Mother Tongue

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Mother Tongue
Mother Tongue live in Wiesbaden im Schlachthof, 22. Dezember 2006
Mother Tongue live in Wiesbaden im Schlachthof, 22. Dezember 2006
Herkunft: Austin, Texas, USA
Aktiver Zeitraum: seit 1990
Genres: Alternative Rock, Psychedelic Rock, Bluesrock
Labels: Sony
Signs of Life
Nois-O-Lution
Homepage: MotherTongueLives.de
Line-Up:
Christian Leibfried (Gitarre, Gesang)
Bryan Tulao (Gitarre, Gesang)
David Gould (Bass, Gesang)
Sasha Popovic (Schlagzeug), seit 2003
Ehemalige Mitglieder:
Jesse Tobias (Gitarre), bis 1993
Geoff Haba (Schlagzeug), bis 2000
Chris Cano (Schlagzeug), 20002002
Gabriel Roland (Schlagzeug), 20022003

Mother Tongue sind eine amerikanische Rockband und wurden 1990 in Austin, Texas gegründet.

Bandgeschichte

David Gould (Bass) fand über eine Zeitungsanzeige zu Geoff Haba (Schlagzeug), Christian Leibfried (Gitarre) und Jesse Tobias (Gitarre), die bereits seit einiger Zeit zusammen spielten und sich in diesen ersten Tagen noch None More Black nannten. Im März 1991 spielten Mother Tongue ihr erstes Konzert in Austin, bei dem sie hauptsächlich bluesige Instrumentalsongs spielten.

Anfang 1992 beschlossen Mother Tongue, zusammen nach Los Angeles zu ziehen, um dort mit der Band bessere Zukunftschancen zu haben. Das Quartett spielte häufig Konzerte, davon auch einige in dem Club The Central, in dem Ian Astbury von The Cult die Band eines Abends sah und begeistert war. Ian stellte den Kontakt zu Victor Murgatroyd her, der die Band 1993 bei Sony unter Vertrag nahm. In dieser Zeit waren die Red Hot Chili Peppers auf der Suche nach einem neuen Gitarristen. Ein Freund empfahl Anthony Kiedis, sich doch einmal Mother Tongue anzuschauen. Tatsächlich verließ Jesse Tobias Mother Tongue und wechselte zu den damals schon sehr erfolgreichen Chili Peppers. Der Verlust von Tobias war ein harter Schlag für Mother Tongue. Nach etlichen Gitarristen, die vorspielten, wurde schließlich der mit Mother Tongue befreundete Bryan Tulao neuer Gitarrist.

Mit Mario Caldato Jr. wurde das Debütalbum aufgenommen, anschließend ging es im Vorprogramm von Kyuss auf Tour. Die Red Hot Chili Peppers hatten inzwischen Jesse Tobias durch Dave Navarro ersetzt und boten Mother Tongue eine Tour im Vorprogramm der Chili Peppers an, wenn sie Tobias wieder aufnehmen würden. Die Band lehnte ab.

Mother Tongues selbstbetiteltes Debütalbum wurde 1994 veröffentlicht. Trotz zahlreicher Konzerte mit bekannten Bands wie Rage Against the Machine, Pavement und den Smashing Pumpkins verkaufte sich das Album nur äußerst schlecht. Im Winter 1994 gingen Mother Tongue mit Ian Astbury auf Europatournee, bei der sie teilweise äußerst gute Resonanz bekamen. Zurück in Kalifornien verstärkten sich jedoch bandinterne Spannungen. Mother Tongue trennten sich von Sony, und kurze Zeit später, während Ondi Timoner eine Dokumentation über die Band drehte, lösten Mother Tongue sich vor laufender Kamera auf. Die Dokumentation erschien 1996 unter dem Namen "Broken". Es folgte eine Zeit, in der die einzelnen Bandmitglieder sich mehr oder minder erfolglos an anderen Projekten versuchten.

Jahre später, genauer gesagt 1999, überzeugt Shane Powers, ein Freund der Band, Christian Leibfried davon, doch noch einmal die anderen zu fragen, ob sie Mother Tongue wieder beleben sollen. Alle stimmen zu, die Stimmung verschlechtert sich jedoch bald wieder. 2000 trennen sich Mother Tongue deshalb von Geoff. Für das Album "Streetlight" spielt nun erst Chris Cano, dann Gabriel Roland Schlagzeug. Das Album erzielt besonders in Deutschland sehr gute Kritiken, und nur ein Jahr später folgt das wieder hoch gelobte "Ghost Note", diesmal (und seitdem) mit Sasha Popovic am Schlagzeug. Die Aufnahmen zum vierten Album verzögern sich, 2005 werden zwölf komplette Songs wieder verworfen. Mit dem Produzenten Noah Shain werden schließlich neue Tracks aufgenommen, von denen drei auf einer limitierten EP 2006 erscheinen; die EP ist nur bei vier Konzerten in Deutschland erhältlich.

Im Februar 2008 erscheint endlich das von Fans lang ersehnte vierte Album der Band, das allerdings nicht regulär in Deutschland vertreiben wird, sondern nur von der Band bestellt werden kann.

Kollaborationen

Diskographie

Alben

Singles/EPs

Jahrescharts

Jahr Titel Kritiker Charts Leser Charts
Visions Visions
2002 Streetlight
20
30
2003 Ghost Note
-
26

All-Time-Charts

Mother Tongue

Kompilationsbeiträge

Trivia

  • Mother Tongue wurden 2002 im Visions-Poll als drittbeste Liveband gewählt.

Referenzbands

Madrugada, Kyuss, Red Hot Chili Peppers

Videoclips

Videos

  • 1996 Broken (VHS, Footlight Films)
  • 2002 Casper (DVD, limitiert auf 100)
  • 2003 The Void (DVD, limitiert auf 222)

Weblinks