Mix Mup

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Mix Mup (mit bürgerlichem Namen Lorenz Lindner) ist ein Musikperformer Elektronischer Tanzmusik und bildender Künstler aus Leipzig. Die Zeitschrift Spex erwähnt Mix Mup 2014 als einen „der interessantesten elektronischen Live-Acts zur Zeit“.[1] Mix Mup tritt auch unter den Pseudonymen Kid Mup und Mood Mup in Erscheinung.

                                        • MMUP – MIX MUP CHESTNUT SPREAD (Windy Mix for WNUR 89.3 Chicago) (2012) [3] bei Soundcloud

Hintergrund

Lorenz Lindner wächst in einer musikalischen Familie auf, wodurch ihm bald ein breites Repertoire an Musik bekannt ist. Die ersten Stücke entstehen als Edits im Rahmen eines zwei Kassetten-Überspielsystems mit der Pausetaste des Aufnahmegerätes. Mit einem Mischpult versucht er schließlich, „alle möglichen Quellen [...] miteinander zu vermischen“.[2] Nach eigenen Angaben hat ihn die Entwicklung entsprechender Techniken in die Lage versetzt, bei Livesets mit nur sehr wenigen Instrumenten auskommen zu können.[3] Der Ansatz zum Musikmachen ist vor allem problemlösungsorientiert, Mix Mup unterwirft sich einem Set von Regeln und versucht auf dieser Grundlage Möglichkeiten zu finden, seine Musik umzusetzen[4]: „Das ist nicht wirklich House, das ist auch nicht wirklich Acid, was ich da mache oder so, das ist auch nicht Disco, ich meine, das ist irgendwie eine Imitation oder ein Spiel mit diesen Genres.“[5] Die ersten Produktionen entstehen Mitte der 1990er Jahre, 2001 wird die erste EP auf dem Münchner Label Erkrankung durch Musique veröffentlicht.

Musik

Bei Aufnahmen für eine Sendung bei Leipzigs Lokalsender RadioBlau trifft er auf Kassem Mosse[6], mit dem er im Anschluss oft zusammen in Erscheinung tritt. Minimal, Bleep und Acid treffen auf wuchtigen Old-School-Chicago-House bis hin zum Italodisco.[7] Relief liegt nahe. Die Stücke sind „ungeschliffen, rauh, authentisch.[8] Mix Mup erstelt seine Stücke unter anderem an einem MPC 2000XL, der auch für den entsprechenden Druck sorgt: „Ohne Bildschirm, ohne Quantisierung und ohne Maus bewegen sie sich abseits der cleanen Sounds.“[9] Seine Musik nennt er „geprägt von ständigen Fehlern.“[10]

IE (2015)

Die postdigitale Arbeitsweise zeigt sich in seinen Ansichten zur Produktion von Musik, bei der, entsprechend den Standarten der II. Generation von Musikern der Elektronischen Musik, die Verfügbarkeit von Klängen gegenüber der Klangsynthese im Vordergrund steht: "Music is no more about technology and new software. this time is over!"[11] Der Begriff der Collage wird erwähnt.

Diskografie

Einzelnachweise

  1. Dennis Pohl – Meakusma-Nacht IV (2014, Meakusma-Archive) [1] bei der Spex
  2. Jörn Goetze Videointerview, ab min. 1:15 (siehe Weblinks)
  3. ebd., Jörn Goetze Videointerview ab min. 2:38
  4. ebd., ab 3:20
  5. ebd., ab 6:57
  6. ebd.
  7. vgl. auch ebd.
  8. Jens – Mix Mup ”Something More To Play“ (Mikrodisko Recordings) (2009) [2] bei frohfroh.de
  9. Jörn Goetze Videointerview (siehe Weblinks)
  10. ebd., ab min. 8:38
  11. ebd.

Weblinks

  • Homepage [5] bei zyklorenz.com
  • Jörn Goetze – Mix Mup im myoon-Interview. Talk about music. (2008) [6] bei myoon Blog
  • Steve Kerr – Mix Mup – Drive-By (2012) [7] bei Resident Advisor

Einzelnachweise und Weblinks am 14. Januar 2016.