Madlib

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  • Herkunft: Oxnard, Kalifornien, USA (Geboren: 1974)

Madlib ist Musiker, Dj, Rapper, Produzent und Inhaber unzähliger Pseudonyme.

Genre

Jazz, Hip Hop, Funk

Line-Up

Madlib als

  • Madlib
  • Quasimoto (oder Lord Quas)
  • Ahmad Miller, Monk Hughes, Malik Flavors, Joe McDuphrey in dem Yesterday's New Quintet
  • DJ Rels
  • Sound Direction

Bandgeschichte

Madlib wurde 1974 unter seinem bürgerlichen Namen Otis Jackson Jr in Oxnard (nördlich von Los Angeles) in eine Musikerfamilie geboren. Sein Vater ist Otis Jackson, ein Soulsänger der 1960er und 1970er Jahre und seine Mutter, Senesca Jackson, war Songwriterin und Background-Sängerin in eben dieser Zeit. Ausserdem war der Onkel, Jon Faddis, ein Jazz-Trompeter bei unter anderem Dizzy Gillespie und Charles Mingus.

Erste musikalische Lebenszeichen von Otis Jackson Jr gab es Anfang der 1990er Jahre mit seiner Band Lootpack, die er zusammen mit seinen Jugendfreunden DJ Romes and Wild Child gegründet hatte, und in der er Rapper, Produzent und DJ war. Die drei arbeiteten für Tha Alkaholiks und veröffentlichten schließlich Ende der 90er Jahre einige Singles und 1999 schließlich das Debutalbum Soundpieces: Da Antidote, das mit seinen Jazz- und Souleinflüssen zum Teil in der Nähe von Gruppen wie Gang Starr liegt.

Zu der Zeit lernt Madlib auch Peanut Butter Wolf kennen, der ihn für sein Label Stones Throw Records gewinnen kann. Und während Lootpack nicht sehr erfolgreich wird, erscheint 2000 die erste Soloveröffentlichung unter dem Pseudonym Quasimoto (The Unseen).

Nur ein Jahr später (2001) erscheint das nächste Projekt von Madlib, die LP Angles Without Edges unter dem Namen Yesterdays New Quintet. Im Booklet des Albums werden vier Musiker genannt, und Madlib ist offiziell der Produzent. Allerdings wurde später bekannt, dass Madlib hier alle Instrumente selbst eingespielt und produziert hat - eine Band gab es nicht. Trotzdem werden unter dem Namen der Band auch einige Sampler veröffentlicht (z.B. Stevie, ein Tribute to Stevie Wonder), die zum Teil der Initiative einer Person der Band zugeordnet werden (also Madlib).

Im Jahr 2003 veröffentlichte Madlib ein Album unter diesem Namen. Er war einer der wenigen, der Zugang bekam zu dem legendären Blue Note Label - Archiv. Auf Shades of Blue konnte man Klassiker aus der 60er/70er Souljazz-Phase des Labels in neuen Versionen hören, denen größtenteils einige Beats unterlegt wurden, einige wurden aber auch neu von Madlib eingespielt. Der Jazz-Plattensammler hat hier vorsichtig und respektvoll versucht, den Staub etwas von den alten Stücken abzuklopfen.

Kurz vorher (2002) veröffentlichte Madlib noch den Sampler Blunted in the Bomb Shelter Mix, für den er in der Reggae-Abteilung seiner riesigen Plattensammlung einige Klassiker und unbekannte Songs gefunden und zusammengestellt hat.

Weitere Veröffentlichungen kamen als Kollaborationen mit dem Detroiter Rapper und Produzenten Jay Dee unter dem Namen Jaylib (Champion Sound) im Jahre 2003, auf dem die Songs von beiden abwechselnd produziert wurden. 2004 erschien dann die LP Madvillainy unter dem Namen Madvillain mit dem Rapper und Produzenten MF DOOM.

Ebenfalls 2004 legte sich Madlib ein weiteres Alter Ego zu und veröffentlichte unter dem Namen DJ Rels ein Houselastiges Album.

2005 erschien The Funky Side of Life unter dem an Yesterdays New Quintet angelgten Sound Directions.

Kollaborationen

Diskographie (Auswahl)

  • (1999) Lootpack - Soundpieces: Da Antidote (Stones Throw Records)
  • (2000) Quasimoto - The Unseen (Stones Throw Records)
  • (2001) Yesterdays New Quintet - Angles Without Edges (Stones Throw Records)
  • (2003) Madlib - Shades of Blue CD/LP 2003 (Blue Note Records)
  • (2003) Jaylib - Champion Sound (Stones Throw Records)
  • (2004) Madvillain - Madvillainy (Stones Throw Records)
  • (2004) Yesterdays New Quintet - Stevie (Stones Throw Records)
  • (2004) Yesterdays New Quintet - Monk Hughes - Tribute To Weldon (Stones Throw Records)
  • (2004) DJ Rels - Theme For A Broken Soul (Stones Throw Records)
  • (2005) Quasimoto - The Further Adventures of Lord Quas (Stones Throw Records)
  • (2005) Yesterdays New Quintet - Sound Directions -The Funky Side of Life (Stones Throw Records)

Charts

Jahr Titel Charts
D US US Independent UK A CH S F NOR FIN NZ
2006 Beat Konducta: Vol. 1-2 - - 38 - - - - - - - -

Jahrescharts

Jahr Titel Kritiker Charts
Spex
2000 Quasimoto: The Unseen
36
2003 Jaylib: Champion Sound
22
2005 Quasimoto: The Further Adventures Of Lord Quas
38

All-Time-Charts

Quasimoto: The Further Adventures Of Lord Quas

Referenzkasten

  • Zitat: "Gib mir Country, und ich werde funky Country daraus machen!"

Trivia

  • Als Quasimoto rappt Madlib mit einer "Heliumstimme", allerdings rappt er bei den Aufnahmen über langsame Beats, dann wird es anschließend schneller wieder abgespielt. Daher die hohe Cartoon-Stimme.

Referenzbands

MP3s

Videos

Weblinks