Heavy Metal

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Abgrenzung
Ursprünge: Hardrock
Herkunft: England, USA
Zeitraum: 1970er bis jetzt
Anders als: Grunge, Stonerrock

Heavy Metal (oder "Metal") ist ein Musik-Genre und eine Musik-Szene, die sich in zahlreiche Untergenres aufgliedert. Als Beispiele: Death Metal, Black Metal, Doom Metal, Gothic Metal, Power Metal, Thrash Metal, Progressive Metal und noch einige mehr.

Inhaltsverzeichnis

Wichtige Akteure, Alben und Songs

Wichtige Bands: Accept, Black Sabbath, Hammerfall, Judas Priest, Iron Maiden, Mayhem, Manowar, Megadeth, Metallica, Nightwish (aktuell), Slayer, Warlock, Tankard, Kreator, Blind Guardian, Scorpions ...

Wichtige Alben:

Wichtige Songs

Wichtige Labels

Wichtige Festivals

Geschichte

1970er

Das Wort "Heavy Metal", was übersetzt nichts anderes als "Schwermetall" bedeutet, wurde im popkulturellen Kontext das erste Mal von William S. Burroughs in seinen Romanen The Soft Machine (1962) und Nova Express (1964) verwendet. Ein Charakter seiner Geschichten war dort "Uranus-Willy, the heavy metal kid".
Musikalisch erlangte es wohl durch den Song Born To Be Wild(1968) der amerikanischen Rock-Band Steppenwolf erste Berühmtheit. In diesem Text heißt es: "I like smoke and lightning, heavy metal thunder".
Direkt auf die Musik wurde der Begriff wahrscheinlich das erste Mal von Sandy Pearlman von Blue Öyster Cult bezogen.

Als Väter des Heavy Metal im musikalischen Sinne kann man wohl Black Sabbath bezeichnen, die mit ihrem verzerten Gitarren-Sound sowie mit okkulten Themen und auffallendem Äußeren (lange Haare, dunkle Kleidung, etc.) in den 1970ern das erste mal Stilelemente verwendeten, die noch bis heute als typisch für die Szene angesehen werden. Zahlreiche Bands folgten dem Beispiel der Engländer um Ozzy Osbourne und Tony Iommi.

1980er

Seit Beginn den 1980er Jahre erlebte der Metal einen kleinen Boom, der vielen Bands zu internationaler Bekanntheit verhalf. Dazu trug die sogenannte NWoBHM (New Wave of British Heavy Metal) bei, zu der insbesondere Iron Maiden und Saxon gezählt werden. Diese Bands waren stark beeinflusst von Bands wie Judas Priest und Motörhead und gehören bis heute zu den absoluten Größen der Szene.

Ebenfalls in den 1980ern begann die Szene, sich zu aufzugliedern: Death Metal und auch Thrash Metal wurden geboren. Bekannte Thrash Metal Acts aus dieser Zeit sind Slayer, Exodus, Testament aus den USA ("Bay Area"-Thrash) und Sodom, Kreator und Destruction aus Deutschland. Im klassischen Metal kamen Bands wie Warlock (um Doro Pesch), Manowar, Accept und Grave Digger zu Ehren. Einige dieser Bands feierten große kommerzielle Erfolge.

1990er

Zu Beginn der 1990er Jahre entwickelte sich in Skandinavien (hpts. Norwegen) der Black Metal, der von Venom und einigen Death Metal-Bands beeinflusst ist. Die englische Band Venom gab diesem Genre mit ihrem Album "Black Metal" auch den Namen. Ansonsten hatten sie recht wenig mit der Musik und der Black Metal-Szene, wie man sie heute kennt, gemein. In Norwegen entwickelte sich um die Bands Mayhem und Burzum eine Szene, die sich selber als "Inner Circle" oder "Black Circle" bezeichnete. Bands aus diesem Dunstkreis sind: Immortal, Emperor und Darkthrone. Die Eigendynamik der Szene entwickelte sich dahin, dass ihre Mitglieder einen besseren Status durch möglichst "böse" Taten erreichten. So wurden in den frühen 90ern zahlreiche Kirchen in Brand gesetzt und einige Menschen kamen ums Leben – so auch der Band-Leader der Begründer-Band Mayhem, Oystein "Euronymous" Aarseth, welcher von Varg Vikernes, dem Band-Leader von Burzum, erstochen wurde.

Der Metal als Ganzes hatte unter diesen Taten zu leiden. Die aufkommende Grunge-Welle sowie mangelnde kommerzielle Erfolge trugen dazu bei, dass Metal Anfang der Neunziger von vielen für tot gehalten wurde. Innovative Bands wie Metallica und Pantera konnten jedoch durch ihren Crossover-Appeal auch andere Musikhörer für den Metal einnehmen, und Spielarten wie Rap Metal oder Progressive Metal erweiterten das Spektrum des Genres. Heute gibt es mehr Bands denn je, und Metal verfügt als eine der wenigen Szenen über einen gut organisierten sowie sehr treuen Underground. Festivals wie das Wacken Open Air zeigen dies deutlich. Auch die Verkaufzahlen "klassischer" Metalbands steigen wieder, was auch darin begründet liegt, dass der durchschnittliche Metaller seinen Helden sehr treu ist und jede Platte sowie den gesamten Back-Katalog und sehr viel Merchandise kauft.

Die Szene

Bekleidung

Der Metaller oder die Metallerin, wie sie sich selber gerne bezeichnen, trägt in der Regel lange Haare und dunkle Kleidung. Typisch sind neben den langen Haaren auch Tätowierungen und Piercings. Meistens findet man außerdem Armeestiefel und Shirts mit Bandlogos sowie Lederjacke und Lederhose oder Armeehose. Ein besonderes Kleidungsstück des Metallers ist die sogenannte Kutte. Das ist eine Jeans-Jacke oder Weste (meisten Blue-Jeans, mittlerweile aber auch viele schwarze), auf der zahlreiche Aufnäher und Anstecker der Lieblingsbands des Trägers zu finden sind. Daneben finden sich viele andere Objekte, die für den Träger eine persönliche Bedeutung haben. Auch Ketten und sogar Knochen sind an ihr angebracht. Auf dem Rücken findet sich meistens der sogenannte Backpatch: ein grosser Aufnäher der absoluten Lieblingsband des Trägers.

Nicht selten entsteht eine Kutte, indem der zukünftige Träger dem Vater die geliebte Jeans-Jacke aus dem Schrank klaut und die Ärmel abschneidet. Zu den Regeln, die ein Kuttenträger beachten sollte, wenn er mit seinem Lieblingsstück anerkannt werden will, gehört, dass die Kutte niemals gewaschen werden darf. Aller Staub und jeder Dreck, in dem die Kutte auf den zahlrechen Konzerten und Festivals lag, soll erhalten bleiben. Dazu kommt, dass die Kutte oftmals als Unterschriften-Fläche für die Stars der Szene herhalten muss. Diese Autogramme könnten durch Waschen verblassen oder verschwinden. Die Kutte wird als Objekt betrachtet, das sich mit seinem Besitzer verändert. Genau wie der Träger wird sie älter (sie sollte eigentlich immer getragen werden) und auch die Patches, Autogramme und sonstige Dinge verändern sich, es kommen neue hinzu oder werden (wenn die entsprechende Band beim Träger in Ungnade fällt) entfernt. So ist jede Kutte absolut individuell.

Konzerte, etc.

Für einen Metaller gibt es kaum etwas Besseres als den Besuch eines Konzertes oder Festivals. Hier wird viel Alkohol getrunken, Drogen sind dagegen in der Regel eher unbeliebt, weil sie als Stilmittel der anderen Szenen gelten und daher nicht oder nur von wenigen konsumiert werden. Auf keinen Fall nehmen Drogen eine so zentrale Stellung ein wie Hasch im Hip Hop oder "Party-Drogen" in der Techno-Szene. Wer eine große Anzahl an besuchten Konzerten vorweisen kann, steigt im Ansehen der anderen Metaller. Festivals wie das Wacken Open Air, das Bang Your Head oder Rock Hard-Festival sind jährliche Pflichtveranstaltungen. In der Regel wird mindestens eines davon von jedem Metaller besucht. Die Armbändchen, die als Einlasskontrolle an die Handgelenkge gemacht werden, bleiben als Erinnerung oft solange am Arm, bis sie von alleine abfallen. Da sie dies erst nach vielen Jahren tun, haben viele Metaller eine stattliche Anzahl an Bändchen am Arm. Für die Wochenenden ohne Konzert oder Festival gibt es in den meisten Städten Kneipen oder Diskos mit Metal-Beschallung.

Songs über das Genre

Literatur

Weblinks

  • Thomas Berger Media – Heavy Metal Made in Germany - Buffo (Tankard Manager) [1] 22:36 min. bei Youtube
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