Minitchêv

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Minitchêv war eine Berliner Lo-Fi-Shoegazer-Elektropop-Trash-Combo um die Comic- und Mangazeichnerin Evelin (Stimme) und Fabian Schubert (Gitarre), die die Band erfunden haben, sowie den weiteren Gründungsmitgliedern, Comiczeichner CX Huth (Keyboards), dem Fotografen Sebastian Mayer (Rhythmusgitarre, später Interimsbassist bei Ladytron) und dem Comiczeichner Atak (Bass). Noch vor dem ersten Auftritt löste Alex Bechberger (alias Julius Nerdinger) Atak am Bass ab. Die Band wurde 1996/97 gegründet und war etwa zwei Jahre aktiv. Der Name soll angeblich dem Markennamen Evelins damaliger tschechischer Küchenmaschine entsprechen.[1]

Hintergrund

Minitchêv wurde im Zuge eines Lo-Fi / Easy-Listening-Revivals in Berlin Mitte gegründet. Billige Instrumente wurden zusammengesucht, Casio stand hoch im Kurs. Der erste Auftritt fand im Berliner Club Friseur in Mitte statt. „Es war damals eine Aufbrauchstimmung ohnegleichen wie immer in Berlin. Die Motivation der vier war bunt und irgendwie japanisch, weil berlintokyo-Zeit am Hackeschen Markt war, sie waren in heller Aufruhr. Es gab ein ständiges Projektbrainstorming bei fast jedem Gespräch. So ziemlich zeitgleich hat Evelin ihr legendäres Fucky Laibel ins Leben gerufen ...“[2] Etwa die Hälfte der Platten wurden mit einem alten Anrufbeantworter aufgenommen.[3]

Jim Avignon im Gespräch mit Evelin bei der De:Bug: „Deine Band, Minitchef, beklagt sich gelegentlich über deinen stalinistischen Führungsstil. Wie stehst du dazu? E: Das ist natürlich absolut richtig. Man fängt automatisch an zu schimpfen, wenn im Proberaum Ähnlichkeiten mit Level 42 zu erkennen sind.“[4]

Auf Evelins Fucky Laibel erschienen neben Minitchêv noch Art of Kissing (Evelins Projekt mit Franz von Jeans Team), Monsieur Mo Rio und es erschien eine CompilationFucky Don't CD mit vielen Berliner Bands.[5] Aufkleber und handgestaltete Cover waren das A und O der Fucky Laibel-Releases. Das Maskottchen des Labels war der von Evelin entworfene pechschwarze Teddybär Fucky.

Querverweise

Siehe auch

Evelin, Berlinized – Sexy an Eis, U-Kunst, Jeans Team, Jim Avignon, Neoangin, Lucian Busse, Panasonic, Hirschbar, galerie berlintokyo, Eimer, Friseur, Tresor, Elektro, Roter Salon, Kommandantur, Berlinized - Sexy an Eis, Zen-Faschisten, Club Forschung, Suicide, Sexiland, Sniper Bar

Diskografie

  • 1997 | Minitchêv – The Fucky E.P. (10", Fucky Laibel)
  • 1998 | Splitsingle Neoangin / Minitchêv [6] mit Jim Avignons Band bei Jim Avignon.com (ohne Label)
  • 1998 | Minitchêv – Metalloop, Samplerbeitrag für Jimmy Gimme More (Hausmusik) [7] bei Discogs
  • 1998 | Minitchêv – Firesidehellboy, Samplerbeitrag für Spielkreis 03 [8] bei Discogs (Spielkreis)
  • 2007 | Minitchêv – Untitled, Beitrag für den Delirious Riot-Sampler Polyphonal [9] 5:55 min. auf limitierter Kassette, CDr oder Minidisk bei Discogs

Coverversion: Die Welttraumforscher auf der LP/CD 21 Weltraumstandards:

  • Minitchêv – flying through the door [10] 2:41 min. bei amazon (Staubgold)

Einzelnachweise

  1. Eintrag Evelin Hoehne [1] bei Tomodachi calling.blogspot.de
  2. Nach der berlintokyo konnte die Afterhour bis in die Mittagsstunden im Club Forschung oder im Sexiland, einem ausrangierten Klo unter dem Rosenthaler Platz, verbracht werden. Zuvor gab es bereits das Panasonic, eine kleine Bar Invalidenstraße Ecke Friedrichstraße, das war der Nachfolgeladen des berühmten Elektro. Und den Eimer für die komplett Verstrahlten sowie das Suicide in der Dircksenstraße nah am Alexanderplatz. Konzerte und ähnliches gab es auch im Roten Salon und dann noch den Friseur eine halbe Stunde zu Fuß Richtung Mitte. Siehe auch: Berlinized – Sexy an Eis
  3. Me & Fucky. Evelin Janette Pullmann [2] Jim Avignon im Gespräch mit Evelin bei der De:Bug
  4. ebd.
  5. Profil [3] bei Discogs
  6. For Music Lovers – Die Welttraumforscher [4] Trackliste bei Ohmytracks.com
  7. Profil neoangin / minitchev [5] bei Jim Avignon.com

Weblinks

  • Profil [11] bei Myspace

mit den Stücken: windows 96, Superstar in France, What Should I do, Favourite grrr

  • Profil des Fucky Laibel-Samplers mit Bands aus der Berliner Lo-Fi-Szene Ende der 1990er [12] bei Discogs
  • Homepage Evelin [13] bei Evelin.de
  • Evelin Höhne und Marisa Rosato finden das Supertalent mit fucky & pop chimp [14] Fucky Laibel-Präsentation in Gronau 2010 bei life pr
  • Sexiland [15] bei murygin.wordpress.com
  • Lucian Busse – Berlinized: Sexy an Eis (5 min. Trailer) [16] bei Youtube

Einzelnachweise und Weblinks am 07. Januar 2016.