La Luz

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La Luz
La Luz
La Luz
Herkunft: Seattle, Washington, USA
Aktiver Zeitraum: seit 2012
Genres: Surf, Indierock, Garagenrock, Twee Pop
Labels: Hardly Art, Burger Records, Suicide Squeeze, Water Wing Records, Famous Class, 2670 Records
Homepage: luzer.online
Line-Up:
Shana Cleveland: Gesang, Gitarre
Lena Simon: Bass, Gesang (seit 2014)
Alice Sandahl: Keyboard, Gesang
Marian Li Pino: Schlagzeug, Gesang
Ehemalige Mitglieder:
Abbey Blackwell: Bass (2012–2014)

La Luz sind ein Quartett aus Seattle, das im Jahr 2012 gegründet wurde. Die Band hat bisher drei Alben und mehrere Singles veröffentlicht und bezeichnet ihren Stil als surf noir.

Bandgeschichte

Aus der Band The Curious Mystery kannten sich Sängerin/Gitarristin/Künstlerin Shana Cleveland und Schlagzeugerin Marian Li Pino bereits, als sie im Jahr 2012 ein neues Projekt auf die Beine stellten. Zusammen mit Keyboarderin Alice Sandahl und Bassistin Abbey Blackwell nannte man sich nun La Luz (spanisch für "das Licht") und verarbeitete vor allem Einflüsse aus klassischen Fünfziger-Girlgroups wie The Shirelles oder The Shangri-La's einerseits sowie dem twangy Surf-Rock von Meistern wie Dick Dale oder Link Wray. Die Texte von Shana Cleveland waren allerdings in deutlich düstereren Gefilden anzusiedeln, so dass bald die Genre-Selbstbezeichnung surf noir für die Band aufkam.

Ihre erste EP mit fünf Songs veröffentlichten La Luz noch 2012 auf dem eigenen Label Burger Records, und zwar ganz neo-retro als Musikkassette, die auch noch beidseitig identisch bespielt war. Es folgten Vinyl-Singles auf verschiedenen kleinen Labels sowie Konzertreisen, auf der sich das Zusammenspiel der Band noch weiter verfestigte. 2013 wurde dann das auf abseitigere Acts spezialisierte Label Hardly Art auf die Band aufmerksam und veröffentlichte die Debüt-LP "It's Alive" noch im selben Jahr. Obwohl die Platte positive Rezensionen erhielt, erwies sich die begleitende Tournee mit Of Montreal für die Band als hoch dramatisch: Am 5. November 2013 geriet der Bandbus auf dem Weg nach Seattle auf Glatteis, krachte in die Leitplanke und wurde dann zu allem Unglück noch von einem Lastwagen gerammt. Die Bandmitglieder erlitten zum Teil schwere Verletzungen, zudem waren Wagen, Instrumente und Technik der Band komplett zerstört. Obwohl die vier Musikerinnen nach dem Unfall wieder vollständig gesundeten, war der Schock für Bassistin Blackwell doch zuviel, und so verließ sie in gegenseitigem Einvernehmen im Februar 2014 die Band. Nachfolgerin wurde zwei Wochen später die auch solistisch aktive Lena Simon.

Nach einer längeren Schaffenspause reisten La Luz im Februar 2015 auf Einladung des umtriebigen Garagenrock-Produzenten Ty Segall nach Los Angeles, um dort in einem Surf-Shop (!) ihr zweites Album aufzunehmen. In dieser sehr auf Live-Sound ausgerichteten Atmosphäre entstand dann "Weirdo Shrine", das den dunklen Surf-Sound der bisherigen Platten aufgriff, vor allem textlich aber von den Eindrücken des Bandunfalls geprägt war. Weitere Einflüsse waren der Beat-/Hippie-Poet Richard Brautigan und die surreale Coming-of-age-Graphic Novel "Black Hole" des ebenfalls aus Seattle stammenden Charles Burns (der unter anderem auch das Cover der wegweisenden "Sub Pop 200"-Compilation gezeichnet hatte). Das Album erschien im August 2015, erneut auf Hardly Art und von einer Tournee durch Europa und die Vereinigten Staaten begleitet. Die Kritiken waren erneut sehr gut; außerdem erschienen Split-Singles der Band mit u.a. Habibi und Scully.

Im Dezember 2015 gaben La Luz dann bekannt, dass sie ihrer Heimatstadt Seattle den Rücken kehren würden, um nach Los Angeles zu ziehen. Die Herausforderungen und Eindrücke dieses "Kulturschocks" bildeten die Grundlage für das dritte Album der Gruppe namens "Floating Features" von 2018, welches mit einem deutlich klareren Klang und strukturierterem Songwriting aufwartete und unter geradezu luxuriösen Studiobedingungen in Nashville aufgenommen wurde. Die Platte wurde erneut hoch gelobt und bescherte La Luz nochmals gesteigerte Aufmerksamkeit auch in größeren Medien, und Eddie Vedder gab per Twitter gar bekannt, die "Luzer" seien seine Lieblingsband des Jahres.

Diskographie

  • Hier sehen wir das Video zur 2013er Single "Brainwash"!
Alben
Singles/EPs
Sonstige

Kompilationsbeiträge

  • 2012 Brainwash auf "The Wiener Dog Comp" (Burger Records)
  • 2013 Big Big Blood auf "Be Witched: Female Fronted Halloween Mixtape" (L.A. Record)
  • 2014 Damp Face auf "The Cold Jungle Vol. II" (Cairo Records)
  • 2014 T.V. Dream auf "Forever Singles" (Suicide Squeeze)
  • 2014 Pink Slime auf "Love Anyway !!! Even If... Fuck Off !!! (The Hi-Lo Tunez Plan: 20th Step)" (Hi-Lo Tunez)
  • 2014 Sure as Spring auf "Les Femmes S'En Mêlent #17"
  • 2015 You Disappear auf "The Hardly Art Sampler Thing Vol. One" (Hardly Art)
  • 2015 Big Big Blood auf "Panache Mixtape Series - Vol. 3"
  • 2015 Don't Wanna Be Anywhere auf "Panache Mixtape Series - Vol. 4"
  • 2016 Brainwash auf "20 Year Anniversary" (Suicide Squeeze)
  • 2017 Believe My Eyes auf "Hardly Art Hardly Released. Bedroom Recordings, Demos, Rarities, Unreleased, And Widely Ignored Material" (Hardly Art)
  • 2018 Mean Dream auf "Musikexpress 8/18"

Trivia

  • Das ursprünglich im Jahre 2011 nur auf Cassette erschienene Soloalbum von Shana Cleveland namens "Oh Lord, Cover the Ground" wurde nach dem Erfolg von La Luz im Jahr 2015 erneut veröffentlicht.
  • Shana Cleveland entwirft das Design der La Luz-Veröffentlichtungen selbst.

Referenzbands

Weblinks