Mother Tongue – Mother Tongue

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Mother Tongue
Mother Tongue
Veröffentlicht: 23. August 1994
Re-Release (Sony) 14. April 2003
Re-Release (Fan-Edition) 2. Februar 2004
Label & Vertrieb: Sony, Fan-Edition: Nois-O-Lution
Albumlänge: 55:51 Min.
Produziert von: Mario Caldato Jr., Victor Murgatroyd und Mother Tongue
Genre: Alternative Rock, Bluesrock
Formate: CD
Chronologie

Mother Tongue

2002Streetlight

Andere:
1996Broken

"Mother Tongue" ist das Debütalbum der gleichnamigen US-amerikanischen Rockband.

Zum Album

Vier Jahre nach ihrer Gründung hatte das ursprünglich aus Texas stammende, bald aber nach Los Angeles gewechselte Quartett Mother Tongue das scheinbar große Los gezogen und 1994 einen Deal mit Sony an Land gezogen. Dafür gesorgt hatten der gute Ruf der Gruppe als Liveband sowie diverse bekannte Musiker als Fürsprecher (u.a. Ian Astbury und Trent Reznor); erleichternd hinzugekommen war sicherlich auch noch die klangliche Nähe zu den 90er-Werken der Crossover-Vorreiter Red Hot Chili Peppers. Im Gegensatz zu den Funk-Rappern war bei Mother Tongue aber als Haupteinfluss nicht HipHop, sondern der schwere, bluesige Rock von 70er-Bands wie Led Zeppelin und The Doors herauszuhören. Hinzu kamen Elemente aus Funk, Grunge und klassischer amerikanischer Genres wie Folk und Country. Sänger und Bassist David Gould erzählte mit seiner rauhen Stimme Geschichten von Verlierern und Verzweifelten – dem schwangeren Mädchen in The Seed, den Talkshow-Opfern und -Tätern in Mad World oder dem selbstzerstörerischen Individuum in Broken. Daneben gab es aber auch – wiederum ähnlich wie bei den Chili Peppers – Balladeskes wie in Venus Beach oder Entity zu hören. Bestechend wirkte auf jeden Fall die Intensität, mit der epische Heavy-Psycho-Blues-Brocken wie Damage, das von erst traurigen Violinenklängen begleitete und zum Schluss orkanartige Vesper oder das zwischen Ironie und kathartischem "Burn motherfucker!" pendelnde Burn Baby vorgetragen wurden.

In der Musikpresse wurde das von Mario Caldato Jr. (u.a. Beastie Boys) produzierte Album zumeist hoch gelobt und fand auch – besonders in Deutschland – eine begeisterte Anhängerschaft (insbesondere das Visions wurde zum treuesten Fürsprecher der Band). Sony Music waren allerdings dennoch mit den Verkaufszahlen sowie dem durchaus sperrigen Verhalten der Band unzufrieden, was letzten Endes zur vorläufigen Auflösung von Mother Tongue Anfang 1996 führte. Nachdem die Gruppe sich 1999 reformiert hatte und 2002 mit neuem Label und neuer Platte ("Streetlight") erfolgreich gewesen war, veröffentlichte Sony das Mother Tongue-Debüt 2003 erneut. Dies erntete bei den Fans aber höchstes Missfallen, da die Band selbst nichts von den Einnahmen abbekam. Ein Jahr später erschien dann auf dem neuen MT-Label Nois-O-Lution die "korrekte" Fan-Edition mit vier Live-Stücken als Bonustracks.

Line-Up

Tracklisting

Sony-Edition (1994/2003)

  1. Broken 4:20
  2. Mad World 4:13
  3. Burn Baby 5:04
  4. Vesper 4:51
  5. Sheila's Song 3:05
  6. The Seed 7:14
  7. Damage 6:04
  8. Fear of Night 3:23
  9. So Afraid 2:12
  10. Venus Beach 3:04
  11. Entity 4:19
  12. Using Your Guns 7:53

Fan-Edition (2004)

  1. Broken 4:20
  2. Mad World 4:13
  3. Burn Baby 5:04
  4. Vesper 4:51
  5. Sheila's Song 3:05
  6. The Seed 7:14
  7. Damage 6:04
  8. Fear of Night 3:23
  9. So Afraid 2:12
  10. Venus Beach 3:04
  11. Entity 4:19
  12. Using Your Guns 7:53
  13. Intro (live) 0:11
  14. Damage (live) 5:39
  15. Broken (live) 5:51
  16. The Seed (live) 7:26

Weblinks