Kassette

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Geschichte

Die Kassette, auch Musikkassette oder Compact Cassette (CC) genannt, trat ihren Siegeszug bereits 1963 an, nachdem der niederländische Konzern Philips sie als Alternative zum ungleich teureren Tonbandgerät auf der Internationalen Funkausstellung (IFA) in Berlin präsentierte.

Obwohl moderne digitale Speichermedien wie die Compact Disc (CD), die MiniDisc (MD) oder Digital Audio Tapes (DAT) zunehmend mehr Beliebtheit bei der Masse fanden, ist die Kassette keineswegs tot. In Deutschland sind insbesondere Hörspielkassetten für Kinder immernoch sehr beliebt.

In der alternativen Musikkultur lebt sie vor allem durch Mixtapes und Kassettenlabels weiter. Gerade letztere waren Ende der 70er, Anfang der 80er ein unentbehrlicher Baustein der Subkultur. Da es immer noch einen sehr hohen Bestand an brauchbaren Altkassetten gibt, werden diese sehr gerne für Veröffentlichungen in kleiner Auflage herangezogen. Man sagt älteren Cassettenaufnahmen zwar deutliche Frequenzverluste nach, jedoch können neue Überspielungen auf alte Bänder offenbar qualitativ noch punkten. Die allgemeine Funktionsdauer der Musikkassette an sich ist noch nicht ermittelt worden.

Eigenschaften früher Kassetten

Audio-Kassetten waren gewöhnlich mit Mini-Kreuzschlitzschrauben verschraubt und konnten aufgeschraubt werden, wenn das Band gerissen war. Das Band wurde dann mit Tesafilm neu verklebt. Am Anfang und am Ende jeder Seite kam oft ein Bandflattern vor, das auf die Zugkräfte beim Anspielen zurückzuführen war. Die längste Spieldauer betrug 120 Minuten (C120), wobei inkauf genommen werden musste, dass die Spulen etwa in der Mitte des Tapes fast jedesmal zusammenstießen und das Abspielen erschwerten. In diesem Fall konnte das Band manuell nachgezogen werden, was vorübergehend half. Bei stark frequentierten Tapes kam es vor, dass Content von der anderen Seite zu hören war, wenn das Band entsprechend abgenutzt war. Die gängigen AGFA-Gevaert-Bänder der 1970er hatten die Farben lila für die C60, rot für die C90 und hellblau für die C120. Billigere Kassetten tauchten etwas später auf, konnten aber selten mit Qualitätskassetten mithalten. Es wurde mit oder ohne Dolby aufgenommen sowie in Normal- oder High-Position für gewöhnliche Bänder, Chrom- oder Ferrokassetten.