Kevin Drumm

Aus indiepedia.de
Wechseln zu: Navigation, Suche

Kevin Drumm (* 1970 in South Holland, Cook County, Illinois) ist ein US-amerikanischer Musiker im Bereich der Elektronischen Musik und ein Avantgarde-Tischgitarrenspieler.

Musikalischer Werdegang

Nachdem Drumm zunächst in diversen Rockbands gespielt hatte, widmete er sich in den 1990er Jahren in der Chicagoer Improvisationsszene[1] verstärkt experimentellen Spielweisen und avancierte schnell zu einem der weltweit bekanntesten Gitarrenspieler für präparierte Gitarre.[2] Er experimentierte mit Magneten, Krawattenhaltern, Ketten, Violinenbögen und Nagelscheren. Bald darauf ergänzte er sein Equipment um Laptop und Modularsynthesizer und erweiterte sein Schaffen zu einer elektroakustischen Spiel- und Kompositionsweise. 1997 erschien sein Solo-Debütalbum s/t.

Musik

Drumms Musik zeichnet sich durch eine Vielfalt unterschiedlicher musikalischer Ansätze aus. Akustische und elektronische Ausdrucksformen verschmelzen zu Klangflächen, bei denen zumeist elektronische Einzelereignisse die strukturelle Dramaturgie der Stücke erhalten. Die zunächst ruhigen und sparsamen Klanggestaltungen wurden in späteren Veröffentlichungen zunehmend zu lauten und verdichteten Texturen erweitert. Viele seiner Stücke sind vom Doom und Drone-Doom sowie lowercase beeinflusst, dementsprechend klingen seine Kompositionen zumeist sehr düster. Weitere Einflüsse werden der Konkreten Musik, dem Heavy Metal und Black Metal zugeschrieben.[3]

Kollaborationen

Zusammenarbeiten gab es mit Jim O'Rourke (Gastr del Sol) und Ken Vandermark. Außerdem mit Taku Sugimoto, Axel Dörner, Mika Vainio (Pan Sonic), Lucio Capece, Martin Tétreault und Ralf Wehowsky, mit Phill Niblock, Tony Conrad, MIMEO, Mats Gustafsson, John Butcher, John Wiese, Tom Smith sowie Thomas Ankersmit. Im Zuge einer Zusammenarbeit mit dem Künstlerkollektiv Simparch komponierte er das Stück Spec, das auf der Documenta11 in Kassel und an der Renaissance Society of America in Chicago aufgeführt wurde.

Diskografie

Einzelnachweise

  1. Profil [1] bei Discogs
  2. ebd.
  3. Artikel Kevin Drumm [2] bei der en.wiki

Weblinks

  • Profil [4] bei Bandcamp
  • Kevin Drumm Interview (April 1998) [5] bei Perfect Sound Forever

Einzelnachweise und Weblinks am 04. Januar 2016.