Janis Joplin

Aus indiepedia.de
Wechseln zu: Navigation, Suche

Janis Lyn Joplin (*1943 in Texas, ✝1970 in Los Angeles) war eine amerikanische Sängerin und neben Jimi Hendrix und Jim Morrison die charismatischste Vertreterin der Hippiekultur. Ferner wird ihr mancherorts der Status des ersten weiblichen Rockstars zuerkannt. Am 10. Oktober 2013 startete am Broadway, New York, ein Musical unter dem Titel A Night With Janis Joplin.[1][2]

Hintergrund

1958 hat Janis als Teeny ihren ersten Auftritt mit einer Mischung aus Blues und Folk, als Kind hat sie bereits in einem Kirchenchor gesungen. Mit 17 will sie Sängerin werden, hält aber den Anforderungen des Studiums nicht stand. Zunächst spielt sie in Sessions mit unterschiedlichen Musikern, zum Beispiel Jorma Kaukonen (Jefferson Airplane), in Kneipen und Folk-Clubs.

Big Brother and the Holding Company

1966 wird sie auf Anfrage Sängerin bei Big Brother and the Holding Company, tritt beim Monterey International Pop Festival auf und erhält daraufhin einen Plattenvertrag, 1967 erscheint die erste LP Big Brother & the Holding Company featuring Janis Joplin, 1968 dann Cheap Thrills: [5] <– Big Brother and The Holding Company – Summertime (George Gershwin), bei Youtube. Bei Down on me, 1967, tritt Janis Joplin bei den verpönten Melissen beziehungsweise Selbstinszenierungen, wahrscheinlich auch auf Anweisung des Produzenten, noch anständig in den Hintergrund, wodurch der Abschluss der Phrasen ins je Chorushafte greifen kann.

Diskussion zu Summertime, 1968, in den Columbia-Studios, New York. Janis Joplin, nicht in diesem Video, aber aus der gleichen Session, zum Vorwurf, sie wisse gar nicht, wie der Song eigentlich klinge: "Man, I know exactly what that song sounds like". Der unheimliche Einfluss der Kulturindustrie: Der Produzent fordert den Kameramann auf, die Aufnahme anzuhalten. Die Dokumentation der Szene ist zur Zeit leider nicht online.

Bereits inbezug auf Big Brother and the Holding Company bemerkt Paul Nelson vom Rolling Stone eine Tendenz zum "vocal overkill. Indeed, Janis doesn’t so much sing a song as to strangle it to death right in front of you."[3] Ende 1968 trennt sich Janis Joplin von der Band, um mit einer größeren Band weiterzumachen.

Kozmic Blues Band

Die Kozmic Blues Band wird in Zusammenarbeit mit Columbia Records gegründet und Janis Bestreben, professioneller und publikumswirksamer zu werden, bald nicht nur vom Rolling Stone als „Verrat an den Idealen der Rockmusik“ bezeichnet (siehe auch: Artikel Authentizität).[4] 1969 tritt die Blues Band beim Woodstock-Festival und auch in Fernsehshows auf, das einzige Konzert in Deutschland findet im gleichen Jahr in der Jahrhunderthalle in Frankfurt am Main statt. Außerdem wird in diesem Jahr I Got Dem 'Ol Kozmic Blues Again, Mama veröffentlicht.

Full Tilt Boogie Band

Mit der Full Tilt Boogie Band hatte Janis Joplin ihre größten kommerziellen Erfolge und spielte die beständigsten Versionen ihrer Hits ein. 1971 wurde postum Pearl bereits mit der Full Tilt Boogie Band veröffentlicht, kurz nachdem Janis Joplin während der Aufnahmen im gleichen Jahr an einer Überdosis Heroin gestorben war:

  • Piece of my heart, von der LP Pearl (1971) [6] bei Youtube

Einflüsse

Leadbelly, Odetta Holmes, Bessie Smith, Big Mama Thornton, Cajun, Zydeco, Blues, Rock, Beat, Psychedelic Rock, Garage Rock

Diskografie

  • Big Brother and the Holding Company – featuring Janis Joplin (1967)
  • Big Brother and the Holding Company – Cheap Thrills (1968)
  • Kozmic Blues Band – I Got Dem Ol' Kozmic Blues Again, Mama! (1969)
  • Full Tilt Boogie Band – Pearl (1971)

Einzelnachweise

  1. A Night with Janis Joplin [1] bei anightwithjanisjoplin.com
  2. Variety Broadway Review (2013) [2] bei Variety.com
  3. Paul Nelson – Janis: The Judy Garland of Rock'n'Roll? (März 1969) [3] bei Janis Joplin.net
  4. Artikel Janis Joplin [4] bei der de.wiki

Weblinks

  • Homepage [8] bei Janis Joplin.com
  • Profil [9] bei Discogs
  • Summertime (1968) [10] vollständige Karaokeversion bei Youtube
  • Zu Janis Joplins Lifestyle vgl. den Artikel Janis Joplin [11] bei der de.wiki

Links im Juli 2017.