Mastodon

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Mastodon
Mastodon
Mastodon
Herkunft: Atlanta, Georgia, USA
Aktiver Zeitraum: seit 1999
Genres: Sludge, Progressive Metal, Stoner-Metal
Labels: Relapse, Reprise, Roadrunner, Warner Bros.
Homepage: MastodonRocks.com
Line-Up:
Troy Sanders: Gesang, Bass
Brent Hinds: Gesang, Gitarre
Bill Kelliher: Gitarre
Brann Dailor: Schlagzeug
Ehemalige Mitglieder:
Eric Saner: Gesang (1999-2000)

Mastodon sind eine Metal-Band aus Atlanta, die 1999 gegründet wurde. Die Gruppe bezieht ihre Einflüsse aus Sludge, Progressive Metal sowie psychedelischem Stonerrock und zählt mit Alben wie "Crack the Skye" zur sowohl kommerziellen wie auch kreativen Speerspitze des modernen Metal.

Bandgeschichte

Mastodon werden von der Fachpresse wie auch den Fans gemeinsam mit artverwandten Acts wie Baroness, Isis, Kylesa oder auch Wolves in the Throne Room zu jener neuen Generation von Heavy Metal-Bands egzählt, die ihre Einflüsse sowohl aus klassischem Metal von Iron Maiden bis Slayer als auch anderen, alternativen Formen der schweren Rockmusik – vom Sludge der Melvins und Neurosis bis zu progressivem Psychedelic à la Pink Floyd und tieftönendem Stonerrock der Marke Kyuss – beziehen. Die Band selbst formierte sich im Jahr 1999 in Atlanta um das Kernquartett Troy Sanders (Gesang und Bass), Brent Hinds (Gesang und Gitarre), Bill Kelliher (Gitarre) und Brann Dailor (Schlagzeug), wobei Kelliher und Dailor zuvor noch für die Noise-Legende Today Is the Day gespielt hatten. Anfangs wurden Mastodon noch durch den Sänger Eric Saner ergänzt, der jedoch bald schon wieder ausstieg, und die vier bärtigen Gesellen spielten erste Demos sowie eine 7"-Single für das kleine Label Reptilian Records ein, was ihnen 2001 schließlich zum Deal mit Relapse verhalf. Dort erschien die EP "Lifesblood" sowie 2002 das Debütalbum "Remission", das als Hintergrund die Verarbeitung des Selbstmords von Brann Dailors Schwester hatte. Die Presse war bereits vom Debüt der Band begeistert und konstatierte eine gelungene Synthese von Prog-Metal und organischem Feeling, das sich in Tracks wie March of the Fire Ants manifestierte. 2004 folgte das zweite Album "Leviathan", dessen loses Konzept sich auf Herman Melvilles Literaturklassiker "Moby Dick" bezog und das mit seiner verfeinerten Mischung von Sludge und Progressive sowie Gastauftritten von u.a. Neil Fallon (Clutch) euphorische Kritiken – unter anderem nannte es der Kerrang! das beste Album des Jahres – und sehr gute Verkaufsergebnisse erzielen konnte. Die "Unholy Alliance"-Tour, bei der Mastodon mit Slayer und Slipknot auf Konzertreise gingen, begleitete den Release. Schließlich feierten Mastodon ihre neue Popularität, die der Band einen Plattenvertrag mit Warner Bros. einbrachte, mit der Retrospektive "Call of the Mastodon", die den Inhalt der ersten 7" sowie die "Lifesblood"-EP beinhaltete.

Mit dem 2006 veröffentlichten dritten Album "Blood Mountain", das erneut ein Konzeptalbum, diesmal über die Gefahren und Erlebnisse während des Besteigens eines Bergs, darstellte, etablierten sich Mastodon als eine der höchstgelobten Bands ihrer Zunft. Die Platte wurde in zahlreichen Magazinen zum (Metal-)Album des Jahres gewählt und modifizierte den Sound in Richtung klarere Vocals und melodischere Strukturen, ohne aber von der progressiven Heaviness der Vorgängeralben abzuweichen. Als Gäste waren unter anderem Cedric Bixler (At the Drive-In, The Mars Volta), Josh Homme (Queens of the Stone Age) und Scott Kelly (Neurosis) zu hören, und Mastodon absolvierten Tourneen mit u.a. Tool und Metallica sowie diverse Festivalauftritte. Die Krone auf die steile Karriere der Band sollte dann das 2009 erschienene Studioalbum "Crack the Skye" setzen, das wieder einmal als Konzeptalbum daherkam und die Geschichte eines Querschnittsgelähmten erzählt, der die Fähigkeit zu Geistreisen entwickelt und durch Wurmlöcher ins zaristische Russland zu Rasputin gelangt (!). Die Platte erreichte Platz 11 der US-Billboard-Charts und führte ein weiteres Mal die Kritiker-Jahrescharts an, war jedoch nicht mehr eindeutig als Metal zu klassifizieren, was manche Fans der ersten Stunde etwas befremdete. Live gingen Mastodon ein joint venture mit Alice in Chains und den Deftones ein, das unter dem Titel "Blackdiamondskye" (ein Wortgebilde aus den seinerzeit akuellen Alben der beteiligten Bands, "Black Gives Way to Blue" von AiC, "Diamond Eyes" von Deftones sowie "Crack the Skye") die Säle in den USA füllte.

Nach dem nahezu Mainstream-erfassenden Erfolg von "Crack the Skye" war für die Bandmitglieder von Mastodon erst einmal Innehalten angesagt. Kreativ blieb die Gruppe allerdings trotzdem, indem sie unter anderem den Sountrack zum Film "Jonah Hex" erstellte und 2011 eine erste Live-DVD veröffentlichte. Das fünfte Studioalbum "The Hunter" erschien dann im September 2011 und präsentierte einen runderneuerten Bandsound, da Mastodon sich nicht nur von den Konzeptalben, sondern auch sowohl vom klassischen wie progressiven Metal Abstand genommen hatten. Stattdessen ging die Platte eher in eine rifflastige Form von "super-heavy Led Zeppelin or something", wie Schlagzeuger Brann Dailor sie beschrieb. Die Musikpresse zeigte durchgehend Respekt für die Neuorientierung und beschrieb die Mastodon des Jahres 2011 als "die perfekte Metal-Band für Leute, die keinen Metal mögen".

Diskographie

Alben
Singles/EPs
  • 2001 Lifesblood (EP, Relapse)
  • 2010 Oblivion (EP, Warner)
  • 2010 Jonah Hex: Revenge Gets Ugly EP (Soundtrack, Reprise)
Sonstige
  • 2006 Call of the Mastodon (frühe Releases auf CD, Warner)
  • 2011 Live at the Aragon Ballroom (Live-CD/DVD, Warner)

Referenzbands

Weblinks