Korn

Aus indiepedia.de
KoЯn
Korn live 2006
Korn live 2006
Herkunft: Sacramento (Kalifornien, USA)
Aktiver Zeitraum: seit 1993
Genres: New Metal
Homepage: kornstreetteam.com
Line-Up:
Jonathan Davis: Gesang
James "Munky" Shaffer: Gitarre
Reginald "Fieldy" Arvizu: Bass
David Silveria: Schlagzeug
Ehemalige Mitglieder:
Brian "Head" Welch: Gitarre (1993-2004)

Korn (oft geschrieben als KoЯn) wurden 1993 in Sacramento, Kalifornien gegründet. Sie gelten als Mitbegründer des New Metal.

Inhaltsverzeichnis

Bandgeschichte

Korn stammen aus der Sacramento-Szene, die man als "Wiege des New Metal" bezeichnen kann. Um 1992/1993 existierte dort bereits der Nährboden dessen, was etwa fünf Jahre später die Charts und Teeniezimmer der Post-Grunge-Welt erobern sollte. Gruppen wie die Deftones, Far und eben Korn arbeiteten zu dieser Zeit an ihrem eigenen Stil, der sowohl durch Crossover (Rage Against The Machine, Red Hot Chili Peppers und Faith No More) als auch Metal (Pantera, Fear Factory) und natürlich Grunge geprägt war. Korn entstanden aus den beiden Bands LAPD und Sexart, wobei die Instrumentalsektion der ersteren Gruppe, bestehend aus James Shaffer (Gitarre), Reginald Arvizu (Bass), Brian Welch (Gitarre) und David Silveria (Schlagzeug) den Sänger der letzteren, nämlich Jonathan Davis, von der Bühne weg engagierten. Mit Ross Robinson war rasch der Produzent gefunden, der seinerseits bei diversen Standardscheiben des New Metal Regie führen sollte, und 1994 erschien der erste Longplayer namens "Korn". Auf ihm fusionierte die Gruppe handgemachte HipHop-Beats mit tiefstgestimmtem Bassgewitter und siebensaitigem Gitarreninferno, gekrönt vom zwischen Psychose und Wutanfall pendelnder Vokalarbeit von Jon Davis. Im US-Underground wurde das Quintett rasch zum Kultact, 1995 wurde bereits weltweit getourt, und das 1996 erschienene zweite Album "Life Is Peachy" konnte auch jenseits des Atlantik punkten. Die Band - insbesondere Frontmann Davis - hatte inzwischen aus ihrem Faible für Adidas-Klamotten eine Art Beruf gemacht, denn zumindest fand sich die deutsche Sportartikelfirma bereit, Korn kostenlos mit Kleidung auszustatten. (Der Songtitel A.D.I.D.A.S. von besagtem Album bezog sich allerdings keineswegs auf Kleidung, sondern stand für All Day I Dream About Sex.) 1998 wurde schließlich zum Jahr von Korn, als das dritte Album "Follow The Leader" weltweit große Erfolge bei Kritik und Käufern feiern konnte, unter anderem auch wegen des animierten Videoclips zu Freak On A Leash, der ebenso wie das Albumartwork von Spawn-Macher Todd McFarlane stammte. Zudem versammelten sich Gäste wie Ice Cube und Fred Durst im Studio. Im selben Jahr spielten Korn auch erstmals bei Lollapalooza und gründeten mit Elementree Records ihr eigenes Plattenlabel, auf dem u.a. die New Metal-Bands Orgy und Adema ebenfalls recht erfolgreich Platten veröffentlichten.

Ab 1999 traten jedoch langsam die psychischen Belastungen des Erfolgs zu Tage. Insbesondere Jonathan Davis sorgte mit seiner offenen Befürwortung der Glückspille Prozac für Aufsehen, und nachdem die Texte der ersten Alben sich mich Davis' Kindheitstraumata wie sexueller Misshandlung und kaputtem Elternhaus behandelt hatten, wurde das Hauptthema des vierten Korn-Albums der Stress des Erfolgs wie Alkoholismus und Depression. Mit dem erstmals nicht mehr von Ross Robinson, sondern von Brendan O'Brien produzierten "Issues" konnte noch einmal ein voller Erfolg gefeiert werden, und nach dem Auftritt beim desaströsen "Woodstock '99"-Festival hatten Korn mittels des Family Values-Tour-Wanderzirkus auch ein eigenes wandelndes Festival auf die Beine gestellt. Nichtsdestoweniger wurde es nach Beendigung des Tour-Album-Zyklus erst einmal ruhiger um Korn. Als 2002 dann das "Comebackalbum" "Untouchables" in die Läden kam, mußte die Band sich bemühen, wieder Anschluss an die von ihnen selbst mitinitiierte New Metal-Szene zu erhalten, denn Nachwuchsbands wie Papa Roach und vor allem Linkin Park hatten einiges an Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Hinzu kam, dass eine Rohversion des Albums bereits Wochen vor dem Release ins Internet gestellt worden war, so dass die Verkaufszahlen gerade im Vergleich zum eigenen Vorgängeralbum und zur Konkurrenz enttäuschend ausfielen. Doch noch war das Ende der Talsohle für die Band nicht erreicht, denn nachdem 2003 die LP "Take A Look In The Mirror" erschienen war und noch weniger Einheiten verkaufte, entschloss sich Gitarrist Brian "Head" Welch im Jahr darauf, Korn den Rücken zu kehren. Als Gründe nannte er unter anderem ein religiöses Erwachen und Drogenprobleme. Ebenfalls 2004 erschien eine Greatest Hits-Sammlung der Band, die ja gemeinhin als Abschluss einer Band-Ära gesehen wird.

Wer Korn aufgrund dieser Entwicklung abgeschrieben hatte, sah sich jedoch eines Besseren belehrt, als die Band Ende 2005 das Album "See You On The Other Side" veröffentlichte und damit auf merklich gestiegene Resonanz stieß. Mit Twisted Transistor und Come Undone konnte die Band erstmals zwei Singles in die US-Charts bringen, und Ende 2006 erschien ein Remix-Album der LP. Im selben Jahr feierten Korn auch ihren Einstand bei MTV Unplugged, wo die Band unter anderem Cover von Radioheads Creep und The Cures Lovesong zum Besten gab und Gäste wie Amy Lee (Evanescence) und Robert Smith zugegen waren. Der Auftritt erschien 2007 auch auf CD. Nach weiteren weltweiten Konzerten nahmen Korn dann die nächste, unbetitelte CD in Angriff, die Ende Juli 2007 erschien und eine Spur experimenteller als der Vorgänger ausfiel. Zudem wurde die zwischenzeitlich defunkte Family Values-Tour reaktiviert, die 2008 auch nach Europa kommen soll.

Im September 2009 hat der ehemalige Gitarrist Brian "Head" Welch, der 2005 aus religiöser Motivation die Band verließ, angefragt wieder Mitglied bei Korn zu werden, wurde jedoch (vorerst) nicht wieder aufgenommen.

Diskographie

Alben
  • 1994: Korn
  • 1996: Life Is Peachy
  • 1998: Follow the Leader
  • 1999: Issues
  • 2002: Untouchables
  • 2003: Take a Look in the Mirror
  • 2005: See You on the Other Side
  • 2007: Untitled album
Sonstige
  • 2004: Greatest Hits, Volume 1
  • 2006: Live and Rare
  • 2006: Chopped, Screwed, Live and Unglued
  • 2007: MTV Unplugged: Korn

Charts

Jahr Titel Charts
D UK US A CH SV F P DK NOR FIN AUS NZ
1995 Korn 72 10
1996 Life Is Peachy 85 32 3 21 43 24
1
1998 Follow The Leader 21 5
1
7 24 5 5 4
1
1999 Issues 9 37
1
13 86 42 12 10 4 2
2002 Untouchables
1
4 2 2 5 7 6 11 8 3 2 4
2003 Take A Look In The Mirror 8 9 2 14 18 14 17 26 27 10 37 19
2004 Greatest Hits Vol.1 17 22 4 10 22 12 12 20 8 3
2005 See You On The Other Side 12 3 7 11 35 24 37 18 19 8
2006 Live & Rare 72 51 38 64 100
2006 Chopped, Screwed, Live & Unglued 27
2007 MTV Unplugged 23 9 10 48 60 45 11
2007 Untitled 3 15 2 3 9 17 8 20 24 2 11 3
Singles
1996 No Place To Hide 26
1997 A.D.I.D.A.S. 22 45
1997 Good God 25
1998 Got The Life 23 26
1999 Freak On A Leash 58 24 22 43
2000 Falling Away From Me 86 24 99
2000 Make Me Bad 25
2002 Here To Stay 35 12 72 44 34 18 7 12
2002 Thoughtless 74 37 82
2003 Did My Time 12 15 38 12 17 19 14 18 13 29
2004 Word Up! 46 58 47 15 28
2005 Twisted Transistor 63 27 64 37 60 6 24
2006 Coming Undone 86 79 16
2007 Freak On A Leash (Unplugged) 89

Jahrescharts

Jahr Titel Kritiker Charts Leser Charts
Musikexpress Visions
1995 Korn
26
1996 Life Is Peachy
1
1998 Follow The Leader
44
1
1999 Issues
1
2002 Untouchables
19
Singles
1996 Good God
4
1998 Got The Life
4
1998 All In The Family
16
1999 Falling Away From Home
3
1999 Freak On A Leash
8
2002 Here To Stay
16

All-Time-Charts

Korn
Follow The Leader
Issues

Kompilationsbeiträge

Referenzkasten

  • Der Bandname hat laut Jonathan Davis einen eher unappetitlichen Hintergrund :x

Trivia

  • Sowohl „Issues“ (2001) als auch „Take A Look In The Mirror“ (2005) bekamen eine Goldschallplatte in Deutschland.

Referenzbands

Coverversionen

Korn covern...

Videoclips

Weblinks

Meine Werkzeuge
Namensräume
Varianten
Aktionen
Navigation
Inhalt
Bilder
Werkzeuge