Münster

Aus indiepedia.de
Stahl- und Glasfronten waren in Münster in dieser Ausprägung bislang nicht anzutreffen. Nun beschert eine Autoversicherung der Stadt ein neues dominantes Architektur-Panorama.

Provinzielle Großstadt in Nordrhein-Westfalen (ca. 297.000 Einwohner, davon 50.000 Studenten) mit großem Einzugsgebiet, dem sogenannten Münsterland. Das aus der kleinen sächsischen Siedlung Mimigernaford entstandene Münster gilt nicht zu Unrecht als eine der lebenswertesten Städte in Deutschland. Die Fahrradstadt Nr.1 verfügte in früheren Zeiten auch über Straßenbahnen und O-Busse. Jedoch wurden diese durch den aus den Niederlanden herübergeschwappten Fahrradkult schnell unrentabel. Das Hollandrad war lange Zeit der in Münster vorherrschende Fahrradtyp, führt heute aber nur noch ein Nischendasein.

Die Promenade entstand ab 1770 aus dem zurückgebauten Befestigungsring der Stadt und entwickelte sich zu einer üppig begrünten Radfahr- und Fußgängerstraße rund um den Stadtkern. Die Aufstauung des der Promenade benachbarten Aasees war ursprünglich eine Idee des Zoologie-Professors Hermann Landois, der so den immer wiederkehrenden Überflutungen der Altstadt vorbeugen wollte. Der Aushub zog sich jedoch hin bis ins Jahr 1934. Der Aaasee-Park wurde zwar schon als schönster Park Deutschlands und sogar Europas ausgezeichnet, steht aber dennoch nicht unter Denkmalschutz, weil seine Entwicklung noch lange nicht abgeschlossen ist. Besonders die Wasserqualität lässt noch immer zu wünschen übrig.

Münster verfügt über eine an der Größe der Stadt gemessen sehr gute Infrastruktur, was Independent-Kultur unterschiedlichsten Stils anbelangt. Die Auswahl an Clubs, Kneipen, Plattenläden, Kinos, Labels und nennenswerten heimischen Bands ist zwar überschaubar, aber dennoch erfreulich. Zu den traditionellen Großveranstaltungen gehören der dreimal im Jahr stattfindende Send, der einer rheinischen Großkirmes entspricht, sowie der stimmungsvolle Weihnachtsmarkt rund um den Prinzipalmarkt.

Das weitgehend überholte, katholizistische Image der Stadt beruht darauf, dass die Reformation in Münster jahrhundertelang durch die Jesuiten zurückgedrängt wurde und somit eine protestantische Kirchengemeinde erst im Jahre 1803 gegründet werden konnte, während das Judentum schon seit dem 12. Jahrhundert anwesend war. Auch das Wirtschaftsleben lief lange Zeit konfessionell getrennt ab. Die Ursachen dafür reichen bis zur blutig niedergeschlagenen Wiedertäuferbewegung im Jahre 1535 zurück, nachdem diese Münster zum Neuen Jerusalem des Königreichs Zion ausgerufen hatten.

Im musikalischen Sinne hat sich die Stadt Neuerungen nie verweigert. So spielten die Rolling Stones bereits im Jahre 1965 in der Halle Münsterland.

Inhaltsverzeichnis

Popkulturelle Merkmale

Bands aus Münster: blümel, Cuba Missouri, Da Impact, Daddy Longleg, Daniel Ortega, The Dead, Donots, Dorian, Dr. Ring Ding, Durango95, Echolotte, El Bosso & Die Ping Pongs, Elephantw, Elektrant, Elektrogrill, Freunde der Nacht/Ruhe, Gautsch, Ghost of Tom Joad, Götz Alsmann, Green Apple Sea, Grizzly Adams Band, GruppenZwang, H-Blockx, Hasenheim, Herr Spin, Hidden Charms, Highscore, Hillside, I Am the Architect, Jason & Theodore, Jazzwang Zoo, Jean-Michel, Kernspaltung, Kirmes, Jan Klare, Klubgrün, KOM, Lakeside Inn, Lhama, Long Distance Calling, Made Nandu, Malente, Marla Turns Pale, Messer, Mission to Mars, Miyagi, motovun, Muff Potter, Nagorny Karabach, nolte., nuts4guts, OverTheTop, Pluto Solar, Porf, Stefan Prange, Quappen, The Radioactives, Raketensommer, The Rosettes, Samba, Short Fuse, Song & Dance, Sundrup, Sunny Domestozs, Thee Evil Bad, VIDEOCLUB, Zimt, VOODOO BASTARD

Das Portal muensterbandnetz.de dient als nichtkommerzielle Plattform für die Musikszene in Münster und Umland und versammelt u.a. mehrere hundert Bandprofile, einen gut gepflegten und sehr umfangreiche Terminkalender, eine Datenbank und weiteres.

Clubs und Diskotheken

Alternativer Club/Café, Teil des Jugendinformations- und bildungszentrums (JIB) der Stadt. Dieses verfügt auch über ein Infobüro, Werkstätten, Proberäume, vegetarischen Mittagstisch usw. Relativ autonome Initiativen organisieren Parties und Konzerte im weitgefassten Independent-Bereich. Das Gleis fasst bis zu 300 Leute. Das Konzert-Team existiert bereits seit 1987, dienstälteste Club-Veranstaltung ist die Samstags-Party Infectious Grooves mit 11 Jahren Indie-Disco-Erfahrung. Das Gleis 22 ist wiederholt beim Spex-Leserpoll zum besten Club Deutschlands gewählt worden.

  • Amp, Alter Güterbahnhof

In Wohnzimmer-Ambiente finden hier auf zwei Floors regelmäßig Konzerte und Parties statt. Ansässige Parties sind: mittwochs Disco Pigs (ElectroClash), freitags Fieber-Tanzparty (Indie/Neopostpunk u. Minimal/Electro) sowie Tempocopter (Indieclash - ehemals Franztanz) samstags.

eigentlich Restaurant/Bar, konnte sich zuletzt als Indie-Club etablieren. Verschiedene Parties, unter anderen: Trust in Wax.

Eine Reihe von Gebäuden die für Galerien, Proberäume, Großraumdiscos usw. genutzt werden. Alle paar Jahren sollen sie abgerissen werden. Diskotheken: Sputnikhalle (Großraum-Rock, auch Konzerte), Triptychon (von Ragga über Dark Wave bis Fachschaftsparty), Fusion (meist Techno, manchmal MS United-DJ Battle), Favela (von Salsa über Drum'n'Bass bis Black Metal)

Neben dem Politik-Institut stehender, selbstverwalteter Laden, in dem verschiedene Initiativen ohne Profitstreben Konzerte organisieren (Punk/Electronica/Hardcore/Post-Rock/Songwriter usf.)

Konzerte und Parties mit Musik aus dem Bereich Jazz, Funk, Soul, House, Blues, Latin... Der Club ist am Hafen gelegen, das Hafenviertel und das angrenzende Hansaviertel haben sich zuletzt zum Szeneviertel entwickelt.

  • Seit Juni 2008 geschlossen: Luna Bar, Hammer Straße

Ehemaliges Striplokal. Einst ein schöner, ganz in rot gehaltener Club mit einigen lohnenswerten Partyreihen: dienstags Lemonade Club (Indie-Disco - ehemals Komm Küssen-Lounge), donnerstags im Wechsel Scirocco Club (Electronica) und Perpetuum Mobile (Minimal/Electronica). Am Wochenende abwechselnd Club dich Tod (Minimal/Techno), RemoteControlledYouth (Drum'n'Bass), Atomic Sushi Club (HipHop, Funk, Beats), Twist-O-Rama (Beats). Hier fanden auch viele sehenswerte Konzerte statt.

Bars, Cafés und Kneipen

  • Kleine Auswahl der Ansprechenden: Frauenstraße 24, Gasolin, Café Malik, Picknickpark (manchmal ruhige Konzerte), Plan B, Raketencafé, Roestbar, Watusi Bar, Rick's Café; seit 2010 Teilchen und Beschleuniger und Spec-Ops; im Sommer bis 2007 draußen an jeweils wechselndem Ort: Kunstrasen.

Plattenläden + Versände

  • Andrä, Verspoel 21: Alteingesessener An- und Verkauf von Ton- und Bildtonträgern, der auch als Z-Shop bei Amazon einen klangvollen Namen hat.
  • Green Hell, An der Kleimannbrücke 36: In erster Linie umfangreicher Mailorder für Punk, Hardcore und Verwandtes, seit einigen Jahren auch sehr gut sortiert im Independent-Rock und -Pop-Bereich. Generell mehr Vinyl als CDs im Sortiment, außerdem T-Shirt-Verkauf. Schöner High Fidelity-artiger Laden mit ausreichend Abhörstationen und oft fachkundigem Personal! Die Betreiber verfügen zudem über eine Booking Agentur und ein Label (Green Hell Rec.). Im Sommer 2009 ist Green Hell aus den kleinen Ladenflächen in der Von-Steuben-Str. am Hauptbahnhof in hellere und größere Räumlichkeiten in die Innenstadt (Winkelstr. 10) gezogen.
  • Jörgs CD-Forum, Alter Steinweg: Bildet zusammen mit Oxfam einen kleinen Second-Hand-Kluster, führt aber auch jede Menge Neuware aus den Bereichen Rock, Pop und Klassik. Ist außerdem zuständig für den Vorverkauf von Eintrittskarten in der Region Münster!
  • Musicom, Frauenstr. 33: Winziges Fachgeschäft für Jazz und Klassik. Firmiert auch als Label!
  • Oxfam, Alter Fischmarkt: Neben gebrauchten Textilien, Büchern und fair gehandelten Lebensmitteln gibt es hier auch eine gepflegte Ecke mit Tonträgern und Videos, die von Privatpersonen gespendet wurden.
  • Poptanke, Weseler Str. 47: An - und Verkauf von CD's, Büchern, Vinyl + Filmen.
  • Zweitausendeins, Rosenstr. 5-6: Der Medium-Buchmarkt hat einen ganzen Raum für das CD und DVD Sortiment von Zweitausendeins reserviert.
  • Seit Mai 2009 geschlossen: Elpi, Von-Vincke-Straße (davor Windthorststraße): Einst der Plattenladen mit der größten Independent-Auswahl in Münster. Bekannt war er auch für seine grummeligen Verkäufer, die genervt auf Vorhörer reagieren, aber plötzlich auftauen, wenn jemand B-Seiten von Yo la Tengo oder Ween suchte.


Einzugsgebiet:

  • Petershop.com, Lengerich: Der Regierungsbezirk Münster ist ja recht groß, und so gehört dieser Spezialist für russischsprachige Medien sicher auch in diese Liste.

Musik-Business/Labels

Fanzines

Programmkinos

  • Cinema inkl. Kurbelkiste, Warendorfer Straße 45
  • Schlosstheater, Melchersstraße

Weblinks

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