu spielen. Im Jahr 1973 schließlich wurde das selbstbetitelte Debütalbum veröffentlicht.

Es zeigte auf dem Schallplattencover die fünf Bandmitglieder, die mit toupierten Haaren und wie Transvestiten gekleidet, auf einem Sofa sitzen. Musikalisch ist das Album ein Wegbereiter für mindestens zwei kommende Genres. Dank der harten Gitarren-Riffs wurde erstmals ein Merkmal des Heavy Metal hörbar. Während der damals düster klingende Sound der New Yorker Undergroundbands von den New York Dolls sehr energetisch gespielt wurde, nahm die Band eine der ersten Punk-Platten auf.

Vor allem die dem Album folgende Tour durch Europa und vor allem durch Großbritannien hinterließen in dieser Hinsicht bleibende Eindrücke beim jungen Publikum. Sie sahen eine Band mit unverschämtem Verhalten, gepaart mit direkter und geradliniger Musik.

Doch schon das zweite Album wurde zwar von vielen Kritikern, jedoch nicht mehr von den Hörern gut aufgenommen. Die Verkäufe des Albums erreichten nicht die Ziele des Labels Mercury, und so verlor die Band ihr Management. Darauf engagierten sie den britischen Designer und Künstler Malcolm McLaren als Manager, der mit den New York Dolls wohl einige Eindrücke für seine spätere Entdeckung, nämlich den Sex Pistols gewann.

1975 schließlich kam der Anfang vom Ende der Band, als Thunders und Nolan während einer Tour durch die USA die New York Dolls verliessen. Sie wurden zwar noch ersetzt, die Tour (unter anderm mit den Sex Pistols wurde fortgesetzt)jedoch wurde 1977 das offizielle Ende der Band bekannt gegeben.

Erst im Jahr 2004, durch die Vermittlung von Morrissey, einem langjährigen Fan der Band, gelang eine Reunion. Johansen, Sylvain und Kane, die einzigen überlebenden Mitglieder, spielten auf dem Meltdown Festival unter dem Kurator Morrissey einen von Kritikern gelobten Auftritt. Auf dessen Label Sanctuary erschienen auch eine DVD, eine CD und 2006 wurde ein weiteres (das dritte) Studioalbum der Band veröffentlicht, danach erscheinen die Alben in regelmäßigen Abständen.

Diskographie

Alben

Singles

  • 1973 Bad Girl / Subway Train
  • 1973 Jet Boy / Babylon / Who Are the Mystery Girls
  • 1973 Personality Crisis / Looking for a Kiss
  • 1973 Trash / Personality Crisis
  • 1974 Stranded in the Jungle / Don't Start Me Talkin'
  • 1974 (There's Gonna Be A) Showdown / Puss 'n' Boots

Sonstige

  • 1981 Lipstick Killers – The Mercer Street Sessions 1972 (MC, ROIR)
  • 1984 Red Patent Leather
  • 1992 Seven Day Weekend
  • 1993 Paris Le Trash
  • 1998 Live in Concert, Paris 1974
  • 2002 From Paris With Love (L.U.V.)
  • 2003 Manhattan Mayhem

Charts

Jahr Titel Charts
D US US Indie UK A CH S F NOR FIN NZ
1973 New York Dolls 116
1974 In Too Much Too Soon 167
2006 One Day It Will Please Us to Remember Even This 129 8 124 23
2009 Cause I Sez So 159
2011 Dancing Backwards in High Heels 37

All-Time-Charts

New York Dolls

Referenzbands

Coverversionen

New York Dolls covern

New York Dolls werden gecovert von:

  • Guns N' Roses – Human Being (The Spaghetti Incident, 1993)
  • Sonic Youth – Personality Crisis (Sugar Kane EP, 1993)
  • Morrissey – Trash (Live In Dallas, 1991)
  • Morrissey – Human Being (You Have Killed Me, 2006)

Trivia

  • Es wird immer wieder erwähnt, dass Morrissey Präsident des Fanclubs der New York Dolls gewesen ist. Darauf in einem Interview mit der Zeitschrift Intro angesprochen, sagte er: Ich war nie Präsident eines Fanclubs, das wird immer geschrieben, ist aber absoluter Blödsinn. Es gab sogar nie einen Fanclub. Darauf die Folgefrage: Aber Sie waren ein großer Fan. mit der Antwort: Ein geradezu lächerlich großer. [1]

Videoclips

Weblinks